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Sonnenaufgang


Nebel bildete sich in der noch schlafenden Stadt. Vor den gewaltigen Mauern lag ein karges Land, mit wenig bis keinen Bäumen. In der Stadt, die trotz des nahenden Morgens noch ruhig war; schlich eine dunkle Gestallt zwischen den engliegenden Häusern umher. Sie bewegte sich vorbei an dem Brunnen, der am Marktplatz stand, vorbei. Der Schrei eines Raben durchbrach die Stille. Mit einem gewaltigen Satz landete die Gestalt auf dem Dach eines naheliegenden Gebäudes. Nach dem Geruch zu urteilen eine Bäckerei. Auf einmal bewegte sich eine schlanke Frau hinter einem Schornstein hervor. Die schwarze Gestalt erschrak und durch die heftige Bewegung rutschte ihr die Kapuze vom Kopf. Zum Vorschein kam ein bleiches Gesicht mit männlichen Zügen. Nach einer Schrecksekunde beruhigte sich der Mann und richtete sich auf. "Du bist schon zu lange auf der Flucht" sprach die junge Frau, wobei sie ihre langen schwarzen Haare aus dem Gesicht strich. "Das sind wir alle.", antwortete der Mann knapp, wobei er, wie immer, die Schönheit der Frau bewunderte. "Der Tag bricht herein, wir sollten gehen", meinte sie, "Wie sehr sehne ich mich einmal wieder den Sonnenaufgang zu sehen, du etwa nicht?" "Und zu Asche zerfallen?" antwortete der Mann "Eher nicht." Mit diesen Worten sprang er zu einer verfallen Hütte und verschwand. "Der kann einem wirklich jeden schönen Moment zerstören" sagte die Frau mit einem Lächeln und sprang hinterher.
Kurze Zeit später ging die Sonne auf und versprach einen wolkenlosen Tag. Die Stadt erwachte langsam zu leben, während in der verlassenen Hütte eine gut versteckte Falltür zu geschoben wurde. Mehrere Treppen tiefer befanden sich die zwei in einem weitlaufenden Raum. Beide steuerten auf eine geschlossene Tür zu und stießen beide Türflügeln auf. Sie betraten eine riesengroße Halle mit 2 Reihen Tische auf jeder Seite und einem Buffet in der Mitte am anderen Ende des Saales stand ein gewaltiger Tisch an dem jedoch nur eine Person saß.

Die Entscheidung


"Ah, ihr seit spät" meinte der Mann am Tisch. Er hatte langes blaues Haar, rote Augen und war genauso bleich wie die anderen. Auffälig war eine Narbe auf der rechten Wange. "Iliza du kannst gehen, aber mit dir Andiros muss ich reden", sprach er weiter. Iliza verbeugte sich und verließ den Sall wieder. Andiros trat näher und fragte: "Ja Meister?" "Du weißt wie selten Kinder in unseren reihen sind oder?" Ein Nicken. "Und du weißt sicher wie stark und mächtig diese sind?" Ein weiteres Nicken. "Dann weißt du sicher das sich alle über ein Kind freuen würden?" Keine Reaktion. "Aber genug davon. Ich habe vor die Stadt einzunehmen." In Andiros Gesicht zeichneten sich Entsetzen und Überrschung ab. "Aber wie und vorallem warum?" "Warum!?", schrie er und sprang auf "Vieleicht weils sie uns seit 250 Jahren jagen!" Er setzte sich wieder, "Ich war dort, ich war dort vor all den Jahren.
Ich sah wie der erste Vampir hingerichtet wurde. Verbrannt auf einem Scheiterhaufen." "Aber können wie sie für die Taten ihre längst verstorbenen Vorfahren bestrafen?" "Wir bestrafen die Menschen für das was sie uns schon seit Jahren antun, egal welche Generation." "Aber vergiss nicht wir waren auch mal Menschen" "Wieso nimmst du sie in Schutz? Sie haben deine Eltern getötet und dich zurückgelassen, einsam und verlassen." "Ich weiß doch ich hatte meine Rache schon und wir Vampire haben hunderte von ihnen getötet." "Und sie tausende von uns. Aber genug, mein Entschluss steht fest. Nun geh." "Ja Meister." Andiron verließ den Saal und ließ seinen Meister allein zurück.

„Und? Was habt ihr besprochen?“ fragte Iliza, nachdem Andiron den Saal verlassen hatte. „Er will die Stadt angreifen mit Hilfe von irgendeinem Volk namens Shagene.“ „Was?!“ „Ja, einer von ihnen ist hier.“ „Wer zu zugefrorenen Hölle ist das denn?“ „Das werden wir morgen Nacht selbst herausfinden, aber jetzt sollten wir schlafen gehen.“ Schweigend gingen die beiden in ihre jeweiligen Zimmer.

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Publication Date: 04-12-2012

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