Cover

Dämonen der Dämmerung

von Alfred Bekker & W. A. Hary

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 212 Taschenbuchseiten.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

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Prolog

Die Kugeln klatschten in seinen Körper, der davon hin und her geworfen wurde. Er starb, ehe er überhaupt begreifen konnte, wie ihm geschah.

Der Ort: Dallas!

Das Jahr: 1963!

Das Opfer: John F. Kennedy, seines Zeichens Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Täter: Lee Harvey Oswald.

Und niemand ahnte auch nur, dass dieser Vorgang nur eine Marke war in einem großangelegten Plan, dessen eigentliches Ziel erst Jahrzehnte später in greifbare Nähe rückte, nämlich im Anfang des 21. Jahrhunderts.

Die Urheber dieses Plans benannten ihr Ziel schlicht mit dem Codenamen "Stunde Null" – was nicht vermuten ließ, dass dabei die Welt aus den Angeln gehoben werden sollte...



1

28 Tage vor "Stunde Null"

Kloster Clairmont, Hauptsitz des Ordens vom Weißen Licht

Murphy fühlte, wie starke Hände ihn an den Schultern packten und niederdrückten.

Er stieß einen markerschütternden, fast tierischen Schrei aus. Seine Augen waren weit aufgerissen. Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Das Gesicht war totenblaß.

Mein Gott, in welchen Höllenalptraum bin ich hier nur geraten?, durchzuckte es ihn. Fetzen von Erinnerungen stiegen ihm auf.

Was ist geschehen?

Und was ist nur Ausgeburt meiner Fieberträume?

Murphy zitterte.

Er starrte in das Gesicht von Pater Domenicus.

Sein Schrei erstarb.

"Ganz ruhig", sagte Pater Domenicus. "Es ist alles in Ordnung, Bruder David."

David Murphy atmete tief durch. Er fühlte, wie sich der Griff der Hände an seinen Schultern etwas lockerte. Murphy sank zurück in die Kissen. Pater Domenicus wechselte einen sorgenvollen Blick mit den beiden Mönchen, die zusammen mit ihm versucht hatten, Murphy zu bändigen.

"Ihre Augen...", flüsterte Murphy. Sein Blick bohrte sich in die Augen des Paters.

Murphy erinnerte sich.

Sie waren gelb! Ich weiß es. Ich habe es gesehen, dieses nichtmenschliche Leuchten...

"Sie haben eine Menge mitgemacht, Bruder David."

Die beschwichtigenden Worte von Pater Domenicus hörte Murphy wie aus weiter Ferne.

Du befindest dich in der Abtei von Clairmont, dem Zentrum des Ordens vom Weißen Licht, und erholst dich von den Folgen eines Unfalls. Was ist nur mit mir geschehen? Irgendetwas hat sich verändert. Aber ich weiß nicht, was es ist. Was ist mit diesen Bildern in meinem Kopf? Sind es Erinnerungen oder Wahnvorstellungen?

"Sie haben phantasiert, Bruder David", erklärte einer der jüngeren Mönche. "Aber Ihr Zustand wird sich bald bessern..."

Und Pater Domenicus ergänzte: "Bruder Pierre ist Arzt."

Murphy nickte leicht.

Er schloss die Augen.

Wann hat das alles angefangen? Es muss einen Zeitpunkt gegeben haben, von dem ab nichts mehr so war wie zuvor. Pater Domenicus wandte sich an die beiden jüngeren Mönche und bedeutete ihnen mit ein paar Handzeichen, den Raum zu verlassen. Sie gehorchten widerspruchslos.

Dann wandte sich Pater Domenicus wieder an Murphy. Dieser Blick...

Was bedeutet er?

"Manches von dem, was Sie hinter sich haben, wird Ihnen jetzt wie das Überbleibsel eines furchtbaren Alptraums vorkommen", begann der Pater. "Träume erscheinen Ihnen wie Erinnerungen und Erinnerungen wie verblassende Träume... Vielleicht war das alles etwas zuviel für Sie...?"

Murphy studierte aufmerksam die Gesichtszüge seines Gegenübers.

Kann ich ihm trauen?

Kann ich mir selbst noch trauen?



2

14 Tage vor "Stunde Null"

St. Joseph’s Church, 432 Dexter Street, Newark, New Jersey, etwa 23.30 Uhr

"Hallo, ist da jemand?"

Reverend Martin Walker betrat die Kirche. Die schwere Holztür fiel hinter ihm ins Schloss.

Schatten tanzten an den Mauern.

Das Licht brannte, und Reverend Walker war sich ziemlich sicher, dass er es nicht angelassen hatte, als er am späten Nachmittag zum letzten Mal hier gewesen war. Die Tür war offen gewesen. Es hätte also jemand die Kirche in der Zwischenzeit betreten können. Warum auch nicht?, ging es Walker durch den Kopf.

Schließlich soll das Haus Gottes ja für jeden offenstehen. Aber um diese Zeit – das war ungewöhnlich.

Walker hörte ein Geräusch, das ihn förmlich zusammenzucken ließ. Es klang wie ein Schaben oder Kratzen...

Ratten? Nein, nur das nicht. Aber die Nächte werden jetzt kälter, da muss man mit derartigen Problemen rechnen. Das letzte Mal, dass der Kammerjäger in der St. Joseph’s Church hatte aktiv werden müssen, lag erst ein gutes halbes Jahr zurück.

Walker ging zum Altar.

Das Mondlicht fiel durch das hohe Kirchenfenster. Walker lauschte angestrengt.

Nichts.

Mach einfach das Licht aus und lass es auf sich beruhen. Er beobachtete einige Augenblicke lang die Schatten oben auf der Empore neben der Orgel.

Deine Fantasie spielt dir einen Streich. Wahrscheinlich bist doch du selbst es gewesen, der das Licht angelassen hat. Geh ins Bett und schlaf dich mal wieder richtig aus. Du kannst schließlich nicht 24 Stunden am Tag für deine Gemeinde da sein. Reverend Martin Walker hörte den Widerhall seiner eigenen Schritte, als er in Richtung Tür ging. Er verknotete nachlässig den Gürtel des Trenchcoats, den er übergeworfen hatte, bevor er aus dem nahen Pfarrhaus gekommen war.

Als er wieder ein schabendes Geräusch zu hören glaubte, blieb er direkt unter der Empore stehen, blickte hinauf und... Etwas fiel auf den Boden.

Wie Tropfen, dachte er, sah dann auf den Boden.

Maden!

Mindestens ein Dutzend und einige Exemplare von ungewöhnlicher Größe...

Der Reverend trat ein paar Schritte zurück, um sehen zu können, was sich oben, an der Empore, tat.

Eine plötzliche Bewegung bei den Schatten ließ ihn dann erstarren.

Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen.

ETWAS sprang über die Empore hinweg, direkt auf ihn zu. Eine Gestalt, dunkel wie ein Schatten.

Es ging so schnell, dass der Reverend nicht ausweichen konnte. Die Gestalt riss ihn zu Boden. Ein gurgelnder Laut drang an Walkers Ohren und ließ ihn bis ins Mark erschauern. Der Griff unsagbar kalter Hände raubte im den Atem. Er versuchte, die Kreatur von sich abzuschütteln, wollte schreien, sich wehren... Aber es war unmöglich.

Das letzte, was er wahrnahm, war dieser faulige Modergeruch. Der Gestank des Todes.


3

14 Tage vor "Stunde Null"

In der Abtei von Clairmont

Dunkle Schatten tanzten an der eiskalten Steinwand. Ein leichter Modergeruch erfüllte das Gewölbe. Fackelschein erhellte den Raum mit gerade einmal soviel Licht, um sich einigermaßen orientieren zu können.

David Murphy blieb unwillkürlich stehen, als er die hochaufragende, schattenhafte, in eine Mönchskutte gehüllte Gestalt sah.

"Kommen Sie ruhig näher, Bruder David", murmelte eine Stimme, die kaum mehr als ein Wispern war.

Zögernd folgte Murphy dieser Aufforderung.

"Meister Darenius?", fragte er.

Der schattenhaft wirkende Kuttenträger bewegte sich. Er hob den Kopf. Dem Licht der Fackeln gelang es nicht, die Finsternis zu erhellen, die unter der Kapuze herrschte. Nichts schien dort zu sein. Nichts - außer zwei grellweiß leuchtenden Ovalen. Augen, dachte Murphy.

"Ich habe Sie erwartet, Bruder David", erklärte der Mann, den Murphy mit 'Bruder Darenius' angeredet hatte. So lange bist du nun schon Angehöriger des Ordens vom Weißen Licht, ging es ihm durch den Kopf. Und so oft schon warst du hier, in der Abtei von Clairmont, mitten in der einsamen Wildnis der Pyrenäen gelegen. Aber noch nie warst du hier unten, so tief in den Gewölben unter der Abtei.

Der Fels, auf dem das uralte Kloster stand, in dem sich das Zentrum des Ordens jener Aufrechten befand, die sich dem Kampf gegen die Mächte der Finsternis verschrieben hatten, war durchzogen von zahllosen Gängen und Kellern. Über Jahrtausende hinweg waren sie entstanden.

Manche durch Menschenhand, andere durch den Weg, den das Wasser nahm, wenn es nach dem Regen auf die Oberfläche traf, um sich dann einen schnellstmöglichen Weg in die Tiefe zu suchen. Das System der künstlichen Gänge war mit einem weitverzweigten Höhlensystem verbunden. Wahrscheinlich war dies bereits in prähistorischer Zeit ein besonderer Ort gewesen. Verflucht oder heilig oder beides.

Meister Darenius stand regungslos da.

Die eigenartig glühenden Augen starrten Murphy an. Murphy trug in diesem Moment die einfache Kutte eines Mönchs.

Er hatte die Hände in den weiten Ärmeln des Gewandes verborgen, die Kapuze war zurückgeschlagen, so dass der matte Schein der Fackeln auf sein Gesicht fiel. Das weiche Licht milderte den Rotstich in seinen Haaren.

"Große Dinge stehen bevor", sagte Meister Darenius. "Dinge außerhalb jedes menschlichen Verständnisses. Unsere alten Feinde, die Dämonen der Dämmerung, sind stärker denn je bemüht, ihren Herrschaftsbereich auszudehnen..."

"Ja, ich weiß, Meister", murmelte Murphy. Noch immer versuchte er, die Finsternis unter der Kapuze seines Gegenübers zu ergründen. Aber es gelang ihm nicht. Diese Augen! durchfuhr es ihn. Mit was für einem Wesen habe ich es hier zu tun?

"Zermartern Sie Ihr Hirn nicht mit Fragen, die sich Ihnen dereinst wie ganz von selbst beantworten können", sagte Meister Darenius.

"Sie können meine Gedanken lesen?"

"Ich schaue in Ihre Seele, Bruder David." In diesem Moment hatte Murphy das Gefühl, als ob ihn etwas im tiefsten Inneren berührte, sein Bewusstsein streifte. Die Ahnung eines fremden Gedankens.

Mehr war es nicht.

Was hast du nicht alles für Legenden über Meister Darenius gehört?, ging es Murphy durch den Kopf.

Selbst im Orden vom Weißen Licht wussten viele nichts über ihn, andere murmelten seinen Namen hinter vorgehaltener Hand und mit einer Mischung aus Furcht und Ehrfurcht.

"Pater Domenicus wird Sie nach New York schicken", erklärte Darenius.

"Er hat davon noch nichts erwähnt."

"Dann wird er es bald tun. Dort, auf der anderen Seite des Atlantiks, ist etwas geschehen, was uns alle aufs höchste beunruhigen sollte..."

"Was?"

"Eine Erschütterung der kosmischen Kraftlinien, eine Verdrehung der metamagischen Schwingungen. Ich habe noch keine exakte Vorstellung. Aber all das, was ich weiß, werde ich Ihnen gern mitteilen. - Doch zuvor möchte Ihnen dies geben..." Meister Darenius nahm die Hände auseinander.

Unter dem linken Kuttenärmel kam etwas zum Vorschein, das im Licht der Fackeln glänzte.

Eine messingfarbene Dose.

Der Deckel war aus einem elfenbeinfarbenen Material, in das ein kompliziertes magisches Symbol eingraviert war. (Murphy glaubte, es im Verlauf seiner okkulten Studien einmal gesehen zu haben. Wahrscheinlich in dem Band ZEICHEN DER GEHEIMEN MACHT des ungarischen Geistersehers Ferenz von Borsody - aber da war sich Murphy nicht ganz sicher.)

"Was ist das?", fragte er.

"Das Salz des Lebens", erwiderte Meister Darenius. Ein leichter Druck der Daumenkuppe an eine bestimmte Stelle der kleinen, sehr kunstvoll gefertigten Dose, sorgte dafür, dass der Deckel aufsprang.

Der Inhalt bestand aus winzigen, weiß leuchtenden Kristallen. Ein Unwissender hätte es für ein Fluoreszenz-Phänomen halten können.

Mein Gott, dieses Leuchten!, durchfuhr es Murphy. Es gleicht dem in den Augen des Meisters!

"So ist es", antwortete Darenius auf diese nie laut gestellte Frage.

Murphy erschrak.

Ein Augenblick des Schweigens entstand. Es herrschte absolute Stille, abgesehen vom fernen Echo des von der Gewölbedecke tropfenden Grundwassers.

"Sie haben vom Salz des Leben gehört."

Es war keine Frage, was über Darenius‘ Lippen kam. Es war nicht mehr und nicht weniger als eine schlichte Feststellung. David Murphy nickte.

"Ja."

"Und Sie wissen, wann es anzuwenden und was damit zu tun ist."

"Ja."

"Sie werden es nicht unbedacht einsetzen."

"Natürlich nicht. Ich bin mir der Gefahren sehr wohl bewusst."

"Dann ist es gut. Aber bedenken Sie eines: Die Folgen der Einnahme sind nicht zu kalkulieren. Mit Hilfe des Salzes vermag ein starker Geist eventuell sogar Raum, Zeit, die Dimensionen zu überwinden. Aber er mag ebenso leicht dem Wahnsinn verfallen, einer ewigen Hölle aus quälenden Visionen..." Meister Darenius machte eine kurze Pause, ehe er fortfuhr: "Ihnen muß klar sein, dass für Sie nichts mehr so sein wird wie zuvor, wenn Sie das Salz zum ersten Mal genommen haben..."

David Murphy hob die Augenbrauen.

"Sie gehen davon aus, dass es notwendig sein wird, Meister Darenius?"

Der Kuttenträger antwortete nicht. Seine glühenden Augen schauten Murphy unverwandt an.

Weißes Licht, das unserem Orden seinen Namen gab, dachte der Dämonenjäger schaudernd.

Er war jetzt so nahe an Murphy herangetreten, dass dieser die Pupillen erkennen konnte.

Grellweiße Pupillen in einem grellweißen Auge... Wäre da nicht dieses unheimliche Leuchten gewesen, Murphy hätte diesen Anblick unwillkürlich mit Blindheit assoziiert. Aber dieser Bezug drängte sich ihm in keiner Weise auf. Eher im Gegenteil.

Er hatte das Gefühl, jemanden vor sich zu haben, der in Regionen sehen konnte, die Murphy bislang verschlossen gewesen waren.

...und es vielleicht auch bleiben sollten! ergänzte Murphy in Gedanken.

"Ich sehe Ihre Angst, Bruder David", sagte Meister Darenius.

"Sie ist berechtigt. Aber Sie werden sich als würdig erweisen..."

"Wenn Sie meinen."

"Haben Sie schon einmal den Namen Jan Jacob Tinnbergen gehört, Bruder David?"

"Nein."

"Ein dänisch-deutscher Okkultist, 1748 geboren, Verfasser des Buches VON DEN DÄMONEN DER DÄMMERUNG..."

"Es steht nicht in der Bibliothek unseres Ordens."

"Nein, Bruder David. Das kommt daher, dass kein Exemplar dieses Buches mehr existiert. Alles, was uns geblieben ist, sind die raren Zitate, die Hermann von Schlichten mehr als hundert Jahre später in seine ABSONDERLICHEN KULTE übernahm.

Tinnbergen verschwand 1799 unter mysteriösen Umständen. Zuvor hatte er an der Seite George Washingtons im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft und war zum geheimen okkulten Berater des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten geworden. Ich werde Ihnen jetzt alles über Tinnbergen erzählen, was dem Orden vom Weißen Licht bekannt ist..."


4

13 Tage vor "Stunde Null"

New York City

Die Stimmen klangen durch den frühherbstlichen Nebel wie aus weiter Ferne, und sie wirkten beunruhigend.

Wortfetzen von wenigen Frühaufstehern sowie

Übriggebliebenen der vergangenen Nacht, die sich auf ihren einsamen Wegen nach Hause verirrten.

Es wurde wirklich kälter. Der Sommer war dabei, die Hufe zu strecken, und immer öfter blieb es bis in die Vormittagsstunden frisch.

Nebelschwaden waberten von den Piers am East River und am Hudson herauf und drängten sich zwischen den Häuserschluchten hindurch. Wie formlose, tentakelbewehrte Ungeheuer, die alles umschlangen und für die es kein Hindernis gab.

Es graute.

Der Morgen.

Ein Mann stand an der Hauswand zwischen dem bereits vor einigen Jahren geschlossenen Kino und dem Coffee Shop, der erst in einer Stunde öffnen würde. Der Mann stand bewegungslos da, ein Schatten unter Schatten, nicht eine einzige Bewegung in der letzten halben Stunde. Fast konnte man glauben, dass er an der Hauswand festgewachsen war, von der der Putz bereits herunterbröckelte. Von der ursprünglichen Farbe war so gut wie nichts mehr zu sehen. Ein paar Sprayer hatten dieses optische Vakuum ausgefüllt.

YOUR ARE AT HELL’S GATE hatte einer in verschnörkelten Buchstaben dorthin geschrieben.

Wenn man etwas näher herantrat, konnte man sehen, dass jeder dieser Buchstaben Dutzende von Augen und zahnbewehrten Mäulern besaß.

Kleine, fratzenhafte Miniaturen, die wie eine modernisierte Form kirchlicher Gargoyles wirkten.

Der Mann trug einen fleckigen Trenchcoat und einen schwarzen Hut, der irgendwie nicht dazu passte. Ein flüchtiger Beobachter hätte den Mann für einen Obdachlosen gehalten. Nur dieser Hut.

Und der schwarzweiße Kragen, der unter dem Mantel hervorschaute.

Er sah aus wie...

...der Kragen eines Reverends.

Den Hut trug er tief in die Stirn gezogen. Der Schatten seiner Krempe ließ das Gesicht im Dunkeln.

Eine Wolke kondensierten Atems umgab ihn. Seine Hände waren in den Manteltaschen vergraben und die Schultern leicht hochgezogen.

Ein Mann eben, der die unangenehme Morgenkühle gelassen über sich ergehen lassen musste, weil die Gemeinschaft der einigermaßen Wohlhabenden ihn vielleicht ausgespuckt hatte wie ein faules Apfelstück aus dem bürgerlichen American Pie. Als er den Kopf zur Seite wandte, wurde im Dämmerlicht sein Gesicht zumindest in Konturen sichtbar.

Seine Augen blieben im Schatten. Die Nase war kantig, dünn seine Lippen, wie zusammengepresst. Keine Barthaare am Kinn. Glattrasiert.

Wie in Stein gemeißelt, fast leblos.

Hätte nicht eine der Halsschlagadern äußerst lebendig pulsiert, man hätte annehmen können, dass dieses wächsern wirkende Gesicht zu einem Toten gehören musste.

Die aufgeregten Stimmen vom anderen Ende der Straße waren verstummt. Eben noch klappte eine hastig geschlossene Autotür, und einige Sekunden später quietschten Reifen.

Der Mann mit dem Trenchcoat blickte auf.

Die kantigen Nasenflügel zuckten, als er hastig ein-und ausatmete. Mehrmals blähten sich die Nasenflügel, als würde wie bei einem Tier Witterung aufgenommen werden. Der Mann mit dem Hut zog sich noch einen halben Meter weiter in den Schatten zurück, dorthin, wo ihn das Licht der Neonlampen nicht mehr erreichte. Er verschmolz mit der Dämmerung, als wäre er ein Teil von ihr.

Eine gnädige Dämmerung.

Denn auf diese Weise blieben die Maden und Würmer unsichtbar, die jetzt aus seinem Hemdkragen hervorkrochen. WARTEN, dachte er. WARTEN... WARTEN...

HUNGER...

TÖTEN...

Er zog eine seiner Hände aus der Trenchcoat-Tasche heraus. Den bestialischen Gestank nach Fäulnis und Verwesung, der sich jetzt ausbreitete, nahm er nicht wahr.

Die Hand war blauweiß und wirkte beinahe mumienhaft. Wie Pergament spannte sich die Haut um die deutlich hervortretenden Knochen. Fleisch war nur am Handballen in nennenswerter Stärke vorhanden.

Genau dort befand sich ein dunkles, nekröses Loch in der Haut. ETWAS bewegte sich darin.

Eine Schwall von Maden und Würmern begann, aus dem Loch herauszukriechen, über die Hand, die Finger, den fleckigen Trenchcoatärmel. Dutzende von ihnen fielen einfach zu Boden. ES WIRD ZEIT...

ES WIRD WIEDER ZEIT...

Ein unruhiges Zucken machte sich im Gesicht des Mannes bemerkbar. Und auch dort platzte jetzt eine Stelle auf. Mit einer raschen, erschrockenen Bewegung ließ der Mann die Hand hochfahren, presste sie sich gegen die Wange.

TÖTEN...

NEUE KRAFT...

WARTEN.


5

Der Mann im Schatten des aufgegebenen Kinos atmete ruhig. Er hielt die Augen geschlossen und lauschte tief in sich hinein. Die Straße war jetzt menschenleer.

Nur am Ende der Straße beschleunigte ein Wagen mit durchdrehenden Reifen in einer Einfahrt, als hätte der Fahrer den Teufel persönlich im Nacken.

Ein Müllwagen kam um die Ecke und rammte beinahe den alten Ford, der mit viel zu hoher Geschwindigkeit dort auf die Straße herausschoss.

Der Ford schwenkte zur Seite, wich dem Müllwagen in letzter Sekunde aus. Eine Abzweigung später bog er wieder ab. Der Müllwagen fuhr Richtung Kino, doch der Mann mit dem Trenchcoat im Schatten des Eingangsportals war verschwunden. Irgendwo klapperten die Absätze hoher Schuhe.

Plötzlich tauchte der alte Ford wieder auf; er hatte den Block in einer unverschämt kurzen Zeit umrundet.

Wieso war er überhaupt wieder da – wenn er es so eilig hatte, von hier wegzukommen, wie sein Fahrstil vermuten ließ?

Das Geräusch der klackernden Absätze wurde einige Sekunden lang durch den aufheulenden Ford-Motor übertönt.

Die junge Frau war an dem Müllwagen bereits vorbei, als sie sich hastig umdrehte und gerade rechtzeitig mitbekam, wie der alte Ford wieder aus der Seitenstraße auftauchte und in der Nähe des Müllwagens bremste.

Ihretwegen gar?

Man kann nie wissen, in dieser Stadt, in diesen gefährlichen Zeiten, in einer Seitenstraße wie dieser gar...!

Einen kurzen Moment blieb sie noch unentschlossen stehen, dann lief sie weiter, stetig beschleunigend. An der Ecke begann die Hauptstraße, mit mehr Verkehr und möglicherweise einigen Leuten, die sie um Hilfe bitten konnte.

Hoffentlich!

Ihr Atem ging stoßweise.

Während sie sich weiter von dem Müllwagen und dem Ford entfernte, überlegte sie, ob es nicht besser wäre, die hochhackigen Pumps auszuziehen, um schneller laufen zu können. Mit dem Mann in dem Wagen war gewiss nicht zu spaßen – so, wie der sich benahm

-, besonders dann nicht, wenn er mehr als nur einige Gläser hochprozentigen Alkohol zuviel getrunken hatte, und das war für sie in diesem Moment ziemlich sicher.

Kaum war sie in Höhe des verlassenen Kinos, brach einer ihrer Absätze, gleichzeitig heulte hinter ihr der Motor des alten Fords laut auf, und das Brummen des Müllwagens wurde endlich leiser, weil er sich um die nächste Straßenecke entfernt hatte. Wieso reagierte der Müllwagenfahrer eigentlich überhaupt nicht auf die Szene?

Typisch für diese Stadt, für diese Bewohner. Alles Verlorene. Wie ich?

Die Frau humpelte mit rasendem Herzen die ausgetretenen Stufen zur Hauswand hoch; gleich dahinter befanden sich die mit Brettern vernagelten Kassenhäuschen.

Der Putz fühlte sich feucht an.

Die Frau kümmerte das jetzt wenig. Entschlossen brach sie auch den Absatz des anderen Schuhs ab und warf ihn achtlos fort. Ein streunender Mischling würde ihn nicht einmal zwanzig Minuten später finden und wegen des intensiven Menschengeruchs, der ihn an die Zeit erinnerte, als er noch mit Herrchen und Frauchen in einem der großzügigen Apartments mit kleinem Vorgarten keine drei Blocks von hier gewohnt hatte, erst einmal in der Schnauze tragen bis zu dem feuchten Kellerversteck, wo er ihn wie einen Knochen vergraben und damit die späteren Spurensuche der örtlichen Polizei vor nur eines von vielen Rätsel stellen würde... Der Ford raste die Straße hinunter, bog diesmal richtig ab – bloß weg von hier! – und eilte weiter.

Sein Fahrer hatte die junge Frau noch nicht einmal bemerkt. Er hatte ganz andere Sorgen.

Er dachte an eine andere Frau – namens Jessica. Nur ganz kurz. Dann brüllte er auf, als habe ihm jemand ein Messer in den Rücken gestoßen, und dachte an eine dritte Frau – oder an das, was von dieser übriggeblieben war – und an deren letzten Worte. Er gab Gas und fuhr viel zu schnell. Bloß weg von hier, bloß weg...

Doch auch die junge Frau mit den langen, blonden Haaren und dem viel zu kurzen Mantel, die ihn völlig zu Unrecht verdächtigt hatte, es auf sie abgesehen zu haben, war einen Häuserblock von der Hauptstraße entfernt plötzlich verschwunden.

In einer schmalen Gasse, die die beiden Häuser trennte, tief im Dunkeln, denn die schwache Morgendämmerung reichte nicht bis zum Boden der Gasse.

Sie war dort weder zu sehen, noch zu hören.

Bis ihr Schreien begann.

Laut und grässlich.

Und irgendwann, als es auch dem abgebrühtesten Bewohner zuviel wurde, gingen Lichter in den Fenstern an und Köpfe starrten angestrengt in das Dunkel der Gasse und Stimmen meckerten schlaftrunken und drohten mit der Polizei, doch das Schreien wollte nicht aufhören, wollte einfach nicht verstummen, wurde sogar lauter in der engen Gasse, bis die ersten Köpfe sich wieder zurückzogen und die ersten Fenster sich schlossen.

Schließlich war das da unten in der Gasse nicht ihr Problem. Vielleicht ein oder zwei Unverdrossene griffen vielleicht zum Telefon und wählten 911, um damit ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Vielleicht hockten sie auch dicht beim Fenster und überlegten, ob sie weiter eingreifen sollten, und tief in ihrem Herzen hofften sie, dass das unmenschliche Schreien doch aufhören mochte und ihren Einsatz damit überflüssig machte.

Tatsächlich hörte in diesem Augenblick das Kreischen abrupt auf.

Wie abgewürgt!

Die noch an den Fenstern ausharrenden Männer (eine sich ängstigende Frau in seinem Rücken muntert einen nicht gerade auf, aktiv ins Geschehen einzugreifen) atmeten befreit auf. Doch es war noch nicht zu Ende: Die Stimme in der Gasse fing an zu blubbern.

Man spürte förmlich die Anstrengung, unter der sie versuchte, Töne mit dem geschundenen Mund zu erzeugen, der teilweise zugestopft war mit den noch dampfenden Innereien, die später als Dickdarm und Teile der Leber identifiziert wurden. Die vormals kreischende Stimme erweckte ganz den Eindruck, als würde sie sich immer noch vehement zur Wehr setzen, und das war das wirklich Erstaunliche, wenn man in Betracht zog, dass nicht nur die Eingeweide ihren angestammten Platz verlassen hatten, sondern auch die Zunge des Opfers nicht mehr vollständig war und Blut in Strömen floss.

Es sollte wirklich entsetzlich lange dauern, bis das Gurgeln und Stöhnen aufhörte. Später, als die Polizei die Bewohner der umliegenden Häuser befragte, behauptete der eine oder andere Anwohner, nichts gehört zu haben (mit einem einfältigen Grinsen im Gesicht).

Aber das konnte eigentlich nicht einmal dann stimmen, wenn sich die Betreffenden die Zeigefinger beider Hände mit aller Kraft tief in die Ohren gesteckt hatten, um endlich Ruhe zu haben vor dem unmenschlichen Klagen aus der Dunkelheit der Gasse, das nur vorübergehend abgerissen war, um hernach jenem grausigen Gurgeln und Stöhnen Platz zu machen...


6

Der Mann im Trenchcoat betrachtete seine Hände. Das Blut tropfte von ihnen herab auf den Asphalt.

Der Saft des Lebens.

Die Gestalt vollführte eine ruckartige Bewegung mit dem Kopf. Die Stimmen. So viele Stimmen. Die Sirenen... Nur die Schreie, die sind verstummt.

Spürst du sie, die Kraft?

JA.

Der Mann hatte die Hauswand erreicht, stand jetzt vollkommen im Schatten. Die Stimmen und Sirenen wurden lauter. Der Mann preßte sich gegen die Wand, ließ dann die Hände am kalten Stein entlang gleiten.

ZEICHEN...

Wie automatisch bewegten sich die blutigen Finger über den Stein. Eigenartig verschlungene Formen entstanden. ZEICHEN.

ZEICHEN DER MACHT.

ZEICHEN, DIE DU FÜRCHTEN SOLLTEST, WENN DU DIESEN ORT BETRITTST...

Der Mann im Trenchcoat hielt inne, blickte hinter sich, auf das Bild des Grauens, das er hinterlassen hatte. Blutiges Fleisch lag an verschiedenen Stellen auf dem Asphalt.

DU MUSST GEHEN...

SCHNELL!


7

13 Tage vor "Stunde Null"

am selben Morgen, in derselben Stadt

"Special Agent Smith John vom FBI-Field Office New York, dies ist mein Kollege Special Agent Leslie Weiser", sagte John. Es war noch verdammt früh, selbst für ihn, aber er wirkte dennoch ausgeschlafen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Ken Petrosian, das hohe Tier aus Washington im Rang eines Special Agent in Charge, musterte ihn kurz. Dann nickte er ihm zu. Er deutete auf die schlichten Ledersessel in seinem Besprechungszimmer.

"Dann setzen Sie sich, Mr. Smith."

"Mr. John", korrigierte John. "Ich heiße Smith John - nicht John Smith."

"Ach..."

"Sie sind nicht der erste, der damit Schwierigkeiten hat." Petrosians Gesicht wirkte so faltig und ungesund wie ein zerknittertes Hemd mit Grauschleier. Vor allem war es vollkommen regungslos.

"Das ist Amerika!", sagte er dann. "Da hat jeder die Möglichkeit, sein Kind zu nennen, wie es ihm Spaß macht."

"Nur die Kinder - die fragt keiner."

"Sagen Sie bloß, Sie hätten lieber John Smith geheißen?" Smith John zuckte die Achseln.

"Jedenfalls hätte ich dann wesentlich weniger zu erklären, wenn ich mich irgendwo vorstelle."

"Du Ärmster!", stichelte indessen Leslie Weiser, sein Partner. Nicht unbedingt sein Freund, nur sein Partner. Aber auf dienstlicher Ebene kamen sie ganz gut miteinander klar. Leslie Weiser war 34 Jahre alt, hatte einen Kurzhaarschnitt, der Weisers Haare wie einen von der Sonne verbranntes Stück englischen Rasens wirken ließ. Smith John war zehn Jahre älter, im Gegensatz zu seinem Partner verheiratet, hatte zwei Kinder und ein Haus in einem der nördlichen Außenbezirke von Yonkers. Smith Johns Haare waren dunkel und hier und da schon von Grau durchwirkt. Die kräftigen, wie Schlangenlinien geformten Augenbrauen ließen die in tiefen Höhlen liegenden grünen Augen düster erscheinen.

Jedenfalls konnte man sich auf Leslie Weiser verlassen. Er hatte gute Reflexe und noch bessere Ergebnisse auf dem Schießstand. Wenn er seine SIG Sauer P226 aus dem Schulterholster herausstieß und abdrückte, dann konnte man davon ausgehen, dass er auch traf.

Eine Art zusätzlicher Lebensversicherung für einen FBI-Agenten. Jedenfalls sah Smith John das so.

Mal davon abgesehen, dass sie sich gegenseitig ihr Leben anvertrauten, hatten die beiden Männer kaum etwas gemeinsam. Vielleicht noch die Tatsache, dass ihre dienstlichen Beurteilungen hervorragend waren.

Und dass sie diskret waren.

Diskret und verschwiegen über das Maß hinaus, das man von einem Angehörigen der Bundespolizei ohnehin erwartete. Aber Vorschriften und Praxis waren schon immer zwei verschiedene Paar Schuhe.

Doch auf John und Weiser konnte man sich verlassen. In jeder Beziehung, vor allem in der, dass sie die Klappe hielten und psychisch stabil waren. Zwei Agenten für besondere Aufgaben also. Petrosian musterte sie beide einen Augenblick lang schweigend.

"Wollen Sie Kaffee?", fragte er.

"Nein", sagte John.

"Ich auch nicht", ergänzte Weiser einen Augenblick später.

"Gut, dann kommen wir gleich zum Kern. Die Sache, um die es geht, ist sehr heikel. Es wissen nur eine Handvoll Leute in Washington davon, und ich möchte nicht, dass sich diese Zahl unnötigerweise erhöht."

"Ehrensache!", meinte Leslie Weiser und grinste dabei. Petrosians eisiger Gesichtsausdruck ließ dieses Grinsen in Sekundenschnelle ersterben.

Eine Erinnerung stieg in Smith John auf.

Diese Falten...

Nur die Kleidung war anders gewesen, damals...

Keine Krawatte, kein metallic-blauer Anzug, der den Eindruck der Farblosigkeit noch verstärkte.

Dafür tiefes Schwarz, nur am Hals ein schmaler, weißer Streifen.

DER REVEREND.

Smith John zuckte zusammen, versuchte die Erinnerung an dieses andere, faltige, graue, eingefallene und irgendwie TOT

wirkende Gesicht zu verdrängen. Er versuchte, es zu verscheuchen wie ein lästiges Insekt. Aber so einfach war das nicht mit diesen Schatten aus der Vergangenheit. Sie kamen, hafteten an einem wie Kletten und verfolgen einen ohne Erbarmen.

Bessere Menschenjäger als jeder Ermittler des FBI. Unfehlbare Verfolger.

Ein Frösteln überkam Smith.

NEIN, NICHT...

Er schloss die Augen, weil er dachte, dass das Gesicht des Reverend dann vielleicht verschwinden würde. Aber es verschwand nicht.

Es verzog sich eigenartig, verzerrte sich zu einer Maske. Die Augen traten aus den Höhlen, der Mund war weit aufgerissen, schrie Worte heraus.

VERDAMMT, HÖRT DAS DENN NIEMALS AUF?

Die Stimme des Special Agent in Charge riss Smith John aus seinen Gedanken heraus.

"Es geht um einen Mann namens David Murphy", sagte Petrosian und kratzte sich dabei an seinem Ohrläppchen. Er deutete auf eine Mappe, die vor ihm auf dem Schreibtisch lag, und öffnete sie. "Ich habe hier ein Dossier über diesen Murphy." Smith John sah das bärtige Gesicht eines korpulenten Mannes. Seine Haare hatten einen deutlichen Rotstich.

Petrosian sagte: "Die Regierung hat bereits mit diesem Mann zusammengearbeitet, wenn es um... sagen wir ungewöhnliche Fälle ging."

"Was meinen Sie damit?", hakte Leslie Weiser nach. Petrosian wandte den Kopf in seine Richtung.

Keine einzige auch noch so kleine Regung in diesem Relief grauer Falten verriet, was dieser Mann im Augenblick dachte. Petrosian, das klingt armenisch, dachte Smith John. Vermutlich war der Special Agent in Charge armenischer Abstammung. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts waren viele Armenier in den Big Apple gekommen. Diejenigen, die dem Völkermord der Türken von 1915 entgangen waren. In den 1990er Jahren, nach dem Ende der Sowjetunion, war dann eine erneute Welle armenischer Einwanderer gekommen.

Petrosian.

Klang so ähnlich wie Petrus.

Eine Name, den der Reverend oft erwähnt

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Text: (C) ALFRED BEKKER CASSIOPEIAPRESS
Images: Steve Mayer
Publication Date: 01-22-2015
ISBN: 978-3-7368-7305-6

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