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Gedanken

"Je länger man ein Wort betrachtet, desto fremder schaut es zurück."
Der Verfasser dieses Zitates ist mir unbekannt.

 

Ihr Lieben,
Ich glaube das Künstler immer auch Philosophen sind.
Sowohl in der schreibenden, als auch in der malenden, klingenden, oder bildhauerischen Kunst ist der Schaffende anzunehmender Weise immer bemüht seinen Werken einen Schliff zu verpassen, der sie schön oder auch ästhetisch gelungen im Auge des Betrachters oder im Ohr des Hörenden erscheinen lässt. Hier nun die zweite Ausgabe mit 50 Gedichten, aus dem Leben gegriffen.

1

Liebe auf der Welt

 

Was auch geschieht, wir beide, wir steh’n uns nahe.
Komme, was will, und sei es auch noch so schlimm.
Was auch geschieht, wir beide, wir steh’n uns nahe.
Die Liebe, sie wird niemals vergeh’n.

Ist es auch grau und regnerisch heut, am Tage!
Wird es nicht hell, und kalt ist es noch zudem
Was auch geschieht, wir beide, wir steh’n uns nahe.
Durch Liebe - können Wunder gescheh’n.

Liebe
Ist mehr als nur ein Wort.
Liebe
Sie trägt die Sorgen fort.
Liebe
Verzaubert uns die Welt
Liebe
Herzen erhellt.

 

---

 

Hunger und Elend, Leid und Not - auf unsrer Erde.
Menschen, sie fliehen vor Krieg, vor Bomben und Tod.
Sind Ziellos, wie Schafe und Lämmer in einer Herde -
Die Welt, sie scheint aus dem Lot.

Jeder fürchtet sich vor dem, was noch kommen werde.
Es fehlt Medizin, es fehlt Wasser, und es fehlt Brot.
So Ziellos, wie Schafe und Lämmer in einer Herde -
Die Welt, sie scheint aus dem Lot.

Liebe
Ist mehr als nur ein Wort.
Liebe
Sie trägt die Sorgen fort.
Liebe
Verzaubert uns die Welt
Liebe
Herzen erhellt.


---

Komme, was wolle, ihr Lieben, es wird gelingen.
Wenn wir nur alle es lernen - zusamm’ zu steh’n.
Gemeinsam verhindern wir dann - weiteres Schlimme!
Denn Liebe, sie wird niemals vergeh’n.

Im Osten, Im Norden, im Westen und auch im Süden
Verbindet uns Menschen doch eines, und das ist schön.
Die Nähe zu andern, und dabei genau zu spüren -
Die Liebe, sie wird niemals vergeh’n.

 

Liebe
Ist mehr als nur ein Wort.
Liebe
Sie trägt die Sorgen fort.
Liebe
Verzaubert uns die Welt
Liebe
Herzen erhellt.

© Uwe Dee

2

 Die Wurstmacher

 

Nichts geht über Leberwürste
Lale lale lu
Gepresst, gemischt mit sehr viel Würze
Lale lale lu


Hinein damit in einen Darm
Und ab ins Kühlregal!
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.

Bratwurst fein und Bratwurst grob
Lale lale lu
Die sind des Fleischermeisters Job
Lale lale lu

 

Hinein damit in einen Darm
Und ab ins Kühlregal!
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.

Grützwurst ist doch auch was Feines!
Lale lale lu
Wenn das, was drinn' ist – auch nicht rein ist
Lale lale lu

Hinein damit in einen Darm
Und ab ins Kühlregal!
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.

Bockwurst, Fleischwurst, Leberkäse
Lale lale lu
Hergestellt auf gleiche Weise
Lale lale lu

 

Hinein damit in einen Darm
Und ab ins Kühlregal!
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.
Ich ess sie gern, ganz ohne Scham
Was ihr denkt, ist egal.
____

 

Lebensmittel und Trunkwaren
Lale lale lu
Sie alle, sie offenbaren
Lale lale lu

Der Mensch will satt sein und gestillt
Egal womit und wie!
Dafür sorgt auf der ganzen Welt
Die Nahrungsindustrie.
Dafür sorgt auf der ganzen Welt
Die Nahrungsindustrie.

 

---

 

Und wir alle haben von den wirklichen Zutaten keine Ahnung!
Guten Appetit!
© Uwe Dee

3

 365

 

365 Tage hat das Jahr.
Ein jeder davon wunderbar.
Zum Freundschaft knüpfen sind sie da.

 

365 Mal Bedanken,
sich zu kümmern um die Kranken.
Aufzurichten die, die schwanken.

 

365 Male Lachen;
gleich morgens schon, das ist zu machen.
Das, so wie auch andre Sachen.

 

365 Mal begrüßen,
das, was kommt. Den Liebsten küssen;
oder Sie, ohn’ es zu müssen.

 

365 Fragen
an den, der kann die Antwort sagen.
Raus damit, nur Mut, es einfach wagen.

 

365 dunkle Nächte
nehmen auf vom Tag das Schlechte.
Lassen zurück nur das Gerechte.

 

365 Mal ein Tag.
Und keiner ist, das sei gesagt;
Darunter, der schon alt ist und betagt.

 

365 Mal die Zeit
Täglich 24 Stunden weit.
Hält Gutes nur für uns bereit.

 

---

 

Doch das Erkennen dieser Sachen,
muss ein jeder selber machen.
Es annehmen können und sich freuen.
365 Male ohne zu reuen.
©Uwe Dee

4

 Die Schöpfung der Krone!

 

Da sind wir also nun, die Schöpfung der Krone und agieren wie die Barbaren!
Denn Tiere, die Gestern noch lebten, sind jetzt die, die einst waren.
Die Wälder, sie sterben! Doch das macht uns nichts aus.
Wir bauen dort Städte, Für jeden Baum dort nun ein Haus.
Wo einstmals noch Wildpfade sichtbar im Grün
Sind jetzt gepflasterte Straßen zu sehen.

Wir feiern den Fortschritt und singen dazu
Von Trio das Lied mit der Wurst, das geht so:

Alles geht zu Ende
Doch was schert uns das?
Wir klatschen in die Hände
Und wir geben Gas!

 

Wir roden, buddeln, und graben, nach allem was fehlt, was wir nicht haben.
Die Schätze der Erde, ihr Öl und ihr Gold, irgendwie hervorgeholt.
Ob Braunkohle, Steinkohle, Gas, Diamanten
Wir wollen zu Lebzeiten die sein, die es fanden.
Es ist unser Streben nach Macht und nach Ruhm.
Also, was könnten wir anderes tun?

Wir feiern den Fortschritt und singen dazu
Von Trio das Lied mit der Wurst, das geht so:

Alles geht zu Ende
Doch was schert uns das?
Wir klatschen in die Hände
Und wir geben Gas!

 

Ein Hoch auf unser Können und Schaffen. Sterben dabei auch die Bären und Affen.
Tot unsere Meere, wir fischen sie leer. Meeresbewohner gibt es kaum mehr.
Und Scheiß auf die Zukunft. Denn wir leben jetzt.
Nach uns die Sintflut. Denn die kommt zuletzt.
Es gilt zu beweisen, wir Menschen sind stark.
Trifft es die Natur um uns her auch sehr hart.

 

Wir feiern den Fortschritt und singen dazu
Von Trio das Lied mit der Wurst, das geht so:

Alles geht zu Ende
Doch was schert uns das?
Wir klatschen in die Hände
Und wir geben Gas!

Und unsere Kinder? Ach sollen die doch sehen. Irgendwie wird es schon gehen.
Wenn es auch heiß wird nun auf Erden. So schlimm wird es wohl nicht werden.
Egal, die kommen schon zu Recht.
Hauptsache uns geht es nicht schlecht.
Was dann von der Erde bleibt
Das sei dann ihr's für lange Zeit.

 

Wir feiern den Fortschritt bis es nicht mehr geht
Besingend das Leben. Denn Später ist es zu spät.:

Alles geht zu Ende
Doch was schert uns das?
Wir klatschen in die Hände
Und wir geben Gas!

(Gott, mir graust es!)
© Uwe Dee

5

 Ehezwist - Wer sagt was?

 

Alles was ich mache ist falsch sagst Du!
Nur wo zu, nur wo zu, nur wo zu, nur wo zu
Soll ich mich bemüh’n es dir recht zu tun?
Egal, was ich mach, du lässt mich nicht ruh’n.

Du mäkelst hier und meckerst da.
Nichts ist mehr so, wie es mal war.
Was ich auch tu’e, es ist nie recht.
Du machst mich nur noch schlecht.

 

Der Kaffee ist die Plörre pur!
Die Brötchen aufgebacken nur.
Die Butter alt, und rantzig auch
Und siehst du mich, schmerzt Dir der Bauch.

Die Zeitung die ich Dir besorg’
Klagst Du, ist doch nur ausgeborgt
Vom Nachbarn, der nur eines will
Jammerst Du, und Du bist nie still.

Die Wohnung, die sieht schrecklich aus.
Viel lieber hättest Du ein Haus.
In dem sich herrlich wohnen lässt.
Du gibst mir noch den Rest.

Das Mittagessen riecht verbrannt.
Schreist Du, und Du kommst angerannt
In die Küche, und schaust mir zu.
Und meckerst nur, was ich auch tu’e!

Und nach dem Abendessen dann
Was ich Dir nicht recht machen kann
Da legst Du dich hernach sogleich
Ins Bett, das ist dein Himmelreich.

Die Tür ist zu, ich ausgesperrt.
Irgend etwas läuft doch verkehrt!
Im Sessel darf

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Text: Uwe Dittmer
Images: Uwe Dittmer
Cover: Uwe Dittmer
Editing/Proofreading: Uwe Dittmer
Publication Date: 09-04-2019
ISBN: 978-3-7487-1461-3

All Rights Reserved

Dedication:
Meinen Freundinnen und Wegbegleiterinnen. Meinen Freunden und Wegbegleitern. Meiner Familie.

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