Cover

 

 

 

 

 

ODEGRAVE

 

 

 

 

Chegámos de Almada
para esta pousada
tão bem situada
ao lado da estrada

Mas não faz uma ronda
com rapariga formosa
num carro de Honda
é tão perigosa

E não perca a chave
nos bares de Odegrave
alí ha alemães
que gostam dos cães.


 

 

 

 

 

 

 

 

ODEGRAVE

 

 

 

 

Schon bald nach Almada
kam jene Pousada,
so stattlich gelegen
an staubigen Wegen.

Nur laß diese Runde
mit touristischen Damen
entlang der Rotunde.
Sie schadet dem Namen.

Und mach dich recht rar
an der örtlichen Bar,
denn den Deutschen von dort
folgen Hunde vom Ort.


 

 

 

Epilog




In einer Küstenherberge (pousada) des portugiesischen Alentejo hatte der Dschauli gut eine Woche zugebracht, so daß er sich am Schluß zu einem Eintrag in das ausgelegte Gästebuch genötigt sah. Das deutsche Poem zum portugiesischen "Original" weist ebenfalls Reimstellen auf, ist somit keine wörtliche Übersetzung. Ein "Honda-Auto" kommt nur in der portugiesischen Version vor.

Es soll darin zum Ausdruck gebracht werden, daß man in "Odegrave" (Phantasiename) mit den "Raparigas" (denglisch: "Girlies") tunlichst nicht durch den im Ortszentrum gelegenen Verkehrskreisel gondeln sollte. Mit einem Honda-Karren sowieso nicht! Irgendwie zu gefährlich!

Außerdem hängen in der örtlichen Bar gegen Schluß nur noch ein paar Schluckspechte ab, die sich nicht nur mit "Superbock" zugießen, während sich ihre miteingeflogenen Hunde mit portugiesischen Kötern paaren. Eigentlich wollte der örtliche Barinhaber den Laden für diesen Abend schon längst dichtmachen. Das jedoch hätte für ihn  Umsatzverzicht bedeutet. Also durfte die Runde bei ihm weiterbechern.

Einer dieser Deutschen "outete" sich als Portugiese von Geburt. Das Dorf seiner Kindheit, welches er von Zeit zu Zeit aufsuchte, befindet sich cirka zwanzig Kilometer nordöstlich von dieser Kneipe - im hügeligen Hinterland der Küste.  Von dort hatte er einen Hund nach Deutschland exportiert. Eine schwäbische Kleinstadt - Saulgau oder so - war ihm nämlich sehr früh schon zur zweiten Heimat geworden. Dort, im Schwabenlande also, hatte er sich irgendwann einen weiteren Hund beschafft. Beide nahm er sodann in den Urlaub nach Portugal mit.

Während sein schwäbischer Kläffer nur Deutsch verstand, wußte er seinen ruhiger gearteten portugiesischen Hund sowohl in deutscher als auch in portugiesischer Sprache zu befehligen. Und das Vieh hatte tatsächlich alles und jedes ausnahmslos "geschnallt" und "stante pede" auch befolgt. Nichts ignoriert! 

 

Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich die Regel:

Das an diesem späten Abend am Biertisch energisch befehligte Paarungsverbot seines Herren

 

Nãonãonão!!!

Nacho!!! nãonãonão!!!

Nooii, Nei-ein hab I gsagt!

NAACHOOOO!

Braffr Hundt!

Nãonãonão!!!

 

 

ging dem Rüden dann doch an der Hüfte vorbei. Und das in aller Seelenruhe. Er hatte seinem Tier  nicht umsonst den Namen NACHO verpaßt. Deutsche Aussprache: "NASCHU".

 

 


Imprint

Text: Zoe Alexandra (flickr)Textfotos (nicht kommerzielle Nutzung unter Namensnennung möglich): Bild S. 6: Erik Cleves Kristensen (flickr)Bild S. 8: Little O2 (flickr)Bild S.11: Renata F. Oliveira(flickr)Bild S.12: Renata F. Oliveira (flickr);
Images: PIXABAY: Abb. Hund. FLICKR (Non-commercial use allowed by name): Bild S. 5: Erik Cleves Kristensen; Bild S. 8-9: Little O2; Bild S. 9 -10: Renata F. Oliveira
Cover: Zoe Alexandra von FLICKR (Non-commercial use allowed by name)
Publication Date: 04-23-2010

All Rights Reserved

Dedication:
Es war einmal ein anderes Bookrix. Das stellte seinen Autoren eine umfangreiche Palette an Schriften zur Verfügung. Dies sowohl bei der Gestaltung des Buchinhaltes als auch beim Buchdeckel-Design . Das Cover dieses Buches steht mit seiner Schriftart als Exempel dafür. Dann aber kam es zu jenem unseligen Relaunch. Ergebnis: Je aufwendiger man grafisch gestaltet hatte, um so schlimmer die Layout-verwurstelung. Auch dieses Cover hat es hierbei erwischt.

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