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Ein heißer August - 1961

By:
User: gittarina
Ein heißer August - 1961

Am späten Vormittag machten wir uns dann auf den Weg nach Frankfurt zu seiner Familie.  Kurz vor 12 Uhr schaltete er das Autoradio an, um die Nachrichten zu hören und die ließen uns beide erstarren:

Zuerst hörte man die Geräusche eines schweren Bohrers, die Stimme eines Reporters versuchte, gegen diesen Lärm anzukommen, was ihm kaum gelang. Offensichtlich stand der Reporter am Brandenburger Tor und der Lärm entstand, weil Arbeiter der DDR mit schweren Bohrern den Straßenbelag aufbrachen, um, so hieß es da noch, die DDR und deren Bürger vor dem Unwesen und der Dekadenz der Westberliner und überhaupt des Westens zu bewahren. 



This Book is Part of a Series "Von Januar bis Dezember"
All Books in this Series:
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Posts and Comments
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Bleistift

Ja, so kenne ich es auch noch, zwar war ich damals noch ein Schüler, aber diese Bilder hatten sich mir dennoch fest eingebrannt.
Und jedes Mal, wenn ich sie wieder sehe, kommt alles noch einmal hoch...
Dieses historisch bedeutsame Ereignis hast Du aus meiner Sicht gesehen, für den Leser sehr interessant aufbereitet...
Jahre später war ich dann im Urlaub auf Zypern und war echt entsetzt darüber, als ich in Nikosia die "Berliner... Show more

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gittarina

Oh ja, das kann ich sofort nachvollziehen - ich habe ja einige Jahre trotz oder eher wegen der Mauer Kurierdienste von West- nach Ostberlin für meinen Mann gemacht - es war nie, niemals mit einem guten Gefühl, sondern immer beklemmend und ich war froh, wenn ich wieder in... Show more

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Deleted User

Nach deiner Geschichte bin ich noch um einiges froher und dankbarer, damals noch nicht gelebt zu haben.
Du hast einen sehr lebendigen Stil erlebtes zu erzählen bzw. wiederzugeben.
xoxo Jana

2 Comments
gittarina

Danke Jana - ein schönes Kompliment von Dir. Ja, das war ne heiße Zeit und gerade für Berliner alles andere als erfreulich, obwohl Westdeutschland (damals trennte man noch zwischen Ost und West) ja noch gut dabei wegkam.
Und die sog. Wiedervereinigung hat ja lange auf sich... Show more

Deleted User

Ja ich finde dass du sehr lebendig schreibst. Muss mich in den nächsten Tagen weiter bei dir umsehen.
Gute Nacht
xoxo Jana

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anarosa

Wie schlimm muss das für die Menschen gewesen sein – eine Mauer direkt unter dem Fenster, dahinter ein völlig anderes, freies Leben … Du kannst es sehen, riechen, beinah schmecken, aber du kannst nicht daran teilhaben … Du bist in einem großen Gefängnis, voller Ungerechtigkeiten, Lügen und Gewalt eingesperrt, mit der Aussicht – für immer.
Ich denke, ganz viele – und nicht nur in der DDR – hatten sich damals solche Gedanken... Show more

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gittarina

Ja, es war wirklich ein Anblick, der unter die Haut ging - dort in dieser Straße war das perfide Vorgehen besonders schlimm mit anzusehen - das erste Todesopfer kam dann auch aus genau diesem Haus - eine ältere Frau, die versuchte, sich an zusammengeknüpften Bettlaken an der... Show more

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Margo Wolf

Ich war ja damals erst 11 Jahre alt und deshalb war mir das wahre Ausmaß dieser Tragödie gar nicht so bewusst, aber ich weiß noch genau, dass es in Wien ein Geraune und Getuschel gab: Das hätte uns auch passieren können, wenn unsere Poltiker uns nicht freigesoffen, entschuldige, freigredet hätten.
lg Margo

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gittarina

Ja, da eher von dem A. einfach annektiert statt sich freiwillig angeschlossen (nahm man gnädigerweise mal an) - war das auch okay ... nach außen für die Besatzungsmächte.
Lieben Dank Margo ...
LG Gitta

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katerlisator

Ein sehr gutes Zeitdokument. Ich war ja damals noch nicht geboren und kenne das nur aus Erzählungen.

Toll geschrieben und sehr gut bebildert.

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Michelle Robin

Ich kann mich der Meinung nur anschließen.
Vor allem die Bildern bereichen den Text sehr. Eine Zeit, die wir nicht vergessen sollten.

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Angela

Damals war ich erst 13 und habe das Geschehen so hautnah wie Du nicht mitgekriegt. Auf dem Fischland hatten wir auch noch keinen Fernseher. Aber ich weiß noch genau, wie meine Eltern und ihre Freunde sprachlos und erschüttert am Radio hingen...
Gut, dass es vorbei ist!

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roland.readers.1

Der Spruch: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.", ist legendär und steht noch heute für die Verlogenheit der Politik.
Deine Geschichte gefällt mir sehr gut. Wie du Privates und Weltgeschehen immer wieder in Einklang bringst, ist inzwischen ebenfalls legendär.
L.G.Roland.

3 Comments
gittarina

Lieben Dank Roland - ja, dieser Ausspruch und dieser Mann und überhaupt ... kotz... sorry, aber genau diese Verlogenheit und Scheinheiligkeit ... all die Jahre und das es mit Gefahren für die Menschen einher ging - frei zu entscheiden, was sie wollen und wohin sie wollen - da... Show more

roland.readers.1

Wenn man es recht bedenkt, ist die Politik noch heute so verlogen. Quer durch alle Parteien.

gittarina

Echt und ehrlich ist sie auf jeden Fall nicht - durch die Bank!!!

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Rebekka Weber

Hallo Gitta, ich bewundere immer wieder dein Gedächtnis und wie du uns packend deine Erlebnisse schilderst.
Vielen Dank auch für die Fotos.
Das Cover ist erschütternd und trifft genau den Nagel ....
LG von Rebekka

2 Comments
gittarina

Leg noch einige Jährchen drauf, liebe Rebekka - und Du wirst Dich wundern. was Dir alles wieder einfällt - und wenn ich dann erst mal anfange, zuckeln so langsam aber sicher die weiteren Erinnerungen durchs Hirn - wobei natürlich trotzdem so einiges flöten geht.
Hab lieben Dank für alles - von Gitta

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Deleted User

Wie immer - sehr gut, aber auch erschütternd erzählt.
LG Gertrude

1 Comment
gittarina

Hab herzlichen Dank, meine Liebe ... ich denke, wer das so hautnah miterleben musste - war auch erschüttert. Und da mein Mann als Berliner nicht mehr rüber durfte - war es halt meine Aufgabe, immer mal wieder "da Drüben" geschäftliche Dinge zu erledigen - das war jedes Mal ein... Show more

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