Cover

Widmung

 

 

 

 

 

 

Gewidmet den genialen vegetarischen Käsekroketten mit Spätzle, die es damals auf den Jugendfreizeiten gab…ich werde euch immer in guter Erinnerung behalten“Mattis Lundqvist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wichtiger ernstgemeinter Hinweis

Trotz allem nun folgenden Blödsinn: Die Rezepte an sich SIND in sich schlüssig und funktionieren. Man kann es sogar kaum glauben: Sie schmecken sogar – immerhin hat meine Frau einige davon schon in ihrer Studienzeit quasi im Selbstexperiment ausprobiert.

Alle satirischen, zynischen und sonstigen Formulierungen sollen nicht davon ablenken, dass die Gerichte genauso zubereitet werden können.

Ich hoffe, dass Sie, lieber Leser, sogar einige Anregungen mitnehmen können und das eine oder andere Mal schmunzeln müssen, denn Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal nachts um drei nach einer langen Feiernacht dringend ein Katerfrühstück gebraucht, und dann z.B. zum Wasserkocher gegriffen, um Instant-Nudeln zu machen?

Eben.

Dieses Buch ist ein Appell zu mehr Pragmatismus und weniger „Bling-Bling“ in der Küche. Quinoa, Cranberries und Juice-Smoothie-Deluxe oder wie all‘ die neumodischen Zutaten und Gerichte heißen werden uns tagtäglich um die Ohren gehauen. Aller mögliche Kram wird viel zu viel überbewertet und bedeutungsschwanger aufgeladen. Dabei sollte die Küche ein Ort für alle sein, denn wie sagt der Volksmund: In der Küche feiert man die besten Partys.

Gerade wer oft unter Zeitdruck steht (Berufstätige) oder wessen Budget begrenzt ist (Azubis, Studenten, Geringverdiener), wird sich vielleicht sogar die eine oder andere Idee ernsthaft ansehen und sich sagen „gar nicht übel“. Das ist bewusst gewollt – leckeres und gutes Essen muss nämlich nicht teuer sein oder lange gehen. Unbenommen dessen sollte natürlich klar sein, dass ein Teil der folgenden „Gerichte“ wie Fertigpizza eher unterhaltenden als kulinarisch empfehlenswerten Wert haben.

Es wird Zeit, dass wir zurückschlagen – mit so banalen aber gleichzeitig schmackhaften Gerichten, dass es fast schon wieder wehtut. Auf geht’s!

 

Grüße,

Mattis und Martha Lundqvist

 

PS: Das Buch ist Satire. Wir hoffen, dass dies mehr als deutlich geworden ist. Schließlich kann es sonst zu Missverständnissen kommen. Es wurde die „Du-Form“ des passenden Leseflusses wegen gewählt. In unseren anderen, wirklich „seriösen“ Büchern geht es natürlich sachlich zur Sache. Aber hey: Wenn man dauernd anständige Bücher und Rezepte schreibt, möchte man irgendwann mal genau das GEGENTEIL tun. Das Ergebnis davon hälst du gerade in ihren Händen.

 

Unnötiger Haftungsausschluss

Bei der Erstellung dieses Buches sind keine Tiere bei irgendwelchen Experimenten oder Versuchen zu Schaden gekommen.

Als wir über Los gingen haben wir ganz korrekt nur 4000 Mark eingezogen, nicht 8000.

Wir wissen auch nicht, ob Huhn oder Ei zuerst da war.

Soweit uns bekannt ist, dient das hier vorliegende Werk keinen terroristischen Aktivitäten, außer man zählt sehr strenggenommen „Küchenterror“ hinzu. Insofern müssen sie seitens staatlicher Einrichtung bei der Nutzung dieses Buches nichts befürchten.

Wir können auch nichts dafür, wenn gerade bei der Printausgabe die Kartonverpackung total verdallt ist. Ey, beschwer Dich beim Lieferdienst, nicht beim Autor. Danke!

Immer wieder kommt es vor, dass Leute sich bei Büchern beschweren, dass die elektronische Ausgabe „kein Inhaltsverzeichnis“ hat. Doch, hat sie – und zwar das nach der „Norm“, welches von Verlagen und eBook-Distributoren (jene Helfer, die das Buch in den Handel bringen) vorausgesetzt wird. Beispielsweise auf einem Kindle: Im offenen Buch links oben klicken, sodass die tolle Bedienleiste erscheint. Dann auf dieses Symbol mit den drei Balken klicken. Es öffnet sich zumeist links so ein Menü, wo meist sowas wie „Infos zum Buch“, „Titelseite“ etc. steht. Runterwischen zu „Inhaltsverzeichnis“. Fertig. „Es gibt doch aber diese Bücher, wo am Anfang so eins direkt im Buch drin ist.“ Stimmt – geht aber nur, wenn man einen ganz bestimmten Anbieter beliefert (der mit dem großen A). Da dieses Buch überall verfügbar ist (denn die frohe Botschaft muss verbreitet werden), müssen wir uns aber technisch bedingt an die allgemeingültigen Regeln halten, selbst wenn wir es anders wollten. Bitte nicht falsch verstehen: Das ist keine böse Kritik. Es ist halt so, als wenn man auf der Straße eine fremde Person anschreit, weil die zufällig diesem Depp von EX ähnlich sieht. Die kann auch nix dafür.

Hin und wieder ärgern sich Leser, wieso denn keine Bilder in den Rezeptbüchern drin seien – so auch hier. Ganz ehrlich? Man könnte jetzt was von den tatsächlich „hohen Kosten“ in der Produktion und beim Layouting beim Einsatz von Bildern reden, die das Schreiben unrentabel machen (man lebt ja nicht von Luft allein) – aber das ist ja nicht DEIN Problem – das ist UNSERES. Um dich also schamlos auf unsere Seite zu ziehen, bieten wir halt das Buch im Gegenzug einfach günstiger an! Krass, oder?

Was du dir aber ernsthaft durch den Kopf gehen lassen könntest, wenn du unbedingt immer Bilder willst – und dies ist vollkommen ernst gemeint:

Sehen die Gerichte auf den Bildern so aus wie bei dir, wenn du es nachgekocht hast?

Passen die Bilder immer zum Gericht?

Rechtfertigen die Bilder den Aufpreis?

Weißt du mit welchen Tricks Foodstylisten arbeiten und das Essen auf den Bildern gar nicht ESSBAR wäre?

Eben.

Zugegeben: Eine Einsteigerfibel zum Thema „Backen mit dem Backofen“ sollte unbedingt Bilder drin haben. Es macht ja auch zum Beispiel bei einer Reparaturanleitung keinen Sinn, KEINE Bilder drin zu haben, schließlich will man ja die Handgriffe sehen, wenn das noch nie gemacht hat. Aber wieso man einer gestandenen Hausfrau (oder einem Hausmann) mit Bildern ZEIGEN muss wie Spaghetti Bolognese im Ergebnis aussieht…

…außerdem würde in diesem Buch der halbe Spaß verschwinden, wenn man gleich wüsste, was sich hinter jedem Rezept verbirgt – hehe.

 

 

Bevor es losgeht – wichtige Küchengeräte und Werkzeuge

Auf unserer kulinarischen Schandreise durch die Welt des Kochens, benötigen wir natürlich einige Utensilien.

 

Backofen:

Bevor die „One-Pot“-Welle des einfachen Kochens die Republik überschwemmte, haben schon seit vielen Jahren Menschen alles auf ein Blech gelegt, ggf. verrührt und dann zubereitet. Der Backofen ist das ideale Gerät, um schnell und dennoch einfach etwas Leckeres zu zaubern, ohne dass man die ganze Zeit nebendran stehen muss. Einfach ab in den Ofen, Timer stellen – fertig. Nicht umsonst ist der Backofen (und viele Fertiggerichte) gerade beim Jungvolk sehr beliebt, welches sich darin „Lebensmittel“ fragwürdiger Qualität zubereitet, um ja keine Sekunde vor dem Bildschirm (MMOs, Shooter, TV) verpassen zu müssen. Manch einer genießt es auch, einfach parallel was anderes tun zu können (Wäsche bügeln, einfach mal wirklich entspannen, ein Buch lesen), während das Gericht sich quasi wie von selbst zubereitet.

 

Herd:

Der Klassiker darf natürlich nicht fehlen. Ein Topf oder Pfanne plus Herd gehören zur Standardgrundlage einer jeden Küche. Selbst der billigste Campingkocher ist besser als kein Herd. Es ist DIE Grundlage schlechthin der deutschen Küche. Ob Gas, Elektro oder Induktion: Wer den Herd nicht ehrt, ist der Küche nicht wert.

 

Mixer:

„Früher“, als wir noch jung waren, nannte man das nicht „Smoothie“, sondern „Karl-Peter, lass die Finger weg vom Mixer – man spielt nicht mit Essen“. Ach wie herrlich unschuldig doch die Jugendzeit war, als man noch Obst und Gemüse absolut sinnbefreit in den Mixer schob und auf den sagenumwobenen Knopf drückte. Dies hat sich bis heute gehalten und bestimmt ist manches Smoothiegericht rein zufällig bei einem kindlichen Experiment entstanden.

 

Wasserkocher:

Ohne ihn wäre das Kaffeemachen gerade in früheren Zeiten (also damals, als es noch keine Pad-Maschinen gab und Handys nur zum SMS schicken und telefonieren da waren) sehr unangenehm gewesen. Auch Teeliebhaber schwören auf dieses Gerät. Zusätzlich gibt es eine kleine, verschworene Gemeinschaft, die – zumeist im Studentenwohnheim oder während der Ausbildungszeit – die…Vielseitigkeit…dieses Wunderdinges zu schätzen gelernt hat.

 

Dampfgarer:

Das Gerät kostet nicht viel und dennoch kann man darin sehr gesund und fettarm kochen. Soweit die offensichtlichen Vorteile. Uns interessiert hier viel mehr, dass man die Zutaten alle reinkippt und dann auf den Knopf drücken kann. Genau das, was Kochfaule und Anti-Koch-Freunde brauchen. Das Besondere dabei: Man kann weiterhin so herrlich davon fabulieren, dass man doch „total fettfrei“ und „voll mega gesund“ kocht, während sich das Kochgenie aus der Nachbarschaft mit „total glutenhaltigem und ungesundem“ Kram abmüht, welcher aufwändig mit allen möglichen Töpfen und Geräten zubereitet werden muss.

 

Töpfe:

Selbsterklärend, oder? Irgendwo muss ja das Zeug beim Kochen rein. Ganz findige Leute kaufen sich Töpfe in verschiedenen Größen. Mancher auch, um den zwangsläufig folgenden Spülvorgang durch Ersatztöpfe maximal rauszuzögern. Das hat den lustigen Nebeneffekt, dass die Speisereste richtig schön Zeit haben einzutrocknen, sodass der Reinigungsvorgang umso mehr Liebe und Aufmerksamkeit erfordert. Ideal, um Familien- oder WG-Mitglieder maximal zu ärgern.

 

Kühlschrank:

Eigentlich klar, außer man wohnt in der Eifel und es ist Januar. In Wintermonaten kann generell auch der Balkon als „Air-Cooled-Freezer“ benutzt werden. Das spart Stromkosten.

 

Spiralschneider:

Das Angebergerät schlechthin. Kaufe einfach das billigste Gerät im örtlichen Supermarkt. Alles sieht dann plötzlich richtig lecker aus. In Datingratgebern für Männer wird er inzwischen als essentiell wichtiges Instrument in der eigenen Singleküche prominent erwähnt, damit das zu bezirzende Weibchen (oder Männchen) maximal beeindruckt daherschaut. Und warum? Zu Recht! Spiralgeschnittenes gefällt! Immerhin habe ich damals meine Frau mit schön spiralisiertem Essen beim ersten Treffen in meiner Wohnung beeindruckt – Ergebnis: Sie ließ das Essen stehen und widmete sich lieber mir. Ob das in Bezug auf das Gericht nun gut oder schlecht war weiß ich jedoch bis heute nicht genau…

 

Besteck, Teller, Gläser und Co:

Entweder ein (mindestens) 6er Set (komplett mit allem!) kaufen, oder Pappartikel benutzen. Bei letzterem spart man sich den Abwasch. Da mag zwar der Einwand kommen „aber hey, das geht doch langfristig ins Geld, wenn man immer neu nachkaufen muss.“ Ha, weit gefehlt: 1. Geht ja „richtiges“ Geschirr auch oft genug kaputt und 2. spart man viel Wasser und Spülmittel, da man gar nicht abwaschen muss. Sieh es so: Du machst das der Umwelt zu Liebe. Also das nächste Mal wenn sich Gäste ob der kargen Anrichte beschweren: Appelliere an ihr schlechtes, ökologisches Gewissen.

 

Spülmaschine:

Ok, wer das mit dem „ordentlichen Geschirr“ einen Abschnitt zuvor wirklich nicht lassen kann, sollte sich eine Spülmaschine anschaffen, um die lästige Abwascharbeit auf ein Minimum zu reduzieren. Profitipp: Am besten gleich zwei einbauen – eine für das dreckige, die andere für das saubere Geschirr. So spart man Platz im Geschirrschrank und minimiert das lästige aus- und einräumen.

 

Mikrowelle:

Der Backofen für all jene, denen dieser viel zu lange braucht. Es ist ja wirklich viel verlangt, im Schnitt 20-30 Minuten zu warten, bis eine Speise fertiggebacken ist – und dann noch dieses unsägliche Vorheizen, von dem alle Leute immer reden. Absolute Unverschämtheit! Anders der Mikro: Einfach das deliziöse Gericht auf einen Teller geben und zumeist 1-3 Minuten in der Mikrowelle erhitzen – fertig. Aber Obacht: Alufolie und Mikro bilden eine absolut unheilige Allianz. Jetzt mal im Ernst: Auf keinen Fall Butter in Alufolie gewickelt darin versuchen

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Publication Date: 02-02-2019
ISBN: 978-3-7438-9559-1

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