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Anthropologie [griechisch] die,

ist die Wissenschaft vom Menschen unter biologischen, verschiedenen geisteswissenschaftlichen und theologischen Aspekten.

Die Schwerpunkte der biologischen Anthropologie liegen in der Erforschung der menschlichen Phylogenese (Stammesgeschichte), der Ontogenese (Individualentwicklung) von der befruchteten Eizelle bis zum Tod des Individuums, der geografischen Variabilität des Menschen und genetischer Fragestellungen. Weitere Forschungsgegenstände sind die anatomische Ausprägung des menschlichen Körpers und die Erscheinungen des kulturellen und sozialen Lebens (Kulturanthropologie).


Als der eigentliche Begründer der neuzeitlichen Anthropologie gilt J. F. Blumenbach, dessen Einteilung der Menschen von 1775 in einigen Punkten noch heute Anwendung findet. I. Kant erkannte bereits die große Bedeutung der Vererbung für Stammesentwicklung und innerartliche Differenzierung. Im 19. Jahrhundert wurde der Mensch von C. Darwin und E. Haeckel auch in die neuen Vorstellungen einer Evolution der gesamten Organismenreiche einbezogen. Funde wie der Neandertaler von Le Moustier (1908) förderten die Anthropologie als Wissenschaft; 1918–24 erforschte M. Gusinde die Feuerlandindianer anthropologisch-ethnologisch. 1927 wurde das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Berlin gegründet. Die NS-Zeit und der Zweite Weltkrieg führten zu einem zeitweisen Niedergang des Fachs, der durch rassistischen Missbrauch gekennzeichnet war. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine neue Blüte der Paläanthropologie durch L. und M. Leakey, die 1948 Proconsul africanus entdeckten.


Der 1964 von L. Leakey und Koautoren beschriebene Homo habilis galt jahrzehntelang als ältester Mensch. Die Fortschritte der genetischen Methodik (z. B. Polymerase-Kettenreaktion) erlauben heute viel präzisere Aussagen zu verwandtschaftlichen Beziehungen von Menschenaffen, ausgestorbenen und rezenten Menschen und damit beispielsweise mit der Besiedlung der Kontinente auch zur Entstehung der Vielfalt verschiedener Menschenformen und ihrer Kulturen. Die seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bestehende Beziehung der Anthropologie und Humanbiologie zur Primatologie ist noch enger geworden.

Vergleichende Untersuchungen zur Kognitionsbiologie von Menschenaffen und zur Kommunikation haben z. B. neue Theorien der Evolution von Schrift- und Sprachvermögen oder auch zur materiellen Kultur von Menschenaffen hervorgebracht.


Philosophische Anthropologie


Die philosophische Anthropologie im engeren Sinn ist die systematische Erforschung und Beschreibung der Wesensmerkmale des Menschen; im weiteren Sinn umfasst sie die Geschichte der menschlichen Selbstdeutung von den Griechen bis heute. – Obwohl immer auch Thema der Philosophie, wurde der Mensch als Mensch erst spät ihr zentrales Objekt. Die antike Philosophie thematisierte ihn primär im Kontext einer kosmischen, die des Mittelalters innerhalb einer von Gott geschaffenen ›Ordnung‹. Zwar stellte die Neuzeit (seit R. Descartes) den Menschen auf sich selbst, indem sie die Subjektgebundenheit seiner Erkenntnis, seine moralische Autonomie (I. Kant), seine geschichtsformende Kraft (G. W. F. Hegel) entdeckte, deutete ihn aber letztlich als ›Subjekt‹ und ›Vernunftwesen‹. In seiner Besonderheit kam der Mensch v. a. mit L. Feuerbach, S. Kierkegaard, F. Nietzsche und anderen Lebensphilosophen in den Blick; er wird als konkret existierendes, Welt deutendes, selbstbezügliches sowie als auf sich zurückgeworfenes und endliches Wesen gedeutet.


Als Beginn der Anthropologie im Sinne einer philosophischen Disziplin kann das Jahr 1928 gelten, in dem sowohl M. Schelers ›Die Stellung des Menschen im Kosmos‹ als auch H. Plessners ›Die Stufen des Organischen und der Mensch‹ erschienen sind. Neu ist die Integration der empirischen Wissenschaften vom Menschen, die eine zunehmend antispekulative Tendenz mit sich brachte, wobei der Tier-Mensch-Vergleich fast durchgängig zum Ausgangspunkt genommen wurde, der Gott-Mensch-Vergleich dagegen fast völlig in den Hintergrund trat. An die Stelle von religiöser Anthropologie, Vernunftanthropologie und biologischer Anthropologie trat nun die Kulturanthropologie. In seiner ›Weltoffenheit‹, d. h. der durch den ›Geist‹ verbürgten Möglichkeit, sich von seiner Umwelt und Triebbestimmtheit zu distanzieren, erblickt Scheler die ›Sonderstellung‹ des Menschen. A. Gehlen definiert den Menschen (aufgrund seiner im Unterschied zum Tier zu beobachtenden Instinktreduktion) als Kultur produzierendes ›Mängelwesen‹.


Wie gehe ich mit all dem um?


In einer Zeit wachsender Bedrohung allen Lebens auf der Erde
durch eine synthetische Biologie, die sich anschickt,
die Gesetze von Schöpfung und Evolution schrankenlos an Interessen des Menschen anzupassen und sie menschlicher Schöpfer-Ambition unterzuordnen,
durch die - längst widerlegte - Vorstellung von der Vorhersehbarkeit und Beherrschbarkeit der Folgen biotechnologischer Eingriffe in die Natur, durch die globale Ausbreitung einer nach Gutdünken zu verwendenden Bioethik, die als ,Ethik der Interessen‘ bestrebt ist, die überlieferten Grenzen einer ,Ethik der Würde’ - also den Schutz des menschlichen Individuums zwischen seiner Zeugung und seinem Tod - aufzuheben und den Geltungsbereich der Menschenwürde an dessen Bewußtseinsfähigkeit zu knüpfen,
durch ein funktionalistisch geprägtes Menschenbild, das den Menschen in seiner biografischen und sozialen Existenz reduziert auf die Vorstellung vom Menschen als ,belebte Materie‘, die beliebig hergestellt, manipuliert, repariert und zerlegt werden kann, -mit all den absehbaren und unabsehbaren Folgen der Entmenschlichung und Entsolidarisierung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens,durch eine einseitige Bewertung alles Lebenden unter Nützlichkeitsaspekten und die zunehmende Verfügbarmachung und Aneignung aller Lebensformen für Wissenschafts- und Wirtschaftsinteressen,durch massive Bestrebungen der Industriegesellschaften, vermarktungsrelevante Gene von Pflanzen, Tieren und Menschen zu patentieren, sie damit durch Besitzmonopol der freien Nutzung durch die Menschheit zu entziehen und zur Ware zu machen,durch eine Ballung von Macht- und Kapitalzentren auf der ganzen Welt
war (und ist) es mir ein wichtiges Bedürfnis, nicht nur meinen Alltag zu regeln, sondern auch mir ein geistiges und geistliches Leben zu verschaffen.


Was das heißt?

Was das heißt?

Das heißt, mich u. a. mit Themen wie Religionswissenschaften, Philosophie, Psychologie, klassischer Astrologie, Esoterik und Spiritualität, Mensch, Natur und Technik konkret bis periphär zu befassen und meinem Leben eine spirituelle Richtung zu geben.


Religiosität


„Religiös“ ist jemand, dem etwas heilig ist.

Religiosität im 21. Jahrhundert? Was könnte das heißen?

Der Begriff „Religion“ kommt von lateinisch religio = Rückbindung.

Religiös ist ein Mensch, dem etwas heilig ist, der eine Rückbindung in Form eines Religions-, eines Menschen- und/oder eines Schöpfungsbildes hat.

Unsere abendländische Kultur ist eine Religionskultur; leider wird das zu häufig vergessen. In unseren Bibliotheken findet man genug Lesestoff zum Thema Mensch und Schöpfung. Nachlesen lohnt sich, „Frömmeln“ ist damit nicht gemeint. Möglichkeiten zum Austausch in Diskussion und Podiumsgespräch bietet die Kulturlandschaft reichlich. Eine Rückbindung zu haben, heißt keineswegs, dass man in die rückwärtige Richtung denkt.


Freude, Liebe, Licht und Kraft
wünscht allen Lesern

Bernd Schiele
Astromant

Wir lesen uns

Imprint

Text: @astromant
Publication Date: 01-26-2009

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Dir gewidmet, wenn Du das lesen magst!

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