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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Pilzinfektionen - Candida und Co. behandeln mit Homöopathie, Heilpflanzen, Schüsslersalzen und Naturheilkunde"

 

Vorwort

 

1. Allgemeines

Gefährliche Schimmelpilze

Stoffwechselblockaden bei Pilzinfektionen

Gesunde Leber - gesunder Mensch

 

2. Naturheilkunde

Empfehlungen für ein starkes Immunsystem

Äußerliche Anwendungen bei Pilzerkrankungen

Pilzinfektionen behandeln mit Homöopathie

Pilzerkrankungen behandeln mit Schüsslersalzen

 

Pilzerkrankungen behandeln mit Heilpflanzen

Teerezepte bei Pilzerkrankungen

Kräuterweine bei Pilzinfektionen

Tinkturen und Extrakte bei Pilzinfektionen

Wasseranwendungen zur Behandlung und Vorbeugung von Pilzerkrankungen

 

Nachwort

Meine weiteren eBooks

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

 

Die Zahl der Pilzinfektionen ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Grund dafür ist vor allem die Zunahme der immungeschwächten Menschen. Pilze können sowohl die Haut als auch die Schleimhäute des Menschen infizieren.

 

Die bekannteste Erkrankung ist der Fußpilz. Dabei dient das Keratin der oberen Hautschicht und der Nägel den Pilzen als Nahrung. Hefepilze der Gattung Candida greifen bevorzugt die Schleimhäute an. Gelangen diese ins Blut, können sie auch innere Organe befallen. Besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Diabetiker sind gefährdet.

 

Unbehandelt verliert ein von Fußpilz befallener Mensch ständig Hautschuppen mit anhaftenden infektiösen Pilzsporen. Andere Menschen werden dadurch angesteckt. Unerschöpfliche Pilzreservoire sind gemeinsam benutzte Handtücher, Fußmatten und Teppiche. Brutstätten für Pilze sind Feuchträume wie Sauna-Anlagen, Schwimmbäder, öffentliche Duschen oder Gemeinschaftsräume. Unglücklicherweise steigen die Resistenzen gegen Medikamente, welche diese Pilze bekämpfen. Entziehen Sie daher dem Pilz seinen Nährboden (Übersäuerung und Immunschwäche des Körpers).

 

Hautpilzerkrankungen:

Darunter werden alle Infektionen von Haut, Haaren und Nägeln zusammengefasst. Die medizinische Bezeichnung für Hautpilzerkrankungen lautet "Dermatomykosen". Sie gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Das Risiko einer Pilzinfektion wächst mit zunehmendem Alter.

 

Begünstigende Faktoren sind dauernde Feuchtigkeit, fehlende Luftzirkulation (z. B. durch das Tragen von engen Stiefeln, Verbänden oder Prothesen), größere Wundflächen, Durchblutungsstörungen sowie bestimmte Medikamente. Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht oder eine Anämie können die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen. Die Beschwerden bestehen hauptsächlich in Rötung, Abschuppung, Schwellung und Juckreiz - ein oft quälendes Krankheitsbild, das sich durch Reiben oder Kratzen noch verschlimmert.

 

Dermatophyten:

Sie gehören zu den Fadenpilzen, die normalerweise im Erdreich Hornsubstanz (Keratin) biologisch umwandeln. Etwa 40 Arten können den Menschen befallen und sind damit die häufigste Ursache von Haut- und Nagelpilzerkrankungen, die deshalb auch Dermatophytosen genannt werden.

 

Dabei ist die betroffene Hautpartie von einem regelrechten Pilzgeflecht durchzogen. Die Dermatophyten wuchern unter der Oberfläche, ernähren sich von Hautzellen und zerstören dadurch die intakte Haut. Häufigste Krankheitsform ist der Fußpilz. Er tritt vor allem bei Neigung zu feuchten und kalten Füßen auf und macht sich durch Rötung, Schuppung sowie Blasenbildung bemerkbar.

 

Typische Symptome einer Nagelpilzinfektion sind eine Gelbfärbung oder Verdickung der Nagelplatte. Sie beginnt an einzelnen Nägeln, meist der großen Zehe und weitet sich im Verlauf mehrerer Jahre auf alle Nägel aus - oft begleitet von auffallend trockener und schuppiger Haut am befallenen Fuß. Begünstigende Faktoren sind Druck durch zu enge Schuhe, starkes Schwitzen, dauernde Feuchtigkeit, Durchblutungsstörungen oder altersbedingte Veränderungen der Nägel.

 

Hefen oder Sprosspilze:

Die meisten Infektionen dieser Krankheitserreger gehen auf das Konto der Unterart "Candida albicans". Befallen werden bevorzugt die Schleimhäute, seltener Haut und Nägel. Candida albicans und verwandte Arten führen häufig zu Infektionen im Genitalbereich. Typisches Anzeichen ist ein weißlicher, leicht wegwischbarer Belag auf der geröteten, manchmal auch wunden Schleimhaut.

 

Schimmelpilze: Siehe hierzu im Kapitel "Gefährliche Schimmelpilze".

 

Ein gesundes und starkes Immunsystem ist der beste Selbstschutz des Körpers gegen Pilzerkrankungen. Es sichert unsere Gesundheit im ständigen Kampf gegen eindringende Bakterien, Pilze, Viren und Umwelteinflüsse. Unser Immunsystem wird stark belastet. Es ist daher kein Wunder, dass es seine Aufgaben oft nicht erfüllen kann und wir scheinbar ohne Grund immer öfter erkranken.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt das Immunsystem. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Pilzinfektionen können die Folge sein.

 

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.

 

Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Pilzerkrankungen dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Stoffwechsels sowie des Immun-, Nerven- und Hormonsystems.

 

Homöopathische, pflanzliche und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Pilzerkrankungen.

 

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Pilzerkrankungen erläutern:

 

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde.

 

Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache einer Pilzerkrankung auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

 

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden.

 

Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

 

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts - so wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Heilmittel keine Reaktion im Körper aus.

 

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:

1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli (Streukügelchen) geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.

2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.

3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

 

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Pilzerkrankungen

 

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

 

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

 

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

 

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu Pilzerkrankungen, einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

 

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Organismus angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

 

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) angewendet.

 

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung einer Pilzerkrankung

 

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten.

 

Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tee, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

 

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung einer Pilzerkrankung heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden.

 

Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel, stärken das Hormon- und Immunsystem. Nur ein gut funktionierender Stoffwechsel sowie ein intaktes Hormon- und Immunsystem können eine Pilzerkrankung verhindern.

 

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden.

 

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

 

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

 

Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten

 

Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen. Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich.

 

Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.

 

Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz bei der Behandlung und Vorbeugung einer Pilzerkrankung. Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen.

 

Kalte Güsse kräftigen die Haut, das Bindegewebe, fördern die Durchblutung und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.

 

Bewegung hält den Stoffwechsel fit:

Bewegung stärkt die Abwehrkräfte, fördert die Durchblutung des Körpers und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen.

 

Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.

 

Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen:

Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen (auch Pilzinfektionen) von falscher Ernährung herrühren und riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Er empfahl Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.

 

Leben im Gleichgewicht:

Überlastung und Stress führen auf Dauer zu Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.

 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Empfehlungen, wie Sie Pilzerkrankungen mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, Pflanzenheilkunde, Wassertherapie und den Schüsslersalze behandeln können. Vorgestellt werden alte Rezepte für äußerliche Anwendungen, die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung, Heilpflanzen, Teerezepte, Extrakte, Tinkturen und Kräuterweine.

 

Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

 

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Gefährliche Schimmelpilze

Aggressive Schimmelpilzarten nisten sich häufig in der Lunge ein. Die Infektion erfolgt über das Einatmen der umherfliegenden Sporen. Eine solche Erkrankung kann unter Umständen tödlich enden. Die Pilzgattung Aspergillus befällt sogar innere Organe. Es gibt aber auch harmlosere Hautpilzerkrankungen, die von Schimmelpilzen verursacht werden - besonders zwischen den Zehen und Fingern, in Hautfalten und an den Zehennägeln.

 

Das Zuhause des Brotschimmelpilzes Rhizopus stolonifer liegt in Nahrungsmitteln und im Erdboden. Dieser unheimliche Pilz breitet sich über die Blutbahnen aus, schädigt sie, unterbricht so die Versorgung von Geweben und führt in wenigen Tagen zum Tod. Allerdings droht so eine Pilzvergiftung mit fatalem Verlauf nur bei stark ausgeprägter Immunschwäche.

 

Als typischer Schimmelpilz bildet Aspergillus fumigatus Sporen, die sich durch die Luft verbreiten. Studien ergaben, dass jeder Mensch täglich mehrere Hundert Sporen inhaliert. Im immunstarken Wirt eliminieren Zellen der angeborenen Immunität diese Pilzsporen. Bei Immunschwäche kann sich ein Pilzgewebe, ein Myzel entwickeln, ins umgebende Gewebe eindringen und sich schließlich systemisch ausbreiten.

 

Durch sein negatives Image machte Aspergillus flavus als „Fluch der Pharaonen“ von sich Reden. Nachdem Howard Carter 1922 das Grab von Tut-ench-Amun entdeckte, verabschiedeten sich an die dreißig Personen mysteriös vom Leben. Sie alle waren am Freilegen oder Erforschen des über 3000 Jahre alten Grabes beteiligt.

 

1973 öffnete man in Krakau die Gräber des Jagiellonen-Königs Kazimierz und seiner Frau. Man wollte wissen, in welchem Zustand die über 500 Jahre alten Mumien waren. Auch hier starben zwölf Personen unter rätselhaften Umständen, die an den Untersuchungen mitgearbeitet hatten. Die Todesursache war, wie im ägyptischen Grab, eine beachtliche Menge Aspergillus flavus.

 

Das gebildete krebsauslösende Pilzgift Aflatoxin griff immer die schwächsten oder für Krankheiten anfälligsten Organe an. Das führte stets zu verschieden Todesursachen, z. B. Nierenbluten, Herzversagen und Krebs. Übrigens finden sich in den feuchtwarmen Tropen und vor allem in fettreichen Nahrungsmitteln wie Erdnüssen, Pistazien, Feigen und Mais gelegentlich hohe Aflatoxinwerte.

 

Aspergillus niger mit seinen dunklen Sporen ist ein weit verbreiteter Lebensmittelverderber und Materialzerstörer. Dieser Schimmelpilz zerstört Papier ebenso wie Leder und Farben, siedelt sogar auf Kunststoffen, optischen Gläsern und Kontaktlinsen. Die verursachten Krankheiten umfassen neben allergischen Reaktionen auch Infektionen des äusseren Gehörganges, Lungen-Aspergillosen, Bauchfellentzündungen, Entzündungen der Herzinnenhaut, Erkrankungen der Nägel und Infektionen der Haut.

 

Müslifans, achtet auf das Mutterkorn:

Die Ursache für das stark giftige dunkle Mutterkorn auf Roggenähren ist der Schlauchpilz Claviceps purpurea. Der Name "Mutterkorn" deutet auf die Gebärmutter hin, denn der Inhaltsstoff Ergometrin regt die Wehen an und wurde früher für Abtreibungen verwendet.

 

Das Mutterkorn enthält noch andere Gifte wie die Amide der Lysergsäure, die Verwandten des Rauschgifts LSD. Einige Gramm frischen Mutterkorns im selbstgemahlenen Getreide oder Müsli lässt eine ansich kerngesunde Kost zur Henkersmahlzeit verkommen.

 

Pilze sind aber nicht nur Zerstörer:

Denken Sie nur an die antibiotische Wirkung des Schimmelpilzes Penicillium chrysogenum.

Unsere Ozeane beherbergen eine unglaubliche Unterwasserapotheke. Erst in jüngster Zeit entdeckten Wissenschaftler spezielle Wirkstoffe mariner Pilze für die Entwicklung von Krebsmedikamenten.

Stoffwechselblockaden bei Pilzinfektionen

Zur Behandlung und Vorbeugung einer Pilzerkrankung ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

 

1) Der Säure-Basen-Haushalt

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht.

 

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Leiden. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir haben Pilzerkrankungen, immer wiederkehrende Beschwerden und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

 

2) Das Bindegewebe

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken".

 

Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Immunschwäche, Pilzerkrankungen und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

 

3) Die Verdauung

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Wir neigen zu Pilzerkrankungen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

 

4) Unser Wasserhaushalt

Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Eine Immunschwäche und Pilzerkrankungen sind die Folge.

 

5) Die Eiweißverdauung

Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

 

6) Die Fettverdauung

Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind Pilzerkrankungen, Krankheitsanfälligkeit, Stoffwechselstörungen und Kopfschmerzen.

 

7) Die Kohlenhydratverdauung

Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung.

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Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Publication Date: 03-27-2017
ISBN: 978-3-7438-0493-7

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