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Besessen



Wenn ich nicht so Dumm gewesen wäre, mich einfach packen zu lassen, wie ein Kaninchen, dann hätte ich jetzt nicht dieses Problem. Dieses Problem der komplett, absoluten Ratlosigkeit und Leere in Mir.

Das Kritzeln und Rascheln um mich herum verschlimmert die Situation nur noch. Wie können Alle anderen denken, während ich von Null-Komma-Nichts Ahnung Löcher in die Luft starre und verzweifelt Bilder auf meine Blätter schmiere?

Ich weiß, ich bin selbst Schuld.
Schuld an der vakuum artigen Leere in mir.
Was mich ausfüllt bist allein nur du.
Nichts anderes vermag mehr in mir Platz zu haben.
Der Drang zu dir, fegt stetig alle sich einschleichenden Versuche der eigentlich wichtigeren Dinge aus mir heraus.
Tür auf, und raus.

Ich lebe damit im Nichts.
Nichts.
Absoluter Dunkelheit.
Und das Einzige was mich erhellt ist das Wissen deiner Anwesenheit.
Und warum lebe ich so abhängig von dir?
Wieso bin ich kaum noch fähig nur einen einzigen Schritt zu tun?

Es macht mir Angst.
In meinem Inneren schnürt sich alles zusammen wenn ich nur daran denke wie es ist ohne dich zu sein.
Aber genauso schmerzhaft ist es zu wissen, das sich nichts anderes in mir verankern kann.

Sinnlos wird das Leben ohne dich.
Die bunten Schmetterlinge, die Sachen die das Leben lebenswert machen.
'Keine Bedeutung' hat plötzlich einen weiteren Sinn.
Willst du das ich so lebe?
Oder ist es dir gar nicht bewusst was du für Wellen in mir schlägst?
Allein der Gedanke deines Unwissens lässt mich bittere Tränen weinen.

Dabei habe ich dich nie gesehen.
Nie gespürt.
Nie gerochen.
Nur gehört.
Und habe gelacht.
Ich war glücklich. Und ganz ohne Zweifel, im Hinterkopf das es ja nur deine Stimme ist.
Doch der Gedanke verblasste, verlor die grelle Farbe und jetzt...

...gibt es nur noch dich.
Dich.
Dich.
Dich.
Dich.
Dich.

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Publication Date: 11-04-2009

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