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© K.-H. Kupfer

Materie – und Realität
Wie real ist unsere Welt?

Eine Überlegung vorab

Da das Thema sehr umfangreich ist, und nicht jeder alle Einzelheiten wissen möchte, habe ich mich hier auf das Wesentliche beschränkt, um zumindest einen zusammenhängenden Überblick zur Thematik zu geben. Physikalische Einzelheiten würden Leser, die sich zum ersten Mal mit der Thematik befassen, zunächst nur abschrecken. Sollte es sich aus dem Interesse für dieses Buch so ergeben, dann wird ein weiteres Buch mit detaillierten Informationen folgen.

Wie real ist die Welt?

Außersinnliche Wahrnehmungen, Dèjà-vu-Erlebnisse, Astralwanderungen, Kontakte zu jenseitigen Welten? Alles Humbug sagen die einen, mystische Realität erwidern die anderen. Wie wahrscheinlich sind solche Phänomene? Was ist dran an all diesen Dingen? Wie fest ist unser Platz in dieser Welt, die wir doch so gern als einzig und real ansehen? Entspricht das, was wir von dieser Welt kennen, wirklich der von uns geglaubten Wirklichkeit? Sind all die Gegenstände, die Blumen, die Steine, die Tiere und gar wir selbst zu jeder Zeit hier voll und ganz real existent? - Wohl nicht, denn:

Unsere Welt ist viel umfassender als wir meinen. Sie besteht aus mehr als nur aus dem, was wir mit unseren Möglichkeiten von ihr erfassen können, um es in die von uns geschaffenen Formeln und Gesetze zu kleiden. Aber nur das sind wir gewillt, als real anzuerkennen.

So ist es z. B. kaum verwunderlich, dass wir aufgrund einer zunehmend sehr materialistischen Betrachtungsweise und Einstellung fest behaupten, stets als Ganzes hier in dieser Welt existent zu sein. Auch lehnen wir es ab, anzuerkennen, dass es außer uns und all das, was wir wahrnehmen, noch etwas geben könnte.

Wir sind zu sehr mit unserm Denken ausschließlich auf das fixiert, was wir zumindest sehen, hören oder anfassen können. Dennoch ist die Welt viel umfassender. Wer würde es widerspruchslos hinnehmen, wenn man ihm sagt, dass er sich zu keinem Zeitpunkt voll real hier in dieser Welt befindet?

Wir lehnen allein schon solche Überlegungen ab und verspotten all diejenigen, die schon mal Erlebnisse im Grenzbereich der Wahrnehmung hatten. Doch die Physik lehrt bei genauem Hinschauen, dass es all die Dinge gibt. Wir dürfen uns diesen Erkenntnissen nur nicht verschließen.

Verbindungen zu anderen Welten

Bereits Heisenberg, ein Physiker (geb. 1901), dessen Unbestimmtheitsrelation (1927) besagt, dass die Position eines Teilchens der Materie um so ungenauer zu bestimmen ist, je genauer wir seine (Bewegungs-)Größe in Betracht ziehen.

Das wiederum bedeutet, dass sich jedes Teilchen dieser Welt im Falle des Absoluten überall und nirgends befindet, faktisch im Unendlichen bzw. in der Unendlichkeit.

In den Alltag übersetzt bedeutet es, dass alles, was wir an Materie kennen, unserer Wahrnehmung um so mehr entschwindet, je genauer wir es uns „anschauen“, also den Ort bestimmen wollen, wo sich diese Materie befindet. Damit ist natürlich nicht der Stein am Wegesrand gemeint, sondern die Teilchen, aus denen die Materie des Steines besteht.

Jedes Teilchen der Materie ist also unter bestimmten gegebenen Umständen aus unserer realen Welt entschwunden und befindet sich jenseits des von uns Erfassbaren, wenn man so will, in einer jenseitigen Welt bzw. Dimension, im Jenseits.

Im Jenseits? Aber ja, doch das ist hier nicht Gegenstand der Betrachtung, dennoch ist die damit verbundene Assoziation korrekt. Und es gibt mehr und mehr Hinweise, die all das bestätigen, auch das ständige Zusammenspiel zwischen unserer materiegebundenen Ebene (Welt) des Seins und einer Existenz jenseits davon.

Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Ebenen (Welten) des Seins ist jedoch anders als man ihn sich gemeinhin vorstellen mag, weil dabei nicht etwa komplette Teilchen der Materie, also nicht der komplette Stein am Wegesrand von unserer Welt in eine andere, jenseitige Welt wechselt, sondern lediglich energetische Inhalte der Materie.

Es handelt sich dabei also um Teilchen (Grundbausteine), woraus sich die Materie zusammensetzt, die dann jedoch jeweils für einen kurzen Moment in einen anderen Zustand wechseln, wo sie nicht mehr Materie sondern Energie sind, danach aber wieder zurückkehren in die Welt der Materie. D. h., die Grundbausteine der Materie wechseln ständig zwischen einem energetischen und einem materiellen Zustand hin und her.

Auf diese Weise schwingt die gesamte Materie in ihrem Innern ständig zwischen einer diesseitigen und einer jenseitigen Welt. Deshalb dürfen wir sogar davon ausgehen, dass sich selbst von unserm Körper stets irgendwelche Teilchen für unvorstellbar kurze Momente im "Jenseits", also in einer jenseitigen, von uns real nicht erfassbaren Dimension befinden.

Kurzum: Materie ist zu keinem Zeitpunkt voll und ganz in dieser, unserer Welt vorhanden (existent). Und aus solcher Materie, deren innerste Teilchen ständig zwischen den verschiedenen Ebenen des Seins hin- und herschwingen, bestehen auch wir - aber auch die Blumen, die Bäume, unser tägliches Brot, Sonnensysteme, Galaxien usw. usw.

Und so stehen wir als ein Gebilde aus Materie über die Grenzen der materiellen Ebene hinweg in ständiger Verbindung mit all dem Geschehen und den Dingen, die sich jenseits der von uns real wahrnehmbaren Welt befinden bzw. dort abspielen. Man mag diese jenseitige Ebene Licht, Energie, Ursprung, Zentralwissen oder Gott nennen, es ändert nichts daran.

Nun stehen wir zwar in ständiger Verbindung zu dieser jenseitigen Welt, dennoch fehlt uns die Wahrnehmung dafür. Lediglich die Physik zeigt uns über die kleinsten Teilchen den Weg dorthin auf, oder eben jene Menschen, die über die Gabe solcher Grenzwahrnehmungen verfügen.

Wie real ist unsere Existenz?

Das lässt sich etwas locker anhand eines Beispiels erklären:

Jeder von uns schaut gern mal in den Spiegel und glaubt, dass er wirklich so ist, wie er sich sieht. Doch inwieweit stimmt das, wo doch stets irgendwelche Teilchen von uns auf der Wanderschaft zwischen den verschiedenen Welten sind? Und entspricht unser Gewicht wirklich immer dem, was uns die Waage anzeigt? – Nein, denn es ist lediglich ein Mittelwert, gebildet von jenen Teilchen, die zu diesem Zeitpunkt gerade in unserer realen Welt anwesend sind.

Nun, ganz so dramatisch wie sich das anhört, ist es natürlich nicht. Zwar ist es grundsätzlich an dem, aber all das spielt sich in Größenordnungen und unvorstellbar kurzen Zeiten bei extrem hohen Geschwindigkeiten ab, sodass diese Vorgänge von uns nicht wahrgenommen werden können und nicht einmal (messtechnisch) zu erfassen sind. Hier ist das Gebiet der Grenzerfahrungen gefragt.

Unser Sein ergibt sich aus dem Schwingen um einen imaginären Punkt

Die Kontinuität unseres Seins ergibt sich also nur aus dem raschen Aneinanderreihen von unendlich vielen, sehr ähnlichen Zuständen, wie bei einem Kinofilm. Denn sobald das Schwingen der Teilchen zwischen den unterschiedlichen Ebenen des Seins nur genügend schnell ist, sind die einzelnen Zustände des Wechsels nicht mehr zu erkennen, und es ergibt sich eine Kontinuität, eine Form von Existenz, von Sein. Und genau so verhält es sich mit dem Schwingen der Teilchen der Materie, sodass sich auch da eine Kontinuität ergibt, eine Existenz, ein Sein, und auf diese Weise auch die für uns real existierende Welt.

Die gesamte Materie ist ein löchriges Gebilde

Besteht die gesamte Materie letztendlich nur aus energetischen Wirbeln? Wie stellt sich das alles anhand von Dingen dar, mit denen wir ständig umgehen? Ist beispiels- weise ein Ziegelstein wirklich das, wofür wir ihn halten, ein festes Gebilde?

Nein, er ist es nicht, denn schon bei einer einigermaßen Vergrößerung erkennen wir im Innern viele Hohlräume, obwohl es von außen kaum zu vermuten ist. Nicht anders ist es bei einem Gegenstand aus Metall. Auch da lässt sich bei einer entsprechenden Vergrößerung ähnliches feststellen. Schließlich ist die gesamte Materie nur ein löchriges, hohles Gebilde.

Selbst die Struktur der Moleküle und Atome macht da keine Ausnahme. So bestehen Atome lediglich aus einigen wenigen Teilchen - Protonen, Elektronen und Neutronen - die durch Energie an bestimmten Plätzen innerhalb eines freien Raumes gehalten werden, wobei aus der jeweiligen Anordnung der Teilchen innerhalb des freien Raumes sich die Eigenschaften der Materie ergeben. Materie besteht also nur aus viel freien Raum, einigen Teilchen und viel, viel Energie. Auch hier ist die Realität anders als das, wofür wir sie halten.

Ist unsere Existenz letztendlich nur eine Manifestation von Energie?

Und so stellt sich letztendlich die Frage, ob nicht alles Sein nur eine Manifestation von Energie ist, von energetischen Wirbeln einer höheren Form von Energie. Ergibt sich unser Sein allein aus der schnellen Rotation von energetischen Wirbeln, ähnlich den Flügeln eines Ventilators, wobei die schnelle Abfolge der einzelnen Zustände die Kontinuität unseres Seins ausmacht? Was ist also real von all dem, was wir von dieser Welt als real ansehen? - Im Grunde nur sehr wenig.

Aber in unserer heutigen technikgläubigen, materialistisch eingestellten Welt brauchen wir für alles Beweise, um etwas als Fakt anzuerkennen. Die Physik hat hier schon beachtliches geleistet und wird die Erkenntnis weiter voranbringen, sodass eines Tages auch der letzte Zweifler die Beweise erhält, dass unsere Welt eigentlich ganz anders ist, als das, wofür wir sie halten, und dass es durchaus auch die eingangs erwähnten Dinge gibt, auch wenn sie heute noch von vielen zu Unrecht belächelt werden.

Seien wir glücklich über alle, die schon heute den Weg der Erkenntnis gefunden haben.

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Publication Date: 02-05-2011

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