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Ein Traum der zum Albtraum wird




Die schwarz aufgestellten Ohren meiner Hannoveraner Stute Lady Foxy kurz Lady, zuckten nervös umher. < Ruhig meine süße, gleich sind wir an der Reihe> flüsterte ich ihr ins Ohr. Sie Trabte nervös umher und ich begann ebenfalls etwas nervös zu werden. Aber ich musste mich zusammenreisen wenn ich jetzt die Nerven verlieren würde, würde sich das auf Lady übertragen, denn sie war sehr sensibel und leicht aus der Ruhe zu bringen. Das durfte ich nicht zu lassen. Das klatschen ertönte. Das bedeute der Reiter vor mir war fertig und wir waren an der Reihe. Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter und ich bekam eine Gänsehaut vor Aufregung. Ich trabte mit Lady in die Arena. Sie war ausverkauft bis obenhin. Tausende von Zuschauern jubelten mir zu. Es war ein atemberaubendes Gefühl. Einfach wunderbar. Ich sog die Bewunderung tief in mich auf bevor ich Lady angaloppierte und auf das erste Hindernis zuritt. Lady nahm den blauen Steilsprung mit Leichtigkeit. Und schon ging es zu dem nächsten Hindernis der Irischen Welle. Das war ein Weißer kleiner Sprung der auf einem Hang stand. Also man musste über das Hindernis Springen und gleichzeitig auf den Hang. Dann zwei Galoppsprünge und der nächste weiße Sprung. Bei diesem musste man wieder nach unten springen. Wieder zwei Galoppsprünge dann wieder ein weißes Hindernis. Diesmal musste man wieder auf einen kleinen Berg springen und wieder hinunter. Dies schaffte Lady auch mit Leichtigkeit, denn das hatten wir ja zu Hause auf dem Gestüt geübt. Nun eine Scharfe Wendung. Und jetzt ein bisschen die Galoppsprünge verlängern, denn als nächstes folgte ein gewaltiger Oxer. Das schwierige war, ich durfte nicht zu schnell werden, denn sonst wird mir Lady zu flach. Also musste ich genau das Tempo bestimmen. Aber Gott sei Dank schafften wir es auch ohne Abwurf über diesen Sprung. Anschließend folgte eine dreier Kombination. Es war ein Steilsprung, Oxer, Steilsprung. An den ersten Sprung kamen wir etwas zu dicht, aber es ging noch, wir berührten zwar die oberste Stange aber ich hörte sie nicht auf dem Boden aufkommen. Es folgten zwei Galoppsprünge (in denen ich ein bisschen Tempo rausnahm, damit die Distanz einigermaßen wieder stimmte) und schon kam das nächste Hindernis. Jetzt ein Galoppsprung und ebenfalls noch einmal ein Steilsprung. Wir hatten auch diese schwere Aufgabe gelöst. Das Publikum war begeistert. Es begann zu Jubeln. Mir entfuhr ein Lächeln voller Stolz darauf, dass ich es bis in die Olympiade geschafft hatte. Aber ohne meine wundervolle Stute hätte ich das nie und nimmer geschafft. Sie war einfach Gold wert. Sie konnte sich aus den heikelsten Situationen beim Springen herauswinden ohne einen Abwurf zu kassieren. Ich war so stolz auf Lady. Jedes Mal wenn wir einen Parcours absolvierten dachte ich mir was für eine tolle Stute ich da unter mir hatte. Aber jetzt musste ich mich wieder konzentrieren ich hatte noch viele Hindernisse vor mir die zu Bewältigen waren. Als nächste folgte ein breiter Wassergraben. Ich gab Lady ein bisschen mehr zügel, setzte mich tief in den Sattel und verlängerte ihre Galoppsprünge. Doch plötzlich ließ sich Lady ablenken durch die Blumen. Ich trieb noch energischer und Gottseidank berührten wir haarscharf das Wasser nicht. So jetzt musste ich sie schnell wieder bremsen. Ich gab Paraden und stellte sie wieder sauber ans Gebiss. Sie versammelte sich augenblicklich und wir kamen perfekt an den grünen Steilsprung. So jetzt kam eine richtig Schwierige Aufgabe. Der WALL! Mein Erzfeind. Im Training hatten wir ihn zwar schon oft geübt aber trotzdem. Ich galoppierte den kleinen Hang hinauf und sprang über die beiden kleinen Hindernisse. So jetzt kam der Abhang! Das Pferd musste auf den Hinterhufen hinunterrutschen anschließend hatte es einen Galoppsprung Zeit bevor es zum nächsten Hindernis ging. Eine schwierige Aufgabe! Erst zögerte Lady ein bisschen aber ich trieb sie mit den Schenkeln und Kreuz. Schon rutschte sie hinunter. Doch plötzlich stolperte sie und wir fielen und fielen. Es gab einen Dumpfen Aufschlag als wir auf dem Boden krachten.

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Publication Date: 02-27-2012

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