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Dies ist die Geschichte eines schwarzen Katers. Dies ist meine Geschichte.
Es fing alles im August 2008 an. Da erblickte ich das Licht der Welt,genauso wie meine 4 Geschwister. An die ersten 2 Wochen meines Lebens kann ich mich nicht mehr erinnern.
Jedoch lernte ich schon viel. Wie ich auf die Toilette gehe,mich putze.
Während meine Geschwister immer miteinander rumtollten,schmuste ich lieber.

Eines Tages ging unser Frauchen mit einer meiner zwei Schwestern weg und wir sahen sie nie wieder. Eine Woche später – unsere 4.Lebenswoche – ging einer meiner Brüder mit unserem Frauchen mit und kam nicht wieder. Am 1.Tag der 5.Woche ging mein anderer Bruder. Ich sah auch ihn nie wieder. Nun gab es nur noch meine Schwester und mich.
Was ich nicht verstand war,das unsere Mutter es zuließ. War es ihr egal,wo wir hinkamen? Doch das wollte ich nicht glauben.
Das nächste Mal als unser Frauchen einen Karton mit einer Decke fertig machte,war – sowie ich es verstanden hatte – Samstag. Ich sah meine Schwester mit Vorahnung an. Heute musste ich für immer weg. In mir stieg eine unendlich große Angst auf. Ich wollte nicht weg! Wo sollte ich überhaupt hin? Ich hörte die Stimme meines Frauchens. „Komm mein kleiner“,sagte sie. Ich gehorchte aus Gewohnheit und ging zu ihr. Sie steckte mich in den Karton und brachte mich zum Auto. Dort saß schon eine,mir bekannte Frau. Wir stiegen ein und ich wollte nur noch nach Hause. Die Fahrt dauerte ein schönes Stück. Als wir ausstiegen,gingen wir zu einer Kirche und warteten. Elisabethkirche,wie ich von vorbeigehenden Passanten hörte. Plötzlich hörte ich Stimmen,die sich begrüßten. Mein Frauchen war auch unter ihnen. Neugierig war ich schon geworden,doch ich traute mich nicht aufzublicken. Also blieb ich ängstlich in meinem Karton. Aufeinmal blickten 4 Augen in den Karton und ich entdeckte zwei sympathisch aussehende Frauen. Mein Frauchen schaute nun auch hinein und sagte zu mir „Das ist nun deine neue Familie“ und ehe ich mich versah,war ich aus dem Karton in einen Transporter gelangt. Ich ging also mit den beiden unbekannten Frauen mit. 'Meine neue Familie',hallte es in meinen Ohren wider. Wie es wohl wird?
Nach einem kurzen Stück laufen,merkte ich,wie wir in ein Auto stiegen. Wo ging es jetzt nur schon wieder hin? Doch ich ließ es auf mich zu kommen und machte mir keine Gedanken mehr. Schlimmer konnte es nun sowieso nicht mehr werden. Nach nicht allzu langer Zeit hielten wir und die jüngere von beiden Frauen stieg mit mir aus. Ich spürte,wie sie eine Treppe hochging und konnte einen haschen Blick auf die Umgebung werfen. Eine Straße. Ein Haus. Laute Geräusche. Wohl Autos. Dann ging endlich die Tür auf und ich durfte mir mein neues zu Hause ansehen. Die,die mich getragen hatte,machten den Transporter nun auf,aber erst als die Haustür geschlossen war. Vorsichtig und sehr langsam trottete ich durch den Flur. Ich sah mich ein wenig um. Mitten im Flur stand ein Kratzbaum. Ob der wohl für mich war? Ich nahm es einfach mal an,da ich keine andere Katzen riechen konnte. Und auch nicht sehen. Ich sah mich weiter um. Eigentlich war es ganz nett hier,so schien es jedenfalls. Ich ging in den Raum,wo die Frauen kurz verschwunden waren. Dort war ein Mann. Wie er mich ansah. So,als ob er noch nie einen Kater in seinem Haus gesehen hat. Aber,vielleicht war das ja auch so und ich war der erste meiner Art in diesem Haus. Wie dem auch sei,dachte ich mir und ging langsam weiter. Spannendes gab es nicht wirklich. Huch,was war das? Ein Spielzeug für mich..? Hatten die netten Leute wirklich alles für mich so vorbereitet? Vielleicht würde es mir doch hier gefallen. Die Atmosphäre jedenfalls war ziemlich angenehm. Ich hörte die Stimmen meiner neuen Besitzer. Sie sahen mich an und sagten 'Tornado'. Ich sah mich um. Doch niemand außer mir war da. Meinten sie mich damit? War das nun mein Name? Ich könnte mich damit anfreunden,sagte ich zu mir selbst. Am ersten Tag in meinem neuen zu Hause geschah nicht mehr sehr viel. Ich wurde viel gestreichelt und fühlte mich pudelwohl. Die Nacht verbrachte ich in einem Körbchen mit einem Blumenmuster. Es war nicht schlecht,aber in einem richtigen Bett hätte ich lieber geschlafen. Morgens wurde ich von meinen neuen Besitzern freundlich begrüßt. Schüchtern ging ich zu der jüngsten,die Michelle hieß – wie ich am gestrigen Tag vernahm – und schmiegte mich an sie. Ich hatte zwar die Angst gehabt,sie würde zurückschrecken oder so was in der Art,aber meine Befürchtungen lösten sich auf,als sie mich auf den Arm nahm und mit mir kuschelte. Es war fantastisch. Ich fand in dieser Familie soviel Liebe,das ich nun genau weiß,dass es so besser gewesen ist,als wenn ich bei meinem ehemaligen Frauchen aufgewachsen wäre. Auch wenn dort meine Mutter gewesen wäre. Hier fand ich es schön. Ich habe Freunde gefunden. Einen Hasen namens Turbo,der nicht viel älter ist als ich und einen Nymphensittich namens Tapsy,um die 18 Jahre alt. Ich durfte sogar seit meinem 3. Tag im neuem zu Hause im Bett schlafen. Auch wenn der Korb mit der Bequemlichkeit ganz in Ordnung war.Aber selbst nach all den Jahren,gefällt es mir immer noch hier. Von Tag zu Tag sogar immer besser. 3 Jahre ist es nun her,das ich hier herkam. In mein neues zu Hause. In mein jetziges Leben. Und ich bin froh,das es so gekommen ist.
Dies ist meine Geschichte. Dies ist mein Leben. Das Leben des Tornados.

Imprint

Publication Date: 09-13-2011

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Dedication:
Für meinen Kater Tornado. Weil er einfach zu lieb sein kann ;)

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