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Da saß sie nun, zusammen gekrümmelt in ihrem Zimmer. Dachte an den heutigen Schultag und kniff die Lippen zusammen. Wieder einmal wurde sie von ihren Mitschülern gehänselt, als sie mit der ausgebeulten Jacke und den kaputten Turnschuhen in die Schule kam.
Sogern würde sie tolle und schöne Klamotten haben, aber ihr Taschengeld waren jeden Monat nur 2 Euro.
,,Wenigstens bekomme ich was." flüsterte sie zu sich selbst. Es klopfte an ihre Tür, ,, Herrein !" schrie sie, und ihr Vater trat ins Zimmer ein. ,, Na, wie war es heute in der Schule?" fragte er. Magdalena drehte sich zur Wand und versenkte ihren Kopf in ihren Armen.
,, Haben dich die anderen wieder gehänselt?" fragte er nun und kniete sich zu ihr auf den Boden. Magdalena nickte nur und schluchtzte. ,, Dann müssen wir mit den Lehren reden." Magdalena schüttelte den Kopf, sie wollte nicht das die Lehrer das wissen, sonst würden alle sie als Petze beschimpfen. Ihr Vater stand auf und wollte aus dem Zimmer gehen. ,, Papa!" sagte sie und drehte sich zu ihm. ,, Ja kleines?"
,,Darf ich bitte etwas Geld zum Einkaufen bekommen?" beendete sie ihren Satz und guckte ihren Vater mit Hundeaugen an. ,,Na gut. Aber nur dieses eine mal. Du weißt das wir nicht viel Geld haben." Magdalena nickte glücklich und nahm das Geld ihres Vaters. Danach rahste sie aus dem Haus zu einer Boutice und kaufte sich Moderne und angesagte Sachen. Als sie Morgens zur Schule ging wurde sie von allen schief angesehen. Die drei oberläster Ziegen kamen auf sie zu und fragten:,, Hat dein Vater endlich seinen Lohn bekommen?" Alle lachten. ,, Nein." erwiederte Magdalena. ,,Das habe ich geklaut." Natürlich hatte sie das nicht. Und sie wusste auch gar nicht warum sie das gesagt hatte.
Plötzlich waren alle nett zu ihr und fanden sie super cool. Die drei Mädchen hingen immer mit ihr ab und waren nie gemein. Irgendwann bekamen sie mit das sie immer das gleiche anhatte und fragten sie:,, Warum ziehst du immer dieselben Klamotten an, es müsste dir doch ein leichtes sein deinen Kleiderschrank zu füllen?" ,, Ich weiß, ich wollte heute sowieso noch was klauen gehen." sagte sie. Da waren wieder alle beeindruckt. Die drei fragten sogar ob sie zugucken dürften wenn sie was klauen würde. Magdalena wollte ihre neuen Freunde nicht verlieren und nickte.
Nachmittags gingen sie zu einer outice und Magdalena stopfte in ihren dicken Pulli coole Klamotten. Die drei Mädchen schauten von einer Kabine aus zu. Plötzlich fasste ein Mann ihr auf die Schulter, na toll der Ladendedektiv. Er nahm sie mit in sein Büro und sie wurde nach ihrem Namen nach der Telefonnummer und sonstige Angaben gefragt. Sie musste Strafe bezahlen und bei ihren Eltern wurde angerufen. Nun ging sie aus der Boutice und starrte beim rausgehen überall hin, doch nirgenwo waren ihre Freundinnen. Sie hatten sie im Stich gelassen, und wollten nie ihre Freundinnen sein. ,, Wie konnte ich nur so dumm sein." murmmelte sie. Hoffentlich sind ihre Eltern nicht allzu sauer wenn sie zu Hause ist. Sie lief den weg entlang nach Hause, das war ihr eine Lehre.

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Publication Date: 08-08-2009

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