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Anmerkung

Diesen Heftroman für junge Mädchen haben die beiden Autorinnen Hilde Linsel Ladewig (Tasha) und Andrea Kochniss (Celine) gemeinsam für junge Mädchen geschrieben. Er erschien ursprünglich unter dem Titel "Tasha & Celine"

 

Eine kostenlose XXL-Leseprobe gibt es unter www.engelsgeruechte.de

Kapitel 1: Tasha

Hallo, ich bin Tasha.

In Köln geborene Deutsch-Amerikanerin.

Ich war siebzehn Jahre alt, als die Dinge geschahen von denen ich euch erzählen möchte.

Ich lebte bei meinem Vater in Hamburg - meine Mutter wohnte seit der Scheidung wieder in Chicago. Vor ein paar Jahren hatte ich sie dort einmal besucht, während mein Vater beruflich in Chicago war. Da meine Eltern einen Ehevertrag geschlossen hatten, wonach meiner Mutter nur ihre eigenen Dinge blieben und sie auf Unterhalt verzichtete, setzte mein Vater sich durch, und ich blieb bei ihm. Er meinte mir mehr bieten und besser für mich sorgen zu können als Mom.

Ich hatte es sogar sehr gut bei ihm. Obwohl er nur wenig Zeit für mich hatte, bekam ich alles, was ich brauchte - meistens sogar was ich wollte. So hatte ich mich im Laufe der letzten fünf Jahre daran gewöhnt, immer meinen Kopf durchzusetzen.

Als ich mit Paps in Chicago war, lernte ich dort den gleichaltrigen Jack kennen. Ich war mit Mom essen und danach spazierten wir noch durch einen Park - als Jack mit seinem Skateboard buchstäblich in mich hineinraste. Noch ehe ich so recht wusste, wie mir geschah, saß ich auf dem Hintern und Jack lag in voller Länge auf mir. Meine Mutter war bis ins Innerste erschrocken und stand nur da. Jack hatte sich bei dem Sturz ziemlich weh getan und ich lag auf dem Rücken - und lachte. Dieses verging mir aber bald, als Jack mit schmerzverzerrtem Gesicht »Sorry!«, murmelte und sich von mir herunterrollte. Meine Mutter erwachte aus ihrer Starre und kniete sich neben Jack.

»Bist du verletzt?«, fragte sie und schob das Skateboard beiseite.

»Ich weiß nicht genau ... Mein Knie tut ziemlich weh«, stöhnte er.

»Kannst du aufstehen?«, wollte Mom von ihm wissen.

»Ich versuche es mal«, meinte er und rappelte sich mit unserer Hilfe hoch. Ernsthaft verletzt war er zwar nicht, aber vernünftig laufen ging trotzdem nicht.

»Bist du eigentlich okay?«, wandte er sich an mich.

»Sicher, mir ist nichts passiert. Vielleicht bekomme ich einen blauen Fleck am Po, aber mehr ist nicht.«

Meine Mutter entschied, dass wir Jack in ihrem Auto nach Hause bringen, denn in ein Krankenhaus wollte er nicht.

Ab dem Tag traf ich mich relativ häufig mit Jack. Ich fand ihn nett, man konnte Spaß mit ihm haben und - was mir aber egal war - meine Mutter und mein Vater fanden ihn toll, sympathisch und was auch sonst noch. Ein echtes Problem für mich aber war, dass Jack total in mich verliebt war. Dabei schien es ihm wenig auszumachen, dass ich auch schon mal mit seinen Kumpels flirtete, ihn gelegentlich versetzte und immer wieder meine Launen an ihm ausließ. Er duldete alles! Dabei war ich nicht im Mindesten verliebt. Doch wenn ihm Eine schöne Augen machte, flippte ich regelrecht aus - was ihm dann wieder Hoffnungen machte. Ein Teufelskreis!

Als ich zurück in Deutschland war, legte ich die Episode Jack zu den Akten und dachte kaum mehr an ihn, beantwortete keinen seiner Briefe oder Anrufe. Zu jener Zeit bekam ich deswegen richtig fiesen Zoff mit meinem Vater, sogar meine Mutter klinkte sich von Chicago aus ein. Beide vertraten den Standpunkt, ich hätte Jack als Spielball meiner Launen nur benutzt, ihm Hoffnungen gemacht und ihn letztlich wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Streit auf Streit mit meinem Vater folgte und schließlich zwang er mich, als Jack wieder einmal anrief, mit dem Jungen zu reden.

»Hallo Jack ...«, maulte ich in den Hörer.

»Tasha?! Endlich erreiche ich dich mal!« Er freute sich ganz offensichtlich sehr.

»Was gibt es? Ich habe es nämlich eilig ...«, motzte ich und mein Vater warf mir warnende Blicke zu.

»Ich versuche schon seit Wochen, dich mal zu sprechen. Und geschrieben habe ich auch ... aber vielleicht sind die Briefe verloren gegangen? Na ja, jetzt habe ich dich ja endlich mal erwischt«, lachte er.

»Jack, wirklich... Ich bin gerade...«, stammelte ich nach Worten suchend, und wieder drohte mein Vater mir mit Blicken.

»Ich rufe wohl ungelegen an, oder?«, bemerkte Jack sehr richtig.

»Um ganz ehrlich zu sein ... Ach Jack, ich ... ich weiß nicht, ob du dich überhaupt noch mal melden solltest.«

»Du willst nicht, dass ich anrufe? Oder schreibe?«, fragte er und war ganz fassungslos.

»Wenn ich in dir falsche Hoffnungen geweckt habe, tut es mir leid. - Wir können gern ab und zu Kontakt haben, Freunde bleiben ... aber mehr nicht. Es tut mir leid, Jack.«

»Tja, da kann man nichts machen, schätze ich. - Bis irgendwann mal«, murmelte er und legte einfach auf.

Ich schaute auf den Telefonhörer, und mein Vater meinte kühl: »Das hat der arme Junge wirklich nicht verdient.«

»Aber ich war doch jetzt ehrlich zu ihm! Was habe ich nun wieder falsch gemacht?«, empörte ich mich.

»Du warst ehrlich, ja - allerdings ein paar Monate zu spät, Natasha! Wünsche dir lieber, dass nie jemand so mit dir spielt!«, schimpfte er und ging in sein Büro zurück.

»Also, wie man es macht, es ist verkehrt«, murmelte ich vor mich hin und war im Gedanken schon beim Treffen mit einer Freundin und unseren beiden Kumpels. Das Telefonat und die Standpauke von meinem Vater hatte ich bereits wieder verdrängt.

Ich duschte, zog mich um und sauste mit meinem Mofa zum Treffpunkt: dem Brunnen am Marktplatz.»Du bist reichlich spät«, begrüßte mich Angie, die neben ihrem Daniel auf der Brunnenumrandung saß und mit ihm Händchen hielt.

»Hatte noch 'ne Diskussion mit meinem Alten. - Wegen dem anhänglichen Ami«, stöhnte ich und setzte mich zu Mark.

»Hast du immer noch keine Ruhe vor dem?«, beschwerte Mark sich, der längst schon ein Auge auf mich geworfen hatte - allerdings mit demselben Erfolg wie Jack. Ich benutzte ihn lediglich für meine Zwecke und zickte ein bisschen rum, wenn die Gefahr bestand, dass er sich von mir abwandte.

»Er hat heute mal wieder angerufen ... Aber ich habe ihm klar gemacht, dass er mich in Frieden lassen soll, und ich glaube, das hat er jetzt auch kapiert«, verkündete ich stolz. Angie schaute mich - wie so oft - nur vorwurfsvoll an und schüttelte nur ihren hübschen Blondschopf.

»Was ist denn?«, giftete ich sie an.

»Ich weiß nicht, wie du mit den Menschen so umspringen kannst?! Tut dir der Junge denn nicht leid? Ich meine, wie verliebt muss er sein, wenn er von Chicago nach Deutschland telefoniert?«

»Ist mir doch egal! Ich habe nicht um seine Gefühle gebeten«, wehrte ich mich.

»Okay, lasst uns das Thema wechseln«, schlug Daniel vor, der die Situation schon eskalieren sah.

»Da wäre ich auch für«, stimmte ich zu und fragte, wer sich von mir zu einem Eis einladen lassen wollte. Alle wollten und so schlenderten wir - Mark mein Mofa schiebend - zur Eisdiele hinüber und suchten uns einen Tisch. Eifrig kam Gianluca, der Kellner, an unseren Tisch und flirtete mit mir, was das Zeug hielt, während er unsere Bestellung aufnahm. Gianluca, auch jemand, den ich schon seit längerem total niedlich fand - aber dennoch jemand, bei dem ich es nicht wagte, meine Spielchen zu spielen. Ich glaube, er war ein Mensch, der sich so was niemals hätte gefallen lassen. Das mochte zum Teil sicher an seiner südländischen Mentalität liegen. Aber auch daran, dass er ein paar Jahre älter und reifer war als ich. Ich lächelte hier und da mal zu ihm rüber, aber mehr traute ich mich bei ihm einfach nicht.

»Worüber denkst du nach, hm?«, meinte Mark und tippte mich mit dem Finger auf die Nase.

»An nichts!«, erwiderte ich schnippisch.

»Sorry, man wird doch wohl mal fragen dürfen - oder nicht?«

»Lass es lieber. Prinzessin Natasha ist heute etwas überempfindlich«, meinte Daniel sarkastisch - der Einzige, der sich hin und wieder traute, mir in die Parade zu gehen.

»Hör auf zu spinnen!«, konterte ich, zahlte und verließ wutschnaubend und ohne mich zu verabschieden die Eisdiele.

»Natasha!«, rief Angie mir nach, doch ich hatte für heute genug von ihnen und wollte nur noch nach Hause.

 

Das alles geschah knapp ein Jahr zuvor. Angie und Daniel waren schon lange nicht mehr zusammen und Mark hatte es aufgegeben, mein Herz erobern zu wollen. Wie konnte er auch ahnen, dass er es eh nie schaffen würde?

Ich wollte und ich würde mich niemals verlieben. Zu lieben bedeutet, verwundbar zu sein. Meine Mutter liebte ich auch - aber sie hatte mich verlassen und mich total damit verletzt. So etwas sollte mir ganz sicher nie mehr passieren, das wollte ich verhindern. Wen ich nicht liebte, der konnte mich nicht verlassen, mir nicht wehtun und mich nicht verletzen.

Zu Angie hatte ich nur noch spärlichen Kontakt. Sie war im Sommer vom Gymnasium abgegangen und arbeitete seitdem in der Eisdiele, war mit Gianluca verlobt. Dass wir nur wenig Kontakt hatten, lag wohl auch daran, dass Gianluca immer noch ein bisschen für mich schwärmte – hatte Daniel mir erzählt – und das ertrug Angie verständlicherweise nicht sehr gut. Wenn wir uns mal ohne ihren Verlobten trafen, war alles okay. Wir redeten, lachten, machten Späßchen – aber zusammen mit Gianluca ging das alles eben nicht mehr.

So zog ich mich mehr und mehr von Daniel, Mark, Gianluca und Angie zurück – fand andere Freunde. Soweit man meinen Umgang mit ihnen überhaupt Freundschaft nennen konnte. Im Prinzip behandelte ich sie je nachdem, wie meine Stimmung und meine Ansprüche waren. Hatte ich Lust Carla, Sandra, Tim oder Steve zu sehen, tat ich es. Wenn ich sie nicht sehen wollte, kümmerte ich mich nicht um sie. Und alle vier ließen sich das, warum auch immer, stets gefallen.
Das Schuljahr neigte sich dem Ende zu, ich war inzwischen siebzehn Jahre alt und hatte gerade die Prüfungen für mein Abi hinter mir – ein Jahr früher als ursprünglich geplant.

Am Tag des Abiballs saß ich mit Paps beim Frühstück.

»Und – wie ist dein Gefühl wegen dem Zeugnis? Meinst du, es gibt Probleme?«, fragte er.

»Nein, natürlich nicht! Die Prüfungsergebnisse haben wir doch schon vor Wochen bekommen, Dad. – Ich habe mein Abi in der Tasche«, lächelte ich.

»Dass du es geschafft hast, weiß ich. Aber was glaubst du, welchen Notendurchschnitt du erreichen wirst? Kommst du auf 2,5?«

»Ich bleibe auf jeden Fall deutlich darunter! Ich schätze, so ungefähr 2,0«, grinste ich.

»Das will ich erleben«, grinste Dad zurück.

»Das wirst du auch!«

»Wenn du unter 2,5 kommst, darfst du – auf meine Kosten – drei Wochen Urlaub machen. Und das, wo immer du möchtest.«

»Im Ernst? Gibst du mir dein Wort?«, bat ich.

»Gerne, wenn du willst. – Wir sehen uns heute Abend und dann klären wir die Einzelheiten, falls du überhaupt auf 2,0 kommst. – Ich muss dann jetzt auch los. Heute kommt eine Lieferung von Demo-Tapes – ich kann von Glück reden, wenn da auch nur ein Brauchbares dabei ist.«

»Okay, mach’s gut, Paps.«

»Ich bin heute extra deinetwegen schon gegen 18 Uhr zu Hause – wegen der Abschlussfeier und so weiter. Mach dich hübsch, okay? Ich möchte doch gern mit meiner schönen Tochter angeben«, lachte er noch, dann verließ er das Haus.

Schön?, dachte ich, er findet mich schön? Ich selbst war allzu oft weniger als unzufrieden mit mir selbst: nette fünfundfünfzig Kilo auf 1,70 m, hüftlanges, schwarzes, leicht gewelltes Haar, ganz dunkle blaue Augen. Und das nannte Papa hübsch? Ich sah das ganz anders.

Während des Abiballs prallte ich auf einem der Korridore mit Mark zusammen, der mit seiner neuen Freundin dort war.

»Hallo Tasha ... wie geht’s?«, murmelte er.

»Ganz gut. Und dir?«, fragte ich anstandshalber.

»Na ja, wie immer halt ... Und, wie ist es gelaufen? Abi bestanden?«, lächelte er.

»Natürlich! Was glaubst du denn? Sogar besser als erwartet. Ich habe einen Notendurchschnitt von 1,9«, lächelte ich zurück.

»Dann gratuliere ich. – Ich muss dann weiter ... Conny wartet auf mich, weißt du?«

»Ist schon okay. – Bist du eigentlich glücklich mit ihr?«

»Ja, ... Warum fragst gerade du mich das?«, meinte er verlegen.

»Nur so. – Du hast es verdient ... Okay, ich muss jetzt auch wieder zu meinem Dad. Bis demnächst, Mark.«

Ich fand meinen Vater bei einem Plausch mit meiner Klassenlehrerin. Ich konnte nicht warten, bis er fertig war und zog ihn einfach zu mir herüber. »Dad? Steht dein Angebot mit dem Urlaubsziel freier Wahl noch?«, wagte ich mich vor.

»Natürlich, ich stehe zu meinem Wort! – Hast du dir schon etwas überlegt?«

»Das habe ich! Ich möchte gern für drei Wochen zu Mom nach Chicago – wenn es dir recht ist?«

»Warum sollte es mir denn nicht recht sein? Aber soweit ich informiert bin, hat deine Mutter demnächst eine Ausstellung ihrer neuen Modekollektion ... Ich frage mich, ob sie Zeit für dich hat?«

»Ich kann auch allein etwas unternehmen ... Sie muss mir nicht Händchenhalten, Paps!«

»Ich meinte ja auch eher, ob sie damit einverstanden ist. Das müsstest du bitte noch mit ihr klären. – Von mir aus geht das in Ordnung, aber sprich das mit deiner Mutter ab, ja?«

»Kann ich sie heute noch anrufen?«, bettelte ich.

Mein Vater seufzte und nickte und wusste mit einem Mal, dass der Abiball für ihn und mich schneller vorbei war, als ihm lieb gewesen wäre.

Die Fahrt nach Hause zog sich furchtbar in die Länge, aber schließlich kamen wir doch an und ich wählte Moms Nummer in Chicago.

»Hi Mommy, ich bin’s, Tasha...!«

»Hallo, wie geht es dir? – Wie ist das Abitur gegangen?«

»Mit 1,9 bestanden, Mama! – Und zur Belohnung spendiert Dad mir drei Wochen Urlaub!«

»Phantastisch! Und wohin soll es gehen?«, fragte meine Mutter.

»Ich wollte eigentlich zu dir kommen ... wenn es dir recht ist?«

»Natürlich kannst du kommen ... Wenn es dich nicht stört, dass ich dich die letzte Woche allein lassen muss? Ich bereite eine Modeausstellung in Los Angeles vor und muss eine Woche vorher hinfliegen. – Du kannst natürlich auch mitkommen, wenn du Lust hast?«

»Ich denke, Los Angeles ist in jedem Fall eine Reise wert – all die hübschen Beach-Boys«, lachte ich.

»Also dann, melde dich noch mal wann du ankommst, ja? Ich hole dich dann vom Flughafen ab.«

»Alles klar, Mom. – Du, ich freu mich auf dich!«

»Und ich freue mich auf dich. – Grüß deinen Vater, ja?«

»Mach ich. – Bis dann, Mom!«

Ich rief gleich meinen Vater auf seinem Handy an – erreichte aber nur die Mailbox. Also teilte ich ihm auf diesem Wege mit, dass er mein Flugticket besorgen könnte, da Mom mit meinem Besuch einverstanden sei. Ich sagte ihm auch, dass ich schon anfangen würde, meine Garderobe für den Urlaub auszusuchen und eventuell ein paar neue Klamotten kaufen gehen muss – ob er für diesen Monat nicht mein Budget aufstocken könnte?

Gegen Abend rief er mich zurück: »Hallo Kleines. – Also pass auf, ich habe mir das so gedacht: ich muss heute Abend noch nach Aberdeen, da soll eine vielversprechende neue Band sein, die ich mir unbedingt anhören soll und morgen Abend komme ich zurück. Was hältst du davon, wenn ich den Flug für Freitag buche und wir beide gehen Donnerstag zusammen für dich einkaufen? Hältst du es noch so lange hier in Hamburg aus?«, lachte mein Vater.

»Na ja, gerade noch so. - Sehen wir uns heute noch, Dad?«

»Nein, ich fahre gleich vom Büro aus zum Flughafen. – Kommst du allein klar die nächsten Tage?«

»Klar doch, Paps. – Also dann, viel Glück in Schottland. Und bring ein paar neue Superstars mit, okay?«

»Ich werde es versuchen. – Dann bis morgen Abend, ja? Und pass auf dich auf, okay?«

Kaum hatte ich aufgelegt, entschloss ich mich kurzfristig, für heute Abend eine Party zu organisieren. Ich telefonierte alle an, die ich einladen wollte, ließ mir von einem Supermarkt Getränke und von einem Partyservice ein kleines Büffet bringen und stylte mich ein wenig. Es wurde eine tolle Spontan-Fete – zwar mit einem eindeutigen Jungenüberschuss, aber gerade das gefiel mir: Ich stand mal wieder im Mittelpunkt, und das tat mir immer wieder gut.

 

Ich stand mit gepackten Koffern vor der Villa und wartete auf Paps, der das Auto aus der Garage holte. Knapp eine Stunde später befand ich mich im Flieger nach Chicago.

Am Gepäckband wartete ich auf meine drei Koffer und die zwei großen Reisetaschen und als ich alles gerade auf den Kofferkuli geladen hatte, tauchte meine Mutter neben mir auf. Das war vielleicht ein Wiedersehen! Gut und gern zwei Jahre hatten wir uns jetzt nicht gesehen und es gab viel zu erzählen. Wir redeten und lachten bis zu ihrem Auto, die ganze Fahrt über und auch noch, als wir in ihrem Loft ankamen.

Als wir bei einer Tasse Tee zusammen saßen, meinte Mom plötzlich: »Jack wohnt übrigens jetzt auch hier im Haus – ganz unten.«

»Echt? Na ja, ist ja auch ein hübsches Haus ...« Mehr fiel mir dazu nicht ein.

»Na, das klingt ja nicht allzu begeistert«, meinte meine Mutter.

»Es ist mir völlig gleichgültig, wo er wohnt oder was er tut, Mom«, reagierte ich – wohl ein wenig zu heftig.

»Es gibt keinen Grund, so empfindlich zu sein! Und Jack hat durch dich ziemlich gelitten damals. Im Gegensatz zu dir freut er sich trotz allem darauf, dass ihr euch eventuell sehen werdet. Und er hätte, auch nach zwei Jahren noch, allen Grund, dir einiges übel zu nehmen. Aber ich habe das Gefühl, das tut er nicht. Du hast mit ihm gespielt, Tasha, seine innersten Gefühle verletzt und doch sagt er ich freue mich darauf, sie zu sehen. Also sei wenigstens halbwegs nett zu ihm.«

»Okay Mom, ich werde nett zu ihm sein, aber ganz sicher nicht mehr!«

»Mehr sollst du auch nicht tun. Nur wenn er sich da wieder in etwas verrennt und anders empfindet als du, sei ehrlich mit ihm, bitte.«

»Alles klar, Mama. – Erzähl mir aber jetzt mal von L.A. Wie lange werden wir dort sein? Was erwartet mich dort?«, fragte ich gespannt.

»Da hat es inzwischen einige Änderungen gegeben. Die Modenschau ist nach San Francisco verlegt worden. Und weil dort überhaupt noch nichts vorbereitet ist, fliegen wir schon Anfang nächster Woche rüber und ich muss sogar noch ein paar Tage nach deiner Abreise dort bleiben. Aber San Francisco ist eine richtig schöne Stadt – ich glaube, dort wird es dir auch gefallen. Ich habe nur leider ganz ganz wenig Freizeit ...«

»Ich werde mich schon zu beschäftigen wissen, Mom, keine Sorge«, meinte ich, da klopfte es an der Wohnungstür. Meine Mutter ging um zu öffnen und stand einen Augenblick später mit Jack im Wohnzimmer.

»Hallo Tasha ...«, sagte er und gab mir die Hand.

»Jack?! Du meine Güte, hast du dich ... wie sagt man? ... herausgemacht! Wie geht es dir?«

»Ich würde sagen, ganz gut – und dir?«

»Ebenso«, murmelte ich und hatte Mühe, bei seinem Anblick cool zu bleiben. Er hatte sich sagenhaft und zu seinem Vorteil verändert: Inzwischen war er so um die 1,85 m groß, richtig kräftig und er trug nicht mehr die lange Walle-Mähne, sondern nichts als seine Haut auf dem Kopf. Aber das stand ihm extrem gut, richtig sexy sah er aus. Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Jungen mit Glatze gutaussehend nennen würde, da ich ja eigentlich total auf lange schwarze Haare stand.

»Tasha? Träumst du?«, rief meine Mutter in meine Gedanken hinein.

»Sorry, was ist?«, stammelte ich.

»Ich sagte gerade, ich muss in meine Agentur und habe gefragt, ob du mitkommen willst?«, lachte sie.

»Ja klar, natürlich. Ich muss mich nur schnell umziehen ... Bin gleich zurück.«

Ich verschwand im Gästezimmer, schlüpfte in bequeme Jeans und T-Shirt und kehrte ins Wohnzimmer zurück. – Jack war inzwischen verschwunden.

»Ich habe ihn für heute Abend zum Abendessen eingeladen ... das ist dir doch recht, oder?«, teilte Mama mir mit. »Er ist ein attraktiver junger Mann geworden, nicht? Am Samstag hat er übrigens Geburtstag – wie wäre es, wenn wir eine Party für ihn organisieren? Seine Eltern leben seit einiger Zeit schon in Toronto und soweit ich weiß, kommen sie nicht her. – Und man wird doch nur einmal 18 Jahre alt ...«, schlug meine Mutter vor.

»Na ja, wenn du meinst ... Warum eigentlich nicht?«, lächelte ich und freute mich sogar schon darauf, Jack mit einer Fete zu überraschen.

Später am Abend war Jack dann wieder da und aß mit uns. Danach musste meine Mutter noch mal weg und ich saß mit Jack auf dem Balkon.

Unvermittelt sagte er: »Bei unserem letzten Telefonat hast du mir ziemlich weh getan ...«

»Ich weiß, ich hätte dir schon viel eher sagen sollen, dass ich nicht so ganz empfinde wie du. Damit hätte ich dir zumindest eine Menge Kummer erspart. Es ist ganz einfach so, dass mein Herz für alle Zeiten für jeden Tabu sein wird ... damit erspare ich mir eine Menge Kummer, weißt du?«

»Du willst dich niemals verlieben? Nie erfahren, wie schön es sein kann, mit einem anderen alles zu teilen? Nie wissen, dass da jemand auf deinen Anruf oder Besuch wartet? Nie erleben, dass jemand für dich da ist, wenn es dir nicht gut geht? Auf all das willst du verzichten, Tasha?«, fragte er fassungslos.

»Auf jeden Fall verhindere ich so, dass mir je einer wird weh tun können«, erklärte ich mit fester Stimme.

»Aber dazu muss es doch gar nicht kommen! Auf jeden Fall versäumst du so auch die schönsten Seiten der Liebe! Willst du das wirklich?« Er konnte es einfach nicht begreifen.

»Glaub mir, so ist es in jedem Fall besser. Ich hätte dir vor zwei Jahren schon sagen sollen, dass ich so denke, oder? Dann hätte ich dir nicht ganz so sehr wehtun müssen.«

»Das ist vergessen... und auch vergeben. Aber dass du für immer allein bleiben willst? Das ist schwer zu verstehen, Tasha! Irgendwo ist einer, der dir niemals wehtun würde, der dich mehr als alles andere liebt ...«

»Vielleicht, aber den zu finden halte ich für unmöglich.«

»Ich hätte es sein können ... Ich wollte derjenige sein, aber du hast mich weggeworfen«, murmelte er.

»Ich weiß, ich habe dich verletzt und irgendwie auch benutzt ... Ich hätte das nicht tun dürfen.«

Zum ersten Mal in meinem Leben gab ich einem Jungen gegenüber zu, mit ihm gespielt zu haben, und plötzlich fühlte ich mich total erleichtert.

»Akzeptiert«, lächelte er, beugte sich herüber und küsste mich auf die Wange.

»Freunde?«, grinste ich.

»Klar, was denkst du denn?«, meinte er und verabschiedete sich, denn er musste am nächsten Morgen früh raus und arbeiten.

 

Am Wochenende bereiteten Mama und ich ganz heimlich die Party für Jack vor, und sein erfreutes Gesicht war der beste Lohn für uns – richtig schön.

Am Montag flogen Mom und ich nach San Francisco und unternahmen am ersten Tag noch einiges miteinander – danach war ich weitestgehend auf mich gestellt und erkundete die Stadt im Alleingang. Mal ging ich shoppen oder einfach nur spazieren und lernte nebenbei San Francisco kennen - ein herrliches Städtchen.

Zwei Tage vor meiner Abreise wollte ich abends mit Mom ausgehen, aber zum Mittagessen musste ich allein gehen.

Stundenlang schlenderte ich durch die Stadt, bis ich eine kleine Kneipe entdeckte, die total gemütlich zu sein schien – also trat ich ein und suchte mir einen Tisch.

Nach einer halben Ewigkeit kam eine Bedienung zu mir: »Guten Tag. Was darf ich Ihnen bringen?«

»Schön, dass Sie mich auch schon bemerken!«, motzte ich und gab meine Bestellung auf. Mal sehen, wie lange ich jetzt darauf warten muss, dachte ich und blätterte weiter in einer Illustrierten.

Kapitel 2: Celine

»Es ist fast Mitternacht, Celine. Glaubst du nicht, du solltest nach Hause gehen?« Erik schaltete den Verstärker seiner E-Gitarre aus. „Warum denn? Es klappt doch gerade so gut!“ Ich schaltete den Verstärker meines besten Freundes wieder an.

»Ehrlich, Celine. Ich fände es auch besser, Schluss zu machen für heute. Deine Mutter reißt dir sonst den Kopf ab.« Justus legte seine Drum-Sticks beiseite, stand auf und schaltete sowohl Eriks als auch meinen Verstärker ab.

»Na super! Ihr seid ja vielleicht Memmen!« Ich legte meine Bassgitarre beiseite und griff nach meiner Jacke. Ich steckte mir noch eine Zigarette an und verließ dann wutschnaubend Justus’ Keller, den wir gemeinsam mit Erik als Proberaum für unsere Band Seventies nutzten.

Draußen regnete es, ich zog die Kapuze meines Sweatshirts über den Kopf. Scheiß Sauwetter! Typisch für Deutschland. Aber dass ich hier wohnte, war sowieso verkehrt. Geboren bin ich im sonnigen Kalifornien, genaugenommen in San Francisco, der Stadt der Unangepassten, Ausgeflippten und Phantasten. Wozu ich mich zählte? Nun ja, zu allem. Ausgeflippt war ich wohl, zumindest in den Augen meiner Umwelt. Vielleicht hatten die sogar Recht. Welches andere sechzehnjährige Mädchen stand im Jahr 2000 schon auf die Musik vergangener Jahrzehnte, wenn die Popmusik im Vordergrund stand? Insbesondere diese grausamen Boygroups, die zu der Zeit im Aufmarsch waren? Die wurden doch bloß kommerziell aufgebaut für kreischende Teenies. Was für Jungs gaben sich eigentlich solchem hirnlosen Gekaspere hin? Allein durch diese Einstellung war ich schon eine Individualistin. Und deswegen gehörte ich auch nach Kalifornien. Da hätte ich sein können, wer ich war und sein wollte. Ohne eine ständig mäkelnde Mutter, die nur das Schöne in der Welt liebte. Dazu zählte auch meine große Schwester Vanessa – die Traumtochter aller Spießereltern: wunderschön (wenn man Porzellanpuppen liebt), verdammt intelligent (die weibliche Antwort auf Albert Einstein) und so lieb, dass es fast schon weh tat (die wahrscheinlich schärfste Konkurrentin für Mutter Teresa).

Für mich war es schon immer schwer gewesen, mit ihr mitzuhalten. Nicht im Sinne der Schönheit, Intelligenz und Warmherzigkeit. Das wollte ich gar nicht. Mir ging es um die Anerkennung meiner Mutter. Dass sie akzeptierte, dass ich statt Designerklamotten zerrissene Jeans bevorzugte. Dass ich statt guter Noten in Mathe und Deutsch Erfolg in den musisch-künstlerischen Fächern hatte. Und dass ich meinen eigenen Kopf hatte und nicht zu allem Ja und Amen sagte.

Warum ich immer nur von meiner Mutter erzähle? Sicher, ich hatte auch einen Vater. Meine Eltern waren nicht mal geschieden, sie lebten sogar zusammen im gleichen Haus. Aber mein Vater verbrachte den größten Teil seines Lebens in seinem Radiosender. Ich glaube, wenn es möglich gewesen wäre, seinen Beruf zu heiraten, hätte er das längst getan und mit Sicherheit schon die silberne Hochzeit gefeiert.

Ich mochte meinen Vater. Aber ich kannte ihn nicht so gut. Jedenfalls nicht persönlich, hauptsächlich übers Radio, wo er die Hits der Sechziger, Siebziger und Achtziger spielte. Daher auch meine Liebe zu diesen Musikjahrzehnten. Ich stand auf echte Musik, besonders die Flower-Powerhits. Ich glaubte, wenn ich in dieser Zeit gelebt hätte, wäre es mir besser gegangen. Ich lebte einfach im falschen Jahrzehnt, mit der falschen Familie: Eine Perfektionistin zur Mutter, eine Heilige zur Schwester, und einen Workaholic zum Vater. Da musste man ja überschnappen!

Ich versuchte gerade, den Schlüssel in das Haustürschloss zu stecken, da öffnete sich die Tür vor mir wie von selbst.

»Du bist zu spät!«, sagte meine Mutter.

»Ich weiß«, gab ich zur Antwort.

»Mehr hast du dazu nicht zu sagen?« Meine Mutter stemmte die Hände in die Seiten.

»Mama, ich bin zu spät, ich weiß es! Was möchtest du noch hören?«

»Du bist klatschnass. Wo zum Teufel hast du dich rumgetrieben? Soviel ich weiß, schreibst du morgen einen Physiktest. Wie willst du das schaffen, junge Dame?«

Ich schob meine Mutter, die sich wie eine Mauer vor mir aufgebaut hatte, einfach zur Seite und ging die Treppe rauf in mein Zimmer. Doch so einfach ließ sie sich nicht abschütteln. Sie lief mir hinterher und hielt mich am Arm zurück. »Celine, so geht es nicht weiter! Was soll nur aus dir werden?«

»Alles, nur das nicht, was du gerne hättest. Mama, ich kann mit deinen Vorstellungen nichts anfangen! Alle deine Wünsche haben sich doch schon in Vanessa erfüllt, kannst du mich da nicht einfach nur Celine sein lassen?«

»Nein, kann ich nicht! So wie du rumläufst, wirst du nicht mal einen netten jungen Mann kennen lernen, der dich heiratet und dir ein schönes Zuhause bietet. Du könntest dir doch mal ein hübsches Kleid anziehen und ...«

Ich schlug meiner Mutter die Tür meines Zimmers vor der Nase zu und schloss ab. Mir wurde immer klarer: Ich konnte sagen, was ich wollte – meine Mutter hörte einfach nicht zu. Doch wie sollte ich ihr sonst meinen Standpunkt klarmachen? Wie heißt es so schön? Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich wollte ihr wehtun. So wehtun, wie sie es mit mir tat. Sie sollte merken, wie sich das anfühlt, nicht ernstgenommen zu werden.

Ich setzte mich auf mein Bett, drehte meine Anlage auf volle Lautstärke. Green Tambourine brachte mich auf den Geschmack, mein Gras auszupacken und eine Tüte zu bauen. Ein bisschen Kiffen würde mich beruhigen, für eine kurze Zeit meinen Stress mit meiner Mutter vergessen zu lassen.

Ich nahm den ersten Zug und lehnte mich zurück in die Kissen. Als sich der Raum mit dem süßlichen Duft füllte, musste ich grinsen. Wenn meine Ma gewusst hätte, dass ich in ihrem Haus Drogen konsumierte, hätte sie mich wahrscheinlich umgehend zum Entzug in die nächste Klinik gebracht.

Als ich zum nächsten Zug ansetzte, klangen die ersten Töne von Scott McKenzies San Francisco aus meiner Anlage und ich schloss die Augen.

San Francisco, meine Geburtsstadt.

Ich sah Menschen vor meinen Augen, die am Strand mit Blumen im Haar tanzten, zu Musik, die sie selbst machten. Da gehörte ich hin. Nicht in diese trostlose Welt. Und ich wusste, irgendwann würde es auch so sein.

Wieso eigentlich erst irgendwann?, schoss es mir durch den Kopf. Ich konnte doch auch sofort fliegen, auffallen würde es sowieso niemandem. Vorerst zumindest nicht, denn es war mitten in der Nacht. Außerdem wäre es eine gute Gelegenheit, Mama eins auszuwischen. Ich würde ihr beweisen, dass ich meinen Weg gehe, egal, was sie dazu sagt und davon hält.

Voller Vorfreude sprang ich auf, zerrte meinen Rucksack unter dem Bett hervor und begann zu packen: Meinen Walkman, ein paar Klamotten, einen San Francisco-Reiseführer, mein Portemonnaie – und nicht zu vergessen, meinen Talisman, mein Glücksbringer, mein ständiger Begleiter: ein Peace-Anhänger.

Papa hatte mir mal erzählt, dass ich ihn kurz nach meiner Geburt von einem waschechten Hippie um den Hals gehängt bekommen habe. Papa und Vanessa hatten Mama und mich damals aus dem Krankenhaus abgeholt, und als unsere kleine Familie noch einen kurzen Abstecher an den Strand machte, muss er plötzlich aufgetaucht sein, mit langen schwarzen Haaren und dazu passendem Bart, gehüllt in viele bunte Tücher. Er hatte sich vor meinen Kinderwagen gekniet, mich angesehen, gelächelt und nach einem meiner Mini-Füße gegriffen und ihn geküsst.

»Sie ist etwas ganz besonderes. Passt gut auf sie auf.« Dann hatte er seine Peace-Kette abgelegt, den Anhänger geküsst und die schwere Kette um meinen Hals gehängt. Papa sagt, er wäre so schnell wieder verschwunden, wie er aufgetaucht war. Eine faszinierende Geschichte.

Mama war von dieser Aktion allerdings gar nicht entzückt. Sie hatte mir die Kette wieder abgenommen, fand diesen schmuddeligen, offensichtlich drogenabhängigen Kerl sowieso abscheulich. Eine Unverschämtheit, dass er es gewagt hatte, einfach so ihr Baby anzufassen und auch noch zu küssen, wahrscheinlich hatte er irgendwelche Bazillen an sich, die er auf mich hätte übertragen können.

Papa hatte die Kette für mich aufbewahrt und sie mir gegeben, als ich fünf Jahre alt wurde und mir auch an diesem Tag die dazugehörige Geschichte erzählt. Von diesem Tag an träumte ich davon, diesen Hippie einmal zu treffen. Den Menschen, der schon kurz nach meiner Geburt davon überzeugt gewesen war, dass ich etwas Besonderes war. Und meine Mutter hielt mich noch heute, sechzehn Jahre später, für eine Versagerin. Und das nur, weil ich nicht ihren weiblichen Vorstellungen entsprach. Aber da pfiff ich drauf!

Als nächstes griff ich nach meinem Sparschwein, wo ich vor ein paar Jahren dick USA draufgeschrieben hatte und warf es kurzerhand gegen die Wand. Nach einem dumpfen Aufprall zerfiel das hohle Porzellantier in

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Text: Hilde Linsel Ladewig (Tasha) , Andrea Kochniss (Celine)
Images: Quelle Bildmaterial: www.pixabay.com, Covergestaltung: Andrea Kochniss
Publication Date: 01-01-2014
ISBN: 978-3-7309-7996-9

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