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Die Rezeption des mythopoetischen Autors Robert Bly in der Sitcom „Home Improvement“ (1991-1999)

von Hendrik M. Bekker

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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1. Warum „Home Improvement“?

Tim Taylor, der Heimwerkerkönig. Die meisten dürften ihm schon einmal im Fernsehen begegnet sein. Dabei stellen Autoren wie Brett Mills die berechtigte Frage „Why Study Sitcom?“. Wieso gerade „Home Improvement“? Und seiner Antwort kann man dabei bedenkenlos zustimmen: Weil soviel in diesem Medium und seiner Rezeption enthalten ist. Es steckt hinter der vordergründig zur Unterhaltung dienenden Sendung weit mehr: Es geht um Meinungsbilder, Ansichten und Provokation, die präsentiert werden und teilweise zeitgenössisches Wissen voraussetzen wie bei „Home Improvement“ über die mythopoetische Bewegung. Dabei ist auch das Publikum der Sendung wichtig. Wie wird eine Folge aufgenommen? Wo provoziert sie? Was wird als anstößig empfunden oder warum nicht? Gerade bei „Home Improvement“ geht es um Fragen, die bis heute ein Publikum finden. Nicht umsonst wird die Serie auch im deutschen sowie amerikanischen Fernsehen immer wieder einmal neu ausgestrahlt und Tim Allen produziert momentan eine Sitcom mit ähnlichen Grundthemen. Ich werde mich mit der Rezeption von Robert Blys Werk in der Serie „Home Improvement“ in dieser Hausarbeit auseinandersetzen. Ausgehend von der gewollten Auseinandersetzung in der Serie zu Beginn 1991 möchte ich überprüfen, ob nach acht Staffeln im Jahre 1999 noch immer eine Rezeption des Buches in der Serie zu finden ist oder nicht. Die Serie „Home Improvement“ hat schließlich die bis 1999 längst abgeflaute mythopoetische Bewegung in den USA „überlebt“ und im Vergleich zur Bewegung nicht groß an Popularität eingebüßt.

Dabei werde ich die Rezeption bezogen auf Robert Blys Werk „Iron John“ in der amerikanischen Sitcom „Home Improvement“ überprüfen, da Bly als bekannter Vertreter der Mythopoeten zählt. Für diese Hausarbeit werde ich die erste und die letzte Folge der acht Jahre andauernden Serie im Hinblick auf ihre direkte oder indirekte Bly-Rezeption analysieren. Der Fokus wird dabei allerdings auf der letzten Folge der letzten Staffel liegen, da die Rezeption der ersten Folge bereits behandelt wurde in Andre Decherts Artikel „Family Man“. Die Quellenlage kann als gemischt betrachtet werden. Indirekt, zu Sitcoms und zum Bereich der visuellen Anthropologie, finden sich diverse Werke. Auch zum Männlichkeitsbild der USA finden sich mit Schwalbe, Kimmel und Griswold einige Sekundärautoren. Das Thema der Männlichkeit in der US- amerikanischen Gesellschaft ist ein ergiebigeres Feld für Sekundärliteratur, als es die Sitcom an sich ist. Die Primärquellen dieser Arbeit, die Serie „Home Improvement“ selbst sowie Robert Blys Buch sind beide leicht verfügbar, sein Buch „Iron John“ wurde sogar gute zehn Jahre nach der Erstauflage neu aufgelegt, was für eine gewisse verbleibende Popularität spricht.

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Text: (C) Alfred Bekker CASSIOPEIAPRESS
Images: Hendrik Bekker
Publication Date: 10-26-2014
ISBN: 978-3-7368-5085-9

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