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Es waren einmal zwei kleine Jungen. Sie waren Zwillinge und ihre Eltern waren sehr stolz auf sie.
Eines Tages –der Vater war Soldat- musste der Vater aber nach Afghanistan.
Die Mutter wurde von Sorgen zerfressen, betete immer, dass ihr Mann heil wieder kommen würde. Die Zwillinge waren während dieser Zeit schon Teenager und sie merkten beide, dass es ihrer Mutter nicht gut ging.
Sie versuchten beide ihrer Mutter zu helfen. Sogar, als sie zu trinken anfing, schmissen sie den Haushalt, sorgten dafür, dass ihr Vater nichts bemerkte, wenn er anrief.
Sie halfen ihr solange, bis sie zum ersten Mal zuschlug.
Sie wollten sich nicht wehren, es war schließlich ihre Mutter. Sie konnten ihr doch nicht wehtun. Sie konnten sie doch nicht allein lassen.
Die beiden Jungs sorgten für ihre Mutter, einer nahm sogar noch einen Job an, da die Mutter das meiste Geld, das der Job ihres Vaters brachte, versoff.
Was sollten sie tun?
Der eine Junge –Dennis- kam mit dem allem klar, indem er sich zum Frauenaufreißer entwickelte. Er tat immer stark und war immer weniger zuhause. Nicht, weil er seinen Bruder nicht liebte, einfach, weil er mit dem allem nicht zurechtkam.
Der andere Junge –Jan- hingegen zog sich sehr zurück. Er vermisste seinen Bruder, doch er wusste, wenn auch er wie dieser werden würde und immer auf Achse wäre, würde ihre Mutter nicht weiterleben.
Er war derjenige, der den Job hatte und er war derjenige, der die ganzen Prügel der Mutter einsteckte. Er war derjenige, der in der Schule seinen Bruder entschuldigte, wenn dieser einmal wieder schwänzte und er war derjenige, der dafür sorgte, dass die Nachbarn nicht aufmerksam und die Rechnungen bezahlt wurden.
Er war derjenige, der alles am Laufen hielt.
Der Vater war 9 Monate weg gewesen, als er anrief und mittteilte, dass er drei Monate später wieder zurückkommen würde.
Die Mutter freute sich sehr, als sie es erfuhr und sie versuchte wieder trocken zu werden.
Dennis jedoch, veränderte sein Verhalten nicht. Jan sah ihn weiterhin kaum und er wusste nicht, was er machen sollte. Als schließlich der Tag kam, an dem der Vater zurückkehren sollte, waren alle zuhause. Jan hatte geputzt und dafür gesorgt, dass Dennis und seine Mutter, die es nicht ganz geschafft hatte trocken zu werden, sich ordentlich angezogen hatten.
Sie warteten und warteten und als er schließlich da war, waren alle überglücklich.
Eine Woche später, stand ein kleiner Artikel in der Zeitung:

Posttraumatische Belastungsstörung tötet Jungen

 


Nachdem der Vater aus dem Krieg in Afghanistan heimgekehrt war, war Familie L. überglücklich. Jedoch machte ihnen die PTBS des Vaters, die durch den Krieg ausgelöst worden war, einen Strich durch die Rechnung. Der Soldat hatte keine Auffälligkeiten bei den psychologischen Tests gezeigt. Eine Woche nach seiner Rückkehr, hatte er jedoch einen Anfall und erschoss seinen eigenen Sohn, den er für den Feind hielt. Der Soldat ist nun in psychologischer Betreuung, ebenso wie die Mutter und der Zwillingsbruder des Verstorbenen 15-jährigen. Der Vater war ein Jahr in Afghanistan gewesen und hatte dort 2 Monate nach seiner Ankunft nur knapp einen Bombenanschlag überlebt. Seinen fünf Freunden und Kameraden war es jedoch nicht so gut ergangen und sie starben. Dieses Ereignis ist vermutlich der Auslöser gewesen.


Dennis stand am Grab seines Bruders und schluchzte ungehemmt. Er hatte seinen Bruder über alles geliebt. Warum hatte das geschehen müssen, fragte er sich immer wieder. Er hätte ihn mehr unterstützen sollen. Er hätte sich mehr um ihn kümmern müssen, schließlich war er früher auf die Welt gekommen. Doch er war zu feige gewesen. Er hatte ihn nicht davor beschützt von seiner Mutter geschlagen zu werden. Er hatte sich nicht um ihn gekümmert.
Er hatte ihn einfach allein gelassen.
, sagte er gen Himmel und beschloss gleichzeitig, dass er so nicht leben wollte. Seine Mutter war ein Wrack und sein Vater hatte ihm das einzige genommen, für das es sich zu leben gelohnt hätte. Also nahm er sich ein Seil und bevor er sprang sagte er leise

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Text: alle rechte bei mir
Publication Date: 11-04-2012

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Dedication:
meiner Familie und meinen freunden gewidmet

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