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Vorwort

Das menschliche Herz ist ein Muskel, der etwa so groß ist wie eine menschliche Faust. Es wiegt etwa ein Pfund und befindet sich hinter dem Brustbein, etwas zur linken Seite hin versetzt. Es pumpt jede Minute rund fünf Liter Blut durch den Körper: Das sind rund 7000 Liter Blut täglich! Das ist die biologische Seite – biblisch gesehen ist das Herz sozusagen das Synonym für das Zentrum meiner Persönlichkeit! Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Körper (in dieser Reihenfolge). Er ist eine lebendige Seele. In Psalm 84,3 sagte König David: „Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott“. Da ist also eine Beziehung zwischen einem Menschen und Gott – eine Herzensangelegenheit. So dürfen wir das sehen. Gott will eine Beziehung mit uns – mit jedem Einzelnen. Wenn unsere Haare schon grau geworden sind (falls wir überhaupt noch welche haben), dann kann man wohl sagen, daß wir uns selbst schon ganz gut einschätzen können. Das Leben hat uns vieles gelehrt – nicht nur Schönes. Manches war sicherlich auch recht desillusionierend, hat uns also gewissermaßen „auf den Boden der Tatsachen“ zurück geholt. Wenn man nach den Sternen greift, kann es einem mitunter ganz schön ins Kreuz fahren…! Geboren werden, leben (oft mehr schlecht als recht) und dann sterben – war das alles? In Jeremia 17, 9-10 lesen wir: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke“. Das ist also unser Problem. Von Natur aus ist uns Gott egal. Unser Herz hat seinen eigenen Willen – und der ist verdorben. Für den Himmel untauglich – setzen sechs! Aber hatten wir nicht erwähnt, daß es Gott um eine Beziehung geht? Wie kann nun ein heiliger, allmächtiger Gott eine Beziehung zu einem verdorbenen, widerspenstigen, gleichgültigen und ungläubigen Menschen haben? Wir könnten Gott gar nicht ertragen, würden zu Staub zerfallen wenn wir IHN sehen könnten. Gott will unser Herz ergründen und unsere Nieren prüfen haben wir gelesen. Und was er da findet, ist nicht tauglich für den Himmel… Was nun? Johannes 3, 16-21 (Hoffnung für alle): „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten. Wer an ihn glaubt, der wird nicht verurteilt werden. Wer aber nicht an den einzigen Sohn Gottes glaubt, über den ist wegen seines Unglaubens das Urteil schon gesprochen. Und so vollzieht sich das Urteil: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen lieben die Finsternis mehr als das Licht. Denn alles, was sie tun, ist böse. Wer Böses tut, scheut das Licht und bleibt lieber im Dunkeln, damit niemand seine Taten sehen kann. Wer aber die Wahrheit Gottes liebt und das tut, was er will, der tritt ins Licht! An ihm zeigt sich: Gott selber bestimmt sein Handeln''. Und was will Gott? In Johannes 14, 1-3 sagt Jesus Christus, der menschgewordene Sohn Gottes: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin“. Wenn gläubige Menschen sterben, dann gehen sie dorthin wo Jesus ist. Gott will uns bei sich haben – das Leben hier auf der Erde ist nur eine Durchgangsstation. Sicherlich nicht unwichtig und auch sinnvoll, aber auch manchmal beschwerlich und anstrengend. Eines ist klar: Das Leben endet! Das zählt für die Gläubigen wie für die Ungläubigen. Aber wohin wir dann gehen, das entscheidet sich zu Lebzeiten.

 

Jörg Bauer

Die Einfalt der Seele

 In Sprüche 19,2 steht: ''Schon Mangel an Erkenntnis ist nicht gut für die Seele, und wer zu schnell läuft, geht leicht fehl''. Was Gott segnet, ist immer die Wahrheit. In Psalm 119,60 schreibt David: ''Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich''. Daran müssen wir uns halten. Es ist der gerade Weg des Glaubens und der Nachfolge. Wenn wir die Möglichkeit haben über das zu reden oder zu schreiben, was uns der Glaube an Gott inhaltlich bedeutet, müssen wir uns allein an das Wort Gottes in der Bibel halten. Es gibt vieles was man über Gott und den Glauben sagen und vermitteln kann. Aber können wir das auch stets biblisch belegen? Wir haben hier keine geringe Verantwortung. Während ich das jetzt schreibe, kann ich auch nur um Gottes Hilfe und Gnade bitten in diesem Sinne hier meinen Dienst zu tun. Wenn wir im Eingangstext lesen, daß ein Mangel an Erkenntnis nicht positiv für unsere Seele ist, dann können wir für den Glauben festhalten, daß wir uns um diese Erkenntnis bemühen sollten. Die Bibel fordert uns dazu auf. In Jakobus 1, 5-8 lesen wir: ''Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen''. Bewahren wir unser Herz und nehmen Gottes Bestimmungen seiner Gerechtigkeit ernst (Psalm 119, 1-7). Es lohnt sich. Unsere Seele ist in so mancher Hinsicht einfach gestrickt. Sie konsumiert ohne nachzudenken und lässt sich von Gefühlen, Stimmungen, Äußerlichkeiten, Eindrücken und Lüsten ungefiltert beeinflussen und vollstopfen. Wenn wir da nicht aufpassen, werden wir tatsächlich, öfters als und lieb sein kann, wie von einer Meereswoge emotional hin- und hergeworfen. Was wir für unser Innenleben brauchen, ist ein Ruhepol und eine geistliche Standfestigkeit - einen Anker für unsere Seele (Hebräer 6,19). Und das ist allein der HERR Jesus Christus in dem was er ist und sagte und uns in der Bibel offenbart wird. Daran sollten wir keinen Mangel haben. Sonst wird unser Glaube bei der kleinsten Prüfung und Anfechtung Sturmschäden erleiden. Der Sohn Gottes ist unser Fels des Heils und obendrein unser Begleiter durch das Leben in allen Höhen und Tiefen. Aber wir müssen uns auch mit IHM beschäftigen und zum Beispiel die Verheißungen kennen. Glaube braucht Inhalte. Und wenn wir diese nicht aus der Bibel ziehen, wird unser Glaube anderweitig gefüllt. Das Ergebnis wäre eine unselige Unbeständigkeit auf unseren Wegen. Zudem ein Glaube der mehr auf Gefühle und Eindrücke und eigenen moralischen Vorstellungen basiert als auf Gottes Wort. Wir werden hektisch und wollen dann durch Geschwindigkeit das wieder wettmachen, was uns an Richtung und Erkenntnis fehlt. Das funktioniert aber nicht. Bewahren wir uns davor, indem wir Gott um Erkenntnis bitten und uns auch selbstständig darum bemühen. Nie gab es dazu so viele Möglichkeiten wie heutzutage. Nutzen wir das.

Meine komplizierte Seele

''Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!''

 

Psalm 121, 7-8

 

Was uns wirklich wichtig ist, das tun wir auch - das gilt für alle Menschen. Keiner hält sich lange mit Dingen auf, die ihn im Grunde nicht wirklich interessieren. Das ist auch in Bezug auf unseren praktischen, christlichen Glauben der Fall. Zur Sünde wird dieses Verhalten dann, wenn meine Entscheidungen keine positiven Spuren hinterlassen und ich mit dem was ich tue und lasse, gründlich daneben liege. Zum Beispiel, wenn ich einem suchenden Menschen mit dem ich zu tun habe, nichts über Jesus Christus und das Evangelium erzähle. Oder wenn ich in der Lage bin Gutes zu tun, und es einfach verweigere (Sprüche 3,27). Von was lassen wir uns beeinflussen? Was trägt meine inneren Wertvorstellungen? Wie manage ich meine Bedürfnisse? Wenn wir in Lukas 14, 16-24 die Geschichte um das große Festmahl lesen, als der Hausherr Einladungen aussprach mit den Worten: ''Kommt, denn es ist alles bereit!'' (Lukas 14,17) und jeder der Geladenen eine andere Verpflichtung vorzog und nach Ausreden suchte um nicht zu kommen, erkennen wir hier verschiedene Vermeidungsstrategien, um sich somit als Person selbst zu vermeiden! Das ist so, als wenn jemand etwas von mir will und an der Tür klingelt, und ich mich trotz Hörens kurzerhand dazu entscheide nicht zuhause zu sein. Nicht alles kann und muss stets zu jeder Zeit möglich sein, aber vieles, was wirklich dran wäre, wird von uns nicht selten elegant vermieden. Manchmal mit fatalen Folgen. Sich selbst zu vermeiden ist Ausdruck der Arroganz meines eigenen Herzens. Unsere Seele kann fromm, aber auch gleichzeitig total ungeistlich sein. Meine fromme Seele und der

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Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Publication Date: 02-23-2015
ISBN: 978-3-7368-8052-8

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Meiner geliebten Ehefrau und besten Freundin Inga Göde.

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