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Des Bauern fette Töchter




Landpommeranzen las er früh in jugendlich umnachtung

er denkt:

die fetten weibsgestalten schmeichelten

dem lüstern jüngling fern vom flaume
den ihm die reife vorenthielt

Landpommeranzen war das buch
der lust die er so wünschte
von üppig milchgeschläuch genährt
träumt er von milch und honig

und heut was blieb von seinem traum?
nur eine vage erinnerung
die ihn noch hie und da besucht

oh bauernmagd gib mir den rest!


Fiktive Worte




Ich wünsche mir eine stunde
eine stunde genügt
eine stunde zum traurig sein
eine stunde zum genießen
eine stunde zum sprechen
und zum fühlen
dann soll es für immer enden
ich werde von dir aufsaugen
was für mein ganzes leben ausreicht
die seele wird sich schließen
und wir werden in unsere vergangenheiten treten


Gailes Getue




Spei! Spei!
Gibs dem blutenden Nerv
Im Safte des begehrenden Schreis
Werde ich dich befruchten

Spei! Spei!
Dein offenes Herz pocht
Des Nachts wenn du schäfst
Wird Wollust dich nähren

Dialog der Mannundfraufrustungsrezeptoren
oooh
oooh
oooh

Spei Du ludriges Weib
Auf mein hartes Leben!


Des Nachts war es Abend




Du im schein unendlichen mondgewabers
Des silbers vergänglicher duft gibt nebel frei
Du ich kann dich als traum betrachten
Beweg dich für mich!

Meine tauben flogen nicht selten gen Pluto
Und kamen als wolke zurück
Dann wurde ich belanglos traurig
Und mich dürstete nach busenfülle

Komm komm so ruft das spiegelnde wasser
Komm komm - und ich versinke darin
Wie die verzweifelte frau die nie zurückkehrte
Entschlafe ich in dir!


L´acte de le sanglier




Gingst du ins meer für mich
Oh haariges miststück?
Gabst du den gnadenstoß
dem lieben pferd, das du so liebtest
Für mich? du schwein?

Sue! Sue! Gib mir dein züngelein!

Hab ich die Pforten erst geöffnet
Wird´s schwein zur sau!
Im salz´gen meer werd ich laben
An milchgetürm
Und wonneslust

Sue! Sue! Mein zung´ sei dein!

Hab ich das meer dir nicht bestellt?
Als kaltes liebesnest im Frühjahr?
Nahmst du nicht an ich wollte dich?
So geh in frohmut ein und aus
Ich in dein warmes schneckenhaus!


„Licht im Kelch gibt guten Wein“

Dacht sie im Brausen schwüler Winde
Die sie nur liebten allzusehr

Gib mir das Licht in meinen Kelch
Rief sie dem strammen Recken
Ich lasse Dich, wenn Du es willst,
Den Himmelsnektar schlecken

Schweig still, Du Weib!
Entgegnet´er
Führst mich in dunkle Gründe
Den Himmel süss bekommt mein Leib
Wenn einst endet die Sünde

Du kleines Miststück,
Willst den Kobold auf dem Buckel?
Der keck mit platten Füßchen tanzt
Dir auf dem Rücken eine Gasse?

Willst Du am End den Kobold frei´n
Ihm treu sein bis zum Ende
In Glück und Leid
In Freud und Schand
Was willst Du Miststück, sag!

Der kleine Perg, der bin nicht ich,
Ich bin ein wilder Recke
Und doch,
Den bösen Traum vertreib ich gern
Den warz´gen Zwerg, den Ehering,
Nimm mich anstatt, ich tanz viel besser
Den Kobold in die Ecke!.

„Leben ohne Wein ist nur Malesse“

Dacht sie im Pfeifen kalter Lüfte
Die sie so hassten abgrundtief


Waschtaaaaaag!




Den schrank, den deinen, öffne mir
Die wäsche ist schon fertig
Ich gebe dir ein hemd
Und einen strumpf
Und manche andere gute gabe
Doch sag was gibst du mir?
Ein wort vielleicht
Ein schmalzgegrins
Ein weichgetu
Oder ein grabschgefass
In meinen großen leeren schrank?
Das will ich nicht, oh nein
Ein schwein grunzt freudig
Es freut sich bannig ob des lohns
Den ich von dir verlange:
Ein großes fettes eis
Geschmack von erdbeerhimbeerdrops
Austern glibbern mir als lohn
Getunkt in zitrus und pernot
Da hast du, frau!
Für diesen lohn
Geb ich die hose dir auch gern!


Du Du Du und ein explosives Ich



Schundgeschrei, einerlei, stets dabei, Liebesbrei
Auf auf Du getriebenes Glühwürmchen, flieg!

Immer wenn meine Rakete gestartet war
War sie auch schon explodiert
Es troff weiße Brühe auf die fruchtbaren Felder

Und Du wartetest darauf…

Aber ich will nicht mehr zu den Sternen fliegen
Andere sollen die Horizonte überwinden
Nicht Du - nicht ich!


Das Letzte




Hör mich an wenn ich spreche
Sieh mich an wenn ich still bin
Fass mich an wenn ich tobe

Mein herz ich liebte dich
Im sturm der mich von dir wegtreibt
Denke ich an dich und auch danach

Was bleibt, ist immer nur das gewesene
So wächst der berg der erinnerungen
Ein stück nur an jedem tag

Imprint

Publication Date: 03-13-2009

All Rights Reserved

Dedication:
mit Illustration von Saydigo

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