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Das Geheimnis ist die persönliche Kraft


Im griechischen Perseus-Mythos tötet Perseus die Medusa, eine der drei Gorgonen Schwestern, indem er ihr den Kopf abschlägt. Daraufhin springt Pegasus aus der Wunde. Er ist die Seele der Medusa oder ihr Kind, da sie zu dem Zeitpunkt von dem Gott Poseidon schwanger ist.
Das göttliche Flügelpferd wird gern als Symbol für die Gedanken beflügelnde Inspiration von Dichtern, Künst­lern und Wissenschaftlern benutzt: Denn mit seinen Hu­fen schlägt Pegasus Quellen frischen Wassers aus Stein und trägt den Helden Bellerophontes durch dessen Abenteuer.
Die mächtigen drei Gorgonen: Medusa - die Listige, Stheno - die Starke und Euryale - die Weitspringende, tragen rot bemalte Masken (Gorgoneions) und Schlan­genhaare. Es sind Priesterinnen der Dreigestaltigen Göttin, die sehen wollen wie alle Heuchler vor Wut tan­zen.
Dieser Mythos und andere Mythen aus der Zeit des Beginns der Antike enthalten Spuren von der Vertreibung aus dem Pa­radies, von einem mit traumatisierenden Ereignissen verbun­denen Machtwechsel, vom historischen Übergang aus dem Matriarchat ins Patriarchat.
Jetzt stell dir, liebe/r Leser/in, deine gorgonischen Schwes­tern, die Listige, die Starke und die Weitspringende vor, wie sie dich darin unterstützen, Einsichten zu gewinnen, indem sie dir deine wahren Gefühle zeigen und dadurch deine Krea­tivität, die unter dem Schutt der verkrusteten Schale ver­drängter Gefühle begraben liegt, freisetzen.

Energie / Kraft (Kreativität) kann nicht entzogen werden, das lehrt uns schon der 'Energieerhaltungssatz' der Physik. Ener­gie bleibt immer erhalten, sie kann lediglich in verschiedene Zustände - hypothetisch gesprochen: beginnend mit 'beweg­lich', 'fließend' (Leben) und endend bei 'still stehend' (Tod) - umgewandelt werden. Fühl- und sichtbar werden diese Zu­stände des Lebens als Wachheit, Leichtigkeit, Helligkeit und die des Sterbens als Trancen, Schwere, Steifheit, schwarze Schatten. - Magier (Verwandler!) sind die Menschen, die ihre Energie bewusst selbst von einem Zustand in einen anderen umwandeln (lenken) können. Der Schlüssel dabei ist die Körperschwingung (Geist / Licht). Mithilfe der Körper­schwingung können Magier zwischen den Paralleluniversen (Diesseits / Jenseits) hin und her wechseln. Es kommt dabei darauf an, die Schwingungszustände (Gefühlszustände) sei­nes Körpers selbstständig zu steuern. Das geschieht durch die Erkenntnis der Wirklichkeit in der Unterwelt des Körpers - im Unterbewusstsein, und die Berücksichtigung dieser Er­kenntnis bei der inneren Entscheidung. Im Buch der Schatten sammelt der Magier hierfür alle Erfahrungswerte.

Die Schaltzentralen des Körpers bei der Steuerung (Um­wandlung / Lenkung) der Körperenergie heißen Chakra.
Das Chakra regelt als Schwingungszentrum die Stellung der geistigen zur materiellen Existenz eines Menschen. Anders ausgedrückt: die Chakras sind gleichzeitig die Gefühlszentren des Körpers und die Schaltzentralen des Bewusstseins. Von unten nach oben befinden sich im Bereich der Wirbelsäule und des Kopfes in der Aura des Körpers sieben Chakras: das Wurzelchakra regelt Vitalität und Bedürfnisbefriedigung, das Sakralchakra regelt Sinnlichkeit und Spiritualität, das Solar­chakra regelt die Durchsetzungskraft, das Herzchakra regelt Liebesfähigkeit und unsere Existenz auf Erden, das Halschakra regelt Kommunikation, Inspiration und Selbstdar­stellung, das Stirnchakra regelt die Intuition, und das Schei­telchakra regelt Identität und Seelenfrieden.
Darüber hinaus gibt es noch sechs weitere Chakras, jeweils zwei an den Füßen, Knien und Händen.
Alle unsere Handlungen, Erkenntnisse, Einsichten, Erleb­nisse, Erfahrungen, Absichten beeinflussen die Chakras und führen zur Behinderung oder Entwicklung der Persönlichkeit (Selbstwerdung). In den Chakras manifestieren sich die Schatten bzw. die negativen schwächenden Kräfte ebenso wie die Heilschwingungen bzw. die positiven stärkenden Kräfte unseres Lebens.
Um festzustellen, welche Chakras bei einem selbst stark und welche schwach sind, kann man unter anderem den kinesio­logischen Selbsttest benutzen. Er besteht darin, Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zusammen zu pressen, sich auf die einzelnen Chakras zu konzentrieren und dabei jeweils mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand zu versuchen, die Finger auseinander zu bringen. Der Widerstand, der einem dabei begegnet, zeigt ganz deutlich welches Chakra schwach und welches stark ist. In diesem Buch werden wir jedoch die Tarotkarten benutzen, um die schwachen Chakras zu ermit­teln, weil durch den Wahrsagegehalt der Karten auch gleich auf die jeweiligen Ursachen für die schwachen Chakras hin­gewiesen wird. Dann stärke man möglichst die schwachen Chakras bei sich selbst.
Bei der Unterstützung und Stärkung der Chakras helfen uns z. B. auf geheimnisvolle Weise die feinstofflichen Schwin­gungen der Edelsteine und Halbedelsteine. Die Farben der Steine ermöglichen dabei die Zuordnung zu den jeweiligen Chakras.
Die Beeinflussungsmöglichkeiten der Chakras sind jedoch vielfältig. Sie gehen von direkt auf die physische Ebene ein­wirkenden Methoden, wie Tanz, Yoga, Tai Chi, bis hin zu Methoden für die spirituelle Ebene mit Heilsteinen, Aroma­therapie, Bachblüten und dergleichen, über jene das Bewusst­sein und damit die Entscheidungsebene des Individuums be­einflussende Methoden, wie Kartenlegen, Pendeln, Orakel etc.. Nicht zu vergessen sind auch alle anderen 'Ratgeber für das Bewusstsein’, wie Elternhaus, Schule, Mitmenschen, Ar­beit, Medien, Zeitgeist. Wie man sieht ist alles einbezogen in dieses Wirkungsfeld zur Energieumwandlung. Alles das kann unsere Energie sowohl zum Positiven als auch zum Negati­ven beeinflussen - wenn wir es zulassen! Wenn wir uns im Leben zurechtfinden wollen, müssen wir aus alldem die Me­thode der Energielenkung für uns heraussuchen, die unsere Energie und damit unser Dasein am Einfachsten zum Positi­ven wendet.
Wir müssen uns die Methode suchen, die für uns am Prakti­kabelsten ist. Kriterium beim Bestimmen der besten Methode ist immer unser Gefühlszustand. Gefühlszustände negativer Schwingung sind gekennzeichnet durch z.B. Orientierungslo­sigkeit, Lustlosigkeit, Langeweile, keinen klaren Gedanken fassen können, wie gelähmt sein, Schmerzen, Angst, Hass, Sorgen, Trauer und dergleichen mehr. Positive Schwingun­gen fühlen sich an wie Freude, Wärme, Lust, Wohlbefinden, motiviert sein, das Leben in vollen Zügen genießen usw.. Ge­sucht wird die Methode, die negative Energie am Wirkungs­vollsten in positive Energie umwandelt. Ob man sie gefunden hat, erkennt man an dem Gefühl von innerem Frieden, Gelas­senheit und Entspannung, das sich dann im Körper ausbreitet und dem Zuströmen von Kraft. (Achtung: Alkohol und Dro­gen sind keine Methoden zur Energieumwandlung - sie be­täuben lediglich die Empfindungsfähigkeit des Körpers).

 

Weiterlesen? Die Richtung der Kraft - Familienrepräsentation mit Tarot & Tarot. Der Schlüssel zur Magie

Schwarze Magie – der Verlust der persönlichen Kraft


Wir wissen seit Freud, dass die Kraft / Energie (‚der Trieb’) die Richtung zwischen Eros und Thanatos wechseln kann. Entweder sie dient Eros oder sie dient Thanatos. Wenn sie dem Verhängnis dient, bezeichnen wir sie als schwarze Ma­gie und dazu führt jede Manipulation der Umwelt ohne die Berücksichtigung der Mitwirkung des Gegenübers (des zu manipulierenden Objekts). Dadurch öffnet sich das Tor zum Chaos / ins Jenseits bzw. zum Abyss, was bei dem Betroffe­nen, dem manipulierten Objekt, mit einem schmerzhaft fühl­baren Ungleichgewicht bis hin zu Krankheit und Tod ver­bunden ist.
Im Übrigen ist es Unsinn, wenn man glaubt, dass negative Absichten (Energien / Gedanken) automatisch irgendwann auf den Verursacher zurück fallen, wie man immer wieder auf den verschiedenen Homepages zur Magie lesen kann. Negative Energien fallen nur dann auf den Verursacher zu­rück, wenn sie bemerkt und die Energie zurückverwandelt wird und selbst dann kann es sein, das die Umstände oder eine höhere Macht das Zurückfallen auf den Verursacher verhindern. Umgekehrt gilt dasselbe: auch positive Gedanken und Absichten schaffen nicht automatisch eine positive Lage, wenn die Umstände oder eine höhere Macht dagegen spre­chen. Es gibt in sozialen Beziehungen auch kein 'Gesetz der Resonanz', da nicht alle Menschen gleichermaßen von sich entfremdet sind. Wir sind keine Radioempfänger oder Stimmgabeln. Und wenn irgendetwas eine Saite in uns zum Klingen bringt, können wir, sofern es uns beliebt, willkürlich diese Frequenz verlassen und eine andere aufsuchen. Auch trifft es auf sozialer Ebene nicht unbedingt zu, dass ‚Gleiches Gleiches anzieht’. Es kann uns genausogut durchaus passie­ren, dass, wenn wir offen und herzlich auf andere zugehen, wir erst richtig ‚über den Tisch gezogen’ werden. Denn Gut­gläubige, Schwache und Naive benutzt man für den eigenen Vorteil. Das ist ein Gesetz des kapitalistischen Marktes, der Teil unserer Gesellschaft ist. Jedoch gibt es auf Seelenebene auch ein 'Gesetz des Ausgleichs' und der Ausgleich erfolgt in den seltensten Fällen direkt! Der Ausgleich ist an Erkenntnis gebunden. Und: ‚Wirksamkeit ist das Maß der Wahr­heit.’(Huna) Oder: Wer heilt hat Recht! Auch wer sich selbst heilt. Wahrheit hat etwas mit wahrnehmen zu tun. Das be­deutet, man beeinflusst die Realität nur durch die bewusste Wahrnehmung derselben. Murphy sagt zwar, dass man das erhält, woran man glaubt bzw. was man erwartet oder be­fürchtet, aber so kann es auch vorkommen, dass man das er­hält, was man verdient, selbst wenn man es nicht für möglich hält - möge es öfter eintreffen!
Magie ist für die meisten Menschen der wirtschaftlich-techni­schen Rationalität so etwas wie ‚Wunschdenken’, also eine Art ‚Hirngespinst’, das nichts mit der Realität zutun hat. Da­bei ist Magie ganz etwas anderes. Es ist die wirkende Kraft, die entsteht, wenn es einem gelingt, Wille und Vorstellung zu verknüpfen. Ist der Wille zu schwach, funktioniert die Magie nicht. Ebenso nützt es nichts, wenn die Vorstellung nicht ausgeprägt genug ist. Darüber hinaus muss jedoch noch etwas Entscheidendes hinzukommen, damit Magie funktioniert: Wille und Vorstellung müssen im Einklang sein mit der Kraft, die ausgleicht. Oder anders ausgedrückt: sie müssen einem Muster des Chaos entsprechen. Wir können nicht ein­fach alles Mögliche willkürlich bewirken, indem wir einen Wunsch formulieren, ihn z.B. in eine Sigille gießen, die Si­gille durch allerlei emotionale Verrenkungen ans Unterbe­wusstsein übergeben bzw. mit Kraft aufladen, sie vergraben und das Ganze vergessen, um es zu manifestieren. Dann pas­siert das, was Hawkins erlebte, nämlich dass sich der Wunsch ins Gegenteil verkehrt und dem Magier selbst schadet. Nur, dass Hawkins ganz im Sinne der verinnerlichten wirtschaft­lich-technischen Rationalität daraus schließt, dass die Sigille dann wohl nicht perfekt genug formuliert gewesen sei. In Wirklichkeit hat sie aber gänzlich die Richtung der Kraft des Ausgleichs übersehen. Denn: „Jedwede Tat, die hier ge­schieht, geschieht nach dem Naturgesetz. Ich bin der Täter dieser Tat - ist selbstgefälliges Geschwätz!“ (Die Bhagavat­gita) Von der Natur ist uns Magie aber nur gegeben, um ‚böse Ereignisse’, die nicht im Einklang mit der Kraft des Ausgleichs sind, abzuwehren. Denn: „Alles regelt sich nach dem Gesetz des Gegensatzes, das zugleich ein Gesetz des Ausgleichs ist.“ (Theodor Fontane)
Magie wirkt im Unterbewusstsein und wir erkennen die Kraft des Ausgleichs nachts im Unterbewusstsein, da unsere Seele nachts im Traum ins Unbegrenzte (Chaos) geht, um sich zu regenerieren. Deshalb ist es durchaus sinnvoll über einen län­geren Zeitraum die eigenen Träume zu beobachten, aufzu­schreiben und zu deuten.

Alles Existierende ist Ausdruck von einander im Gleichge­wicht haltenden und beständig miteinander agierenden Kräf­ten, die die Welt im Innersten zusammen halten bzw. bestän­dig neu formen. Wird eine Kraft, z. B. Druck oder Zug, auf eine Form gebende Struktur oder eine Verbindung, z.B. seeli­scher Art, ausgeübt, z. B. durch Trennung oder Einseitigkeit in sozialen Beziehungen, öffnet sich an den Bruchlinien bzw. Grenzen dieser Form oder Struktur das Tor zum Chaos und mobilisiert dadurch eine Gegenkraft, die die erste Kraftein­wirkung ausgleichen will. Diese Gegenkraft des Ausgleichs gilt es zu unterstützen und sich nutzbar zu machen, um die eigene Grenze, wahrnehmbar als Schmerz, Spannung oder Energieabfall, zu überwinden.
Das Hexencredo besagt, dass man niemandem schaden sollte, weil alles dreifach auf einen zurückfällt. „Was du gibst, er­hältst du dreifach wieder“ (Starhawk, 1992) Die Begründung ist jedoch ein Missverständnis der Dreifachwirkung.
Denn: Mit der Dreifachwirkung der Magie ist gemeint, dass jede Magie 1. den Magier selbst beeinflusst, 2. auf die anvi­sierte Umwelt wirkt und 3. die Rückwirkung der Umwelt auf den Magier beeinflusst. Fazit: Äußerst selten kommt etwas genauso zurück wie man es ausschickt und schon gar nicht dreifach. Dennoch sollte man niemanden absichtlich schaden, zumal dann nicht, wenn es nicht im Einklang mit der Kraft des Ausgleichs ist, denn dann fällt es mit Sicherheit auf einen zurück, da jede Einseitigkeit auf die Dauer zur Zerstörung führt. Und zu bestimmen, was im Einklang mit der Kraft des Ausgleichs ist, ist die Kunst, auf die es ankommt und um die es sich zu bemühen gilt. Sollten wir diese Kunst einmal be­herrschen, beherrschen wir auch unser Schicksal. Vorausset­zung für die Beherrschung dieser Kunst ist ‚Makellosigkeit’ (Castaneda).
Ein Yaqui-Schamane erklärt es uns folgendermaßen: „Die Schwarzen Magier sind unsere Mitmenschen. ... Kannst du von dem Weg abweichen, den sie dir vor­schreiben? Nein. Dein Denken und dein Handeln sind auf ewig nach ihren Bedingungen festgelegt. Das ist Sklaverei.“ (...) „Wir sind leuchtende Wesen ... Und für leuchtende Wesen zählt allein die persönliche Kraft ... „ (Hervorhebung d. V.) „Du mußt dich zwingen, deine Grenzen zu überschreiten – immer.“ (...) „Ein Krieger hat nur Zeit für seine Makellosigkeit. Alles andere zehrt seine Kraft auf. Makelloses Tun lädt sie wieder auf.“ ( ...) „Selbstvertrauen setzt voraus, daß man etwas mit Si­cherheit weiß; Demut setzt voraus, daß man in seinen Taten und Gefühlen makellos ist.“ (...) „Wenn du dich wie ein unsterbliches Wesen fühlst, das alle Zeit auf Er­den hat und dementsprechend handelt, dann bist du nicht makellos. In solchen Momenten solltest du dich umdre­hen, in die Runde schauen, und dann wirst du erkennen, daß dein Gefühl, Zeit zu haben, töricht ist. Auf dieser Erde gibt es keine Überlebenden.!“ (Castaneda, 1978)
Makellosigkeit besteht darin, die eigenen Grenzen bzw. Bruchlinien zu erkennen und durch Nutzbarmachung der Ge­genkraft zu überwinden, dann beherrschen wir auch das Schicksal. Das Schicksal beherrschen wir immer dann, wenn es sich fügt, erkennbar an positiven Zufällen als Bestätigung des Chaos auf unseren Geist, wenn er der Wahrheit bzw. Wirklichkeit, genauer: der ausgleichend wirkenden Kraft, in­negeworden ist. Und genau zu diesem Zweck, nämlich das Schicksal beherrschen zu lernen, sind wir vom Schicksal selbst in die physische Existenz hinein geworfen worden.
„Wenn sich eine Gruppe von Seelen in dieser Inkarna­tion wieder zusammenfindet, um aneinander geistig zu wach­sen, könnte sich eine solche Gruppe z.B. als Fami­lie, also Vater, Mutter, Sohn und Tochter wieder finden, wobei möglicherweise eine Prägung ins emotionale Muster aus der anderen Inkarnation mitge­bracht wird, die der jetzigen Konstellation konträr ist. ...
Die gefühlsmäßigen Irritationen, die sich daraus ergeben würden, müssten von der Seele noch zusätzlich reflek­tiert werden, um das eigene Schicksal bewusst in der richtigen Rich­tung weiter gestalten zu können. Cayce zu­folge treffen die Seelen nicht zufällig in einer Inkarna­tion zusammen. Eine solche Gruppe von Seelen trifft sich, um die Ungleichgewichte aus der anderen Inkarna­tion auszugleichen, voneinander zu lernen, und sich ge­mäß ihrem 'spirituellen Ideal' weiterzuentwickeln.“ (Shakti Morgane, 2002)
Dabei gehen viele Probleme in Familien nicht einmal zurück auf eigenes Erleben, sondern auf Identifizierungen mit ver­gangenen Schicksalen anderer Familienmitglieder.
Darum ist es besonders wichtig zu lernen, darauf zu achten, ob man mit seinen Handlungen und inneren Entscheidungen ein Werkzeug der Kraft des Ausgleichs ist. Denn unsere Lei­den sind in der Regel gleichzeitig unsere Sünden gegen die Kraft des Ausgleichs.

Ein modernes Beispiel für 'schwarze Magie' ist unter anderem das 'Mobbing'. Beliebt ist aber auch das 'Schuld zuweisen', wenn man es ablehnt, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und stattdessen den anderen als 'Sündenbock' bzw. 'Fußabtreter' benutzt.
Beim Mobbing (von der Meute gehetzt) kommt es zum Her­vortreten des schwarzen Schatten / 'schwarzes Loch', zum Sichtbarwerden der Bruchlinie des Charakters. Mobbing-Op­fer müssen sich immer fragen, inwieweit ihre eigene 'kriti­sche Einstellung' bzw. 'ablehnende Haltung', die sie sich auf­grund früher negativer Erfahrung mit Autorität und Macht nicht einzugestehen wagen, aus Anlass des Mobbing an der Aktivierung übertriebener Schuldgefühle ('schwarze Schat­ten'!) im Unterbewusstsein beteiligt ist, weshalb sie wie ge­lähmt sind und unfähig, sich adäquat zur Wehr zu setzen. Damit soll nicht gesagt sein, dass Mobbing-Opfer selbst Schuld haben. Im Gegenteil! Die mangelnde Seelenstärke der Mobbing-Opfer angesichts der Gegner, denen sie sich ohn­mächtig ausgeliefert sehen, geht oft zurück auf die frühe Er­fahrung in einer Familie, deren Struktur so gestaltet war, dass sie einen 'Sündenbock' brauchte, der sie zusammenhielt.
Oft ist in diesen Familien der Sündenbock ein Familienmit­glied (das Mobbing-Opfer), das man so wie es ist nicht haben will und dem man dann die Schuld gibt an allem, was 'schief läuft'. Leider wachsen in unserem Land, trotz liberaler Ge­setzgebung, immer noch zu viele Menschen, denen man auf diese Weise in völliger Verblendung 'das Selbstbestimmungs­recht' verweigert, in solchen Familien auf.
Da im Falle von Mobbing erhebliche Selbstmordgefahr be­steht, muss hier dringend das Mobbing-Opfer sofort von dem mobbenden Milieu befreit werden (z.B. sofort zum Arzt ge­hen und sich krankschreiben lassen) und dann sollte unver­züglich Energieumwandlung erfolgen. Der schwarze Schatten muss wieder durch Innewerden der Wirklichkeit im Unter­bewusstsein in helle, heilende Energie umgewandelt werden.

Wie hieran deutlich wird, schöpfen wir die Umstände unseres Lebens auch aus unserer Biographie, die unseren Charakter geprägt hat. Die unerkannten Schatten im Unterbewusstsein unseres Charakters ziehen dann das an, was uns geschickt wird. Insofern schaffen wir uns alles selbst und können es durch ‚ins Bewusstsein holen’ der Schatten auch selbst ver­ändern.
Damit rücken die Existenzbedingungen in der Familie, in die wir hineingeboren sind und der wir unser Leben verdanken, verstärkt in den Mittelpunkt. Sie haben unseren Charakter geprägt, eine psychische Form bzw. Struktur, die entlang be­stimmter Linien (Bruchlinien, Grenzen, Schatten, schwarze Löcher) zerbrechen kann, sobald eine genügend starke Kraft auf sie einwirkt und solange wir nicht fähig sind, die jewei­lige Gegenkraft zum Schließen der schwarzen Löcher / Er­hellen der Schatten zu benutzen. Die Existenzbedingungen der Familie sind ein Produkt der Kultur und diese zeichnet sich heutzutage dadurch aus, dass bei der Erziehung der Indi­viduen zwischen Gefühl und Gefühlsbewusstsein getrennt wird. Somit wissen wir oft nicht mehr, was wir selbst wollen und können uns nicht im eigenen Interesse entscheiden.

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Karma - das Gesetz der Wiederkehr


In der Regel ist es daher heutzutage unser Karma / Schicksal / Charakter, dass wir das wollen, was wir wollen sollen. Viele von uns wissen gar nicht mehr was sie selbst wollen. Darin besteht die Krankheit unserer Zivilisation: Wir sind anfällig für jegliche Verführungskunst und richten unser Leben in Wirklichkeit nach den Wünschen anderer. Irgendwann rebel­liert der Körper dagegen, wir werden krank. Die Krankheit entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Protest unserer Seele gegen unseren Charakter. Denn die Seele folgt ihren eigenen Ordnungen. Für das eigene Schicksal ist hauptsäch­lich der eigene Charakter verantwortlich. Das eigene Schick­sal zu ändern, bedeutet daher, den eigenen Charakter zu ver­ändern. Und wer liebt, der muss das Schicksal (den Charaker) desjenigen teilen, den er liebt. Wenn man dann von seiner Liebesbeziehung 'easy living' erwartet, macht man sich zur leichten Beute für die 'schwarzen Schatten' bzw. Bruchlinien / Grenzen des eigenen Charakters (Schicksals).

Viele suchen, um das Schicksal zu erkennen, die Ausformung ihres Charakters in der Ausdeutung des Zeitpunktes ihrer Ge­burt mit dem Zusammenhang der Stellung der Sterne.
Die ausführliche Charakteranalyse auf der Grundlage der Stellung der Sterne zur Zeit der Geburt wird dann als Aus­gangspunkt zur Selbsterkenntnis genommen, als Anhalts­punkt dafür, was man zum Zwecke der Selbstwerdung noch in diesem Leben lernen soll, damit das, was einem geschickt wird, immer besser wird.

Grob vereinfacht könnte das für den Fall, unter Druck geraten zu sein, als Lernaufgabe bedeuten:
dass ein Machtmensch wie der Widder lernen soll, zu dienen;
der geduldige und Sicherheit liebende Stier als Lern­thema: 'Ungeduld' und 'Mut zum Risiko' haben kann;
der quirlige, intellektuelle Zwilling vielleicht lernen muss, sich 'nicht zu verzetteln';
während der gefühlstiefe und bescheidene Krebs lernen soll, sein ‚Licht nicht unter den Scheffel’ zu stellen und dafür das Kalkül über das Gefühl zu stellen;
der temperament- und würdevolle Löwe mag lernen, be­scheidener und demütiger zu werden;
während eine zur Perfektheit neigende, pedantische oder kleinliche Jungfrau lernen soll, dem Chaos und dem Unbegrenzten zu vertrauen;
die harmoniebedürftige Waage muss vielleicht lernen, auch einmal nicht zu gefallen und Konflikte auszuhal­ten;
während ein Skorpion, als überzeugter Individualist, möglicherweise lernen muss, sich mit seinen Fähigkei­ten einer gemeinsamen Sache unterzuordnen;
der bildungshungrige und nach Erkenntnis strebende Schütze mag sich mehr der Natur und der Kontempla­tion hingeben und einmal an garnichts denken;
der arbeitswütige Steinbock soll vielleicht lernen, sich zu amüsieren und Spaß zu haben;
während der unberechenbare, jedoch für berechnend ge­haltene Wassermann aufhören soll, die Welt zu verbes­sern und sie stattdessen sein lassen soll wie sie ist;
der kreative und hilfsbereite Fisch hingegen mag mögli­cherweise lernen müssen, sich zu disziplinieren, um mit dem Alltag klar zu kommen

andernfalls droht Krankheit, weil die Seele, das innere Feuer, das nach Entfaltung strebt, in Fällen von Druck gegen den Charakter protestiert.

Wer keine Lust hat, sein Leben von unbegriffenen Kräf­ten regieren zu lassen, besinne sich immer auf sich selbst, be­sinne sich auf seine wahren Wünsche und bedenke, dass sein Charakter sein Schicksal / Karma ist!
Wie besinnt man sich aber am Besten auf sich selbst? Dazu hat Reeder folgenden Vorschlag:
„Echte Intentionen und Wünsche fließen mit der Lebens­energie. Das Maß Ihrer Lebendigkeit hilft Ihnen festzu­stellen, was Sie wirkliche wollen. Wenn ein Freund Sie auf eine Party einlädt und die Einladung bei Ihnen Vor­freude auslöst, dann ist anzunehmen, dass Sie tatsächli­che hingehen wollen. Wenn dieselbe Einladung bei Ih­nen Langeweile auslöst, dann ist gleichfalls klar, was Sie sich wünschen. Dieses einfache Beispiel ist leicht nach­zuvollziehen. Übertragen Sie nun dieses Energiebe­wusstsein auf die Entscheidungen, die Sie im Rahmen Ihres Berufs und Privatlebens treffen, und machen Sie sich Ihre Reaktionen bewusst.“ (Reeder, 2002)

Daraus geht hervor, dass unser wahrer Wille immer über un­sere augenblicklichen Gefühle erschlossen werden kann. Und Reeder schlägt uns weiter vor, unser Bewusstsein durch Rückbesinnung auf unser Gefühl für die ‚Kerninformation’ des jeweiligen Augenblicks zu schärfen.

„In ein und derselben Situation haben Menschen meist unterschiedliche Emotionen. Ihre Emotionen werden unter anderem durch das Vorhandensein oder Fehlen von Auslösemechanismen und schwarzen Löchern bestimmt. Denken Sie zum Beispiel an die Reaktion von Leuten, wenn Sie sich verspäten. Manchen Menschen fällt es nicht weiter auf. Einigen ist es egal. Andere machen sich Sorgen, ob Ihnen wohl etwas zugestoßen ist. Und wieder andere ärgern sich darüber, dass Sie unpünktlich sind. Sind Sie durch Ihr Zuspätkommen ‚Schuld’ an den Re­aktionen der anderen, oder gehören nicht vielmehr die Reaktionen zu den Menschen, die sie haben?
Nachdem ich erst einmal erkannt hatte, dass meine Re­aktionen zu mir gehören, wollte ich herausfinden, was ich wirklich fühlte. Meistens war ich mir keiner Gefühle bewusst. Also machte ich einen Anfang – mit zwei Ge­fühlen, die ich akzeptieren und leicht auseinander halten konnte: Wohlgefühl und Unbehagen. Fragen Sie sich: Fühle ich mich jetzt gerade wohl oder unbehaglich? Be­ginnen Sie mit diesen beiden, und erweitern Sie Ihre Pa­lette dann nach und nach um weitere Gefühle.“ (Reeder, 2002)

Nachdem wir unser Gefühl identifiziert haben, fragen wir uns was dieses Gefühl herbeiführte und ob wir das schon einmal früher erlebt haben. Denn Emotionen, die wir jetzt erleben, können mit früheren Erfahrungen in Verbindung stehen. Wenn wir uns an diese früheren Erfahrungen erinnern, kön­nen wir die gegenwärtigen Gefühle besser verstehen und uns annehmen wie wir im Moment sind und dann fällt uns unter Umständen auch wieder ein, was wir eigentlich wollen. Des­halb fragen wir uns auch immer was wir jetzt in diesem Au­genblick möchten. So finden wir unsere augenblickliche ‚Kerninformation’ wieder.

Die Selbstakzeptanz unserer inneren Wahrheit erreichen wir allmählich, wenn wir uns unseren ‚schwarzen Löchern’ stel­len, das heißt, wenn wir den Mut haben, unseren negativen Emotionen auf den Grund zu gehen und uns in unseren nega­tiven Erfahrungen anzunehmen. Dann schließen wir unsere schwarzen Löcher bzw. erhellen unsere Schatten und werden authentisch bzw. makellos, weil unsere Kommunikation nun aus dem ‚Kern’ erfolgt.

„Sind wir bereit, aus unserem Kern zu sprechen, dann ist, was wir sagen, wie ein Licht in der Dunkelheit, das un­sere ehrliche Erfahrung beleuchtet. Befinden sich andere in unserer direkten Nähe, dann werden auch sie ange­strahlt und kommen in den Genuss der Energie dieses Lichts. Unsere Mitmenschen fühlen sich von uns ange­zogen, wenn wir unseren Kern annehmen. Sie spüren das Licht der Wahrheit. Liebevolle Annahme ist wie eine Oase in einer von Schuld erfüllten Welt. Sind wir zen­triert in der liebevollen Annahme unseres eigenen Kerns, dann sind wir auch für die Kerninformation anderer of­fen.“ (Reeder, 2002)

„Kerngespräche öffnen die Tür zu menschlichen Bin­dungen, die es uns gestatten, authentisch und mit uns und anderen aufrichtig zu sein.“ (Reeder, 2002)

Je mehr Bruchlinien / Schatten / schwarze Löcher bei uns zur Aufarbeitung anstehen, desto weniger sind wir in der Lage zu echter Kommunikation, weil wir nicht zuhören können. Dann entsteht Energie-Vampirismus, also eine Kommunikation ohne echte Bindung, die die Beteiligten schwächt, während echte Kommunikation die Energie spiegelt, weil man einfach die Gefühle, der Person, der man zuhört, akzeptiert ohne selbst eigene Ziele zu verfolgen. Sich absichtslos auf den an­deren einlassen ist der Schlüssel zu echter Kommunikation.

Demgegenüber laufen die meisten Gespräche frustrierend ab, weil wir nicht mit uns im Reinen sind.
„Es kommt häufig vor, dass andere Menschen Ihre Kern­energie spüren – Ihre Gefühle, was Sie denken oder was Sie sich wünschen. Wenn sich die Kerninformationen (Emotionen, Gedanken, Wünsche), die Sie energetisch mitteilen, nicht mit Ihren Worten decken, dann ringt die Person, mit der Sie sich im Gespräch befinden, mit dieser Ungereimtheit, und Sie verschwenden Ihre Energie. Die Interaktion zwischen Ihnen beiden ist folglich im Un­gleichgewicht. Ihre Energie fließt nicht wie sie soll – leicht und mühelos – und Sie sind in Ihrer Fähigkeit be­einträchtigt, befriedigende und kreative Ergebnisse her­vorzubringen.“ (Reeder, 2002)

Derartige Heuchelei verhindert mitmenschliche Bindungen und trennt uns voneinander.
„Die meisten Menschen halten sich für aufrichtig und wünschen sich entsprechende Beziehungen, doch unbe­wusst verbergen sie zugleich ihre Kerninformation.“ „Das sorgt dafür, dass Gespräche an der Oberfläche blei­ben, da wir dazu neigen, unsere Kerngefühle, - gedanken und –wünsche zu schützen, indem wir sie verbergen.“
„Es steht grundsätzlich jedem Menschen frei, ein Poker­face zumachen und die wahren Reaktionen zu verleug­nen und damit seinen Energiefluss zu reduzieren – oder aber den freien Fluss seiner kreativen Energie zuzulas­sen. Menschliche Energiefelder finden nur dann ins Gleichgewicht, wenn freier Energiefluss gewährleistet ist. Diese harmonisierte Energie wiederum hilft uns, das in unser Leben zu holen, was wir uns wünschen.“ (Reeder, 2002)

Wenn wir jedoch nicht den Mut besitzen, unsere Grenzen zu überschreiten, bleiben wir von unseren wahren Wünschen und Gefühlen abgetrennt, manchmal ein Leben lang. Wir sterben dann, ohne jemals wirklich gelebt zu haben.

Hinweise auf schwarze Löcher bzw. Grenzen, Bruchlinien, Schatten finden wir immer dann, wenn wir z.B. anderen die Schuld geben oder sie kritisieren, neidisch sind oder andere ausgrenzen. Beispiele für das Vorhandensein von schwarzen Löchern können sein:
„von sich selbst begeistert sein, unmittelbar gefolgt von der Verzweiflung über das eigene Sosein
Forderungen an andere richten und sich dann später schrecklich fühlen, weil man so fordernd war
jemand erst mit Liebe und Aufmerksamkeit überschüt­ten und dann ausgrenzen
jemandem ein Geschenk versprechen und sich dann wün­schen, man hätte es nicht getan
den Partner körperlich misshandeln und sich dann spä­ter Vorwürfe machen.“ (Reeder, 2002)
Darüber hinaus kommt die ganze Palette körperlicher Be­schwerden als Hinweis auf Bruchlinien, Schatten, schwarze Löcher in Betracht.
In diesem Fall ist es angebracht, sich auf das Gefühl des Schmerzes zu konzentrieren, es am Körper zu lokalisieren und in diesen Schmerz hinein auszuatmen. Dies solange durchhalten bis ein Bild oder Gefühl wie Wut, Trauer, Scham etc. aus unserem Unterbewusstsein aufsteigt, das uns zur ursprünglichen Absicht führt, die hinter dem Schmerz steht. Wir fangen damit an, uns an uns selbst zu erinnern, an das was wir ursprünglich wollten.
„ ... Entscheidend ist es, Verletztheit, Angst und Schmerzen zuzulassen und sich selbst im Erleben dieser empfindlichen Emotionen zu beobachten. Gestatten Sie es Ihrem Unbehagen, sich auszudehnen und sich in einem von liebevollem Annehmen durchdrungenen Energiefeld aufzulösen.“ (Reeder, 2002)
Meist erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an Vorfälle von Ungerechtigkeit aus unserer Kindheit.

Von der Kindheit führt der direkte Weg zu unseren Ahnen. Um sich selbst besser zu verstehen, ist der Kontakt zu den Ahnen nützlich. Hier finden wir unsere Wurzeln. Den Kontakt zu den Ahnen stellen wir am Einfachsten her, indem wir ih­nen in unserer Wohnung einen Platz der Erinnerung einräu­men. Hierzu sucht man sich einen Ort in der Wohnung, an dem man zuerst einmal einen Gegenstand platziert, der die Beziehung zur Herkunftsfamilie symbolisiert.
„Schon die Römer stellten in der Antike am Eingang ih­rer Häuser kleine Altäre auf, die den Laren gewidmet waren. Diese bestanden aus den Geistern der Familien­vorfahren, die ihren Kindern und Kindeskindern auch über dieses Erdenleben hinaus zur Seite standen. Am Ahnenort wurden kleine Gaben hinterlegt, die bei den Ahnen für Unterstützung bei besonderen Vorhaben wer­ben sollten oder als Dankesgaben dienten, wenn etwas besonders gut gelungen war. Diese beinahe göttlichen Vorfahren wachten meist schon seit Generationen über die Familie, und es bestand ein sehr persönliches Ver­hältnis zu ihnen.“ (Ascher, 2004)
Wenn man jedoch die ganze ‚Sippschaft’ am liebsten ‚zum Mond schießen’ würde, nimmt man einen Gegenstand, der genau das symbolisiert (z.B. ein Spielzeugraumschiff), der Phanta­sie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist le­diglich, dass wir uns durch die tägliche Erinnerung mittels dieses Ge­genstands allmählich verwurzeln. Denn nach und nach kom­men über Träume die eine oder andere Botschaft von den Vorfahren in unser Bewusstsein, weil wir jetzt einen Fokus gesetzt haben. Allmählich ändert sich unser Verhältnis zu den Vorfahren und wir können den Erinnerungsge­genstand durch einen anderen ersetzen, der die Beziehung nun neu festsetzt.
„Noch heute findet man in vielen Kulturen Ahnen­schreine oder andere Orte der Verehrung für die Vorfah­ren. In unserem Kulturkreis sind sie am ehesten mit dem Brauch zu vergleichen, Fotografien von Familienmit­gliedern aufzustellen oder aufzuhängen. Ob sie auf ei­nem Klavier oder auf der Anrichte stehen oder an der Wand hängen, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass wir, offenbar aus einem inneren Bedürfnis heraus, diese Bilder zu Gruppen und an bestimmten Orten zusammen­stellen und sie nicht einzeln über die Wohnung vertei­len.“ (Ascher, 2004)

Wenn wir von den Ahnen, z.B. den Urgroßeltern nicht einmal mehr die Namen kennen, hilft eine kleine Meditation:
„Setzen Sie sich dazu an einen ruhigen Ort, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, und entspannen Sie sich. Schlie­ßen Sie die Augen, und atmen Sie ruhig. Gehen Sie nun in Gedanken in der Zeit zurück, so weit Sie kommen und so weit Ihre Erinnerungen reichen. Ihre ersten Bilder sind wahrscheinlich nicht ganz deutlich und bestehen mehr aus Eindrücken und Gefühlen. Erinnern Sie sich ein­fach so gut es geht an die ersten Dinge, die sich in Ih­rem Gedächtnis festgesetzt haben.
Erinnern Sie sich nun, von diesem Anfangspunkt ausge­hend, an Personen aus Ihrer Familie, denen Sie als Kind begegnet sind. Es ist nicht wichtig, dass die tatsächliche zeitliche Reihenfolge eingehalten wird, sondern eher, dass Ihre Bilder an Stärke zunehmen. Vielleicht fällt Ih­nen etwas ein, das mit Ihrer Einschulung zu tun hat, und gleich darauf etwas, das weiter zurückliegt – das spielt an dieser Stelle überhaupt keine Rolle. Während dieses Erinnerungsprozesses werden Sie feststellen, dass einige Menschen und Gesichter immer wieder auftauchen. ... Jedes Mal, wenn Ihnen ein neues Gesicht in den Sinn kommt, verweilen Sie für einen Augenblick bei dieser Person und halten fest, was Sie mit diesem Menschen verbindet. Zunächst ist es unwichtig, ob Sie sich dabei angenehmen oder unangenehmen Erinnerungen gegenü­bersehen. Es geht um die Verbindung an sich; außerdem bedürfen gerade schwierige Erlebnisse innerhalb einer Familie der Verarbeitung, ob mit Hilfe eines guten Freundes oder durch die Unterstützung einer speziell ausgebildeten Person. Stellen Sie sich all Ihren Erinne­rungen; wenn Ihnen einige zu unangenehm sind, bleiben Sie nur ganz kurz dort und gehen dann weiter.
Wenn Sie in Ihrer Erinnerung in der Gegenwart, bei Ih­rem heutigen Alter angeglangt sind, lassen Sie die Bilder verblassen und kommen langsam in Ihre alltägliche Wahrnehmung zurück.“ (Ascher, 2004)

Es ist ratsam alle Familienmitglieder, an die man sich erin­nert hat, auf eine Liste zu schreiben und diese dann eine Zeit lang ruhen zu lassen. Ab und an werden einem weitere Na­men einfallen, die man auf die Liste setzen kann. Nach eini­ger Zeit nimmt man sich die Liste wieder vor und geht alle Personen nochmals durch und überlegt sich, von wem man gern ein Foto oder einen persönlichen Gegenstand für den Ahnenplatz hätte und besorgt sich diese. Alle Familienmit­glieder auf der Liste, mit denen man keinesfalls etwas zutun haben möchte, markiert man mit einem Stift.
Auf diese Weise ist der Anfang für die persönliche Ge­schichte gemacht, ohne deren behutsame Mitnahme ins Hier und Jetzt und in die Zukunft wir nicht zufrieden leben kön­nen.
„Es kommt vor, dass sich solche „Geschichten“ mit in­tensiven emotionalen Folgen in Geheimnisse verwan­deln. Niemand bekommt gern die emotionalen Konse­quenzen zu spüren, die das Aufdecken eines Geheimnis­ses mit sich bringt, also bleiben solche „Geschichten“ unerzählt. Manchmal bewahren Familien schwer wie­gende Geheimnisse über Generationen. Zu den häu­figsten Familiengeheimnissen gehören Kindesmiss­brauch, Vergewaltigung in der Ehe, Alkoholismus, Geisteskrankheit, Gefängnisstrafen und Tod. Solche Ge­heimnisse wandern in gemeinschaftliche schwarze Lö­cher. Um sie aufrechtzuerhalten, wird in hohem Maß Familienenergie aufgebracht. Werden solche Geheim­nisse offenbart, anerkannt und akzeptiert – indem die Wahrheit ans Licht kommt -, dann wird Energie freige­setzt.“ (Reeder, 2002)

Aufschlussreiche Aufklärung über die persönli­che Geschichte erhalten wir auch durch die Auslegung des Familien­feldes mit Tarotkarten, wie es in diesem Buch beschrieben wird.

Denn, wenn man sich an sich selbst erinnert, kann man die 'schwar­zen Schatten' aus der Vergangenheit und deren Auswirkun­gen in der Gegenwart in das Licht der Erkenntnis verwan­deln, dadurch die Programmierung des Charakters im Unter­bewusstsein löschen und so auch das eigene Schicksal durch die richtigen inneren Entscheidungen in den Griff bekom­men.

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weiterlesen in der Printausgabe: Shakti Morgane "Die Richtung der Kraft - Familienrepräsentation mit Tarot", ISBN 3-8334-6136-5 oder als eBook

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Literaturverzeichnis


Ascher, Ulrike: Magisches Entrümpeln, München 2004
Bandini, Pietro: Voodoo, München 1999
Bauer, Wolfgang: Metamorphosen, Berlin 1984
Buonaventura, Wendy: Bauchtanz, München 1984
Buonaventura, Wendy: Die Schlange vom Nil, Nördlingen 1991
Castaneda, Carlos: Der Ring der Kraft, Frankfurt a. Main 1978
Cayce, Edgar: Über Sexualität und Erleuchtung, München 1980
Crowley, Vivianne: Wicca, Neuhausen / Schweiz 2001
C. & A. Sautter, Alltagswege zur Liebe, Familienstellen als Erkenntnisprozess, Wien, 2000
Golowin, Sergius: Das Reich des Schamanen, München 1989
Golowin, Sergius: Die weisen Frauen, München 1989
Golowin, Sergius: Die Welt des Tarot, Basel 1981
Golowin, Sergius: Magier Merlin, Gifkendorf 1981
Göttner-Abendroth, Heide: Für die Musen, Berlin 19947
Griscom, Chris: Die Heilung der Gefühle, München 1988
Hark, Helmut: Träume als Ratgeber, Reinbek 1986
Harbour, Dorothy: Achtung, Energie-Vampire, München 20003
Hawkins, Jaq D.: Chaosmagie, Siegburg 2005
Hellinger, Bert: Ordnungen der Liebe, München 2001
Hodosi, Oskar: Licht Tantra, München 1996
Hornung, Erik: Geist der Pharaonenzeit, München 1992
Koch, Werner: Reinkarnation, Heilung aus der Vergangen­heit, Aitrang 1992
Kolland, Karin E. J.: intuitives Reiki, Gleisdorf 20034
Lerner, Harriet Goldhor: Wohin mit meiner Wut ?, Frank­furt/M. 1990
Liedloff, Jean: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück, München 1984
Mattausch, Jutta: Die große Welle, Aitrang 1996
Maurer, Yvonne: Tarot Therapie, Neuhausen 2001
Millard, Anne: Das war Ägypten, Ravensburg, 1982
Murphy, Dr. Joseph: Die Macht Ihres Unterbewußtseins, Genf 1987
Nelles, Wilfried: Die Hellinger-Kontroverse, Freiburg im Breisgau 2005
pro media: Tarot, Berlin 1981
Reeder, Jesse: Keine Chance für Energie-Vampire, München 2002
Reich, Wilhelm: Einbruch der Sexualmoral, Hamburg 1974
Rumpf, Horst: Die übergangene Sinnlichkeit, München 1981
Schäfer, Thomas: Wenn Dornröschen nicht mehr aufwacht, München 2001
Schäfer, Thomas: Was die Seele krank macht und was sie heilt, München 2006
Shah, Idries: Magie des Ostens, Basel 1994
Shakti Gawain: Stell dir vor, Hamburg 1986
Shakti Morgane: Orientalischer Tanz und Ekstase – der weibliche Weg zum ‚magischen Feuer’, Berlin 20002
Shakti Morgane: Kalender der Göttin, Berlin 2005
Shakti Morgane: Tarot. Der Schlüssel zur Magie, Berlin 20052
Sharamon, Shalila; Baginski, Bodo J.: Das Chakra-Hand­buch, Aitrang 199217
Stangl, Marie-Luise: Die Welt der Chakras, Düsseldorf 1984
Starhawk: Der Hexenkult als Ur-Religion der großen Göttin, München 1992

Imprint

Text: Shakti Morgane

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Dedication:
"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen." William Faulkner (1950 Literatur-Nobelpreisträger)

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