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Maria war zwölf Jahre alt, als sie mit Ihrer Mutter
in die Stadt zog.
Sie tat das sehr ungern, sie mochte die Stadt nicht, alles war fremd für Maria.

Sie wohnten in einem kleinem Dorf weit ab von der Stadt. Hier kannte sie jeden Stein aber sie war nicht gern allein.
Die Kinder im Dorf mochten Maria nicht, weil sie viel älter aussah, als sie war.
Die Erwachsenen mochten sie jedoch gern, denn sie war auch ein fröhliches Kind, das immer lachte und sehr höflich war.

Aber nun in dieser Stadt, neue Schule,neue Kinder die sie wieder nicht mochten.
Neue Menschen, denen Maria stets höflich begegnete.
Sie trug alten Damen die Taschen und nahm nichts dafür.
Freunde? Nein, Freunde hatte Maria auch hier nicht.


Sie verstand sich nicht besonders gut mit Ihrer Mutter, holte Sie aber trotzdem von der Arbeit ab und ging gemeinsam mit ihr nach Hause.
Zu Hause dann, wenn sie ganz allein war, weinte Maria, da sah es niemand ihre Mutter kümmerte es ja nicht.
Sie sehnte sich trotz allem nach dem kleinen Dorf zurück, obwohl sie dort genauso allein war, wie hier in der großen Stadt. Aber hier ist man auch noch einsam und alles ist fremd.

 Maria hatte auch eine Oma in der Stadt,aber die mochte Maria auch nicht besonders.

Maria war ein sehr feinfühliges Mädchen, eigentlich mochte sie ja alle. Warum dann nicht auch meine Verwandten, dachte Maria.


Maria ging oft in der Stadt spazieren und sah sich alles an, sie freute sich an allen Dingen
Dann fühlte sie sich nicht allein.
Wenn dann jedoch Dunkelheit, langsam einsetzte bekam sie Angst. Sie lief zur Arbeitsstelle
ihrer Mutter, um diese abzuholen. Was willst Du schon wieder hier, ich gehe heute nicht gleich nach Hause.

Mutti, Du weißt doch ich bin nicht gern allein, sagte Maria leise.
Stell dich nicht so an, schimpfte Ihre Mutter, Du bist alt genug also geh. Mutti…….
Nein, geh.-- Maria drehte sich mit klopfendem Herzen um.
Ihre Mutter ging weg, ohne sich umzudrehen. Sie wusste, dass Ihre Tochter Angst hatte, allein in geschlossenen Räumen und auf der Strasse bei Dunkelheit, aber es störte sie nicht.


Maria ging traurig und ängstlich auf alles achtend, die Strasse entlang.
Sie sah den Mann, mit den dunklen Haaren, der etwas größer war auf sich zukommen.
Na, Kleine sagte er grinsend: als er ungefähr auf gleicher Höhe war mit ihr, bist Du ganz allein?
Maria sah ihn entsetzt an und rannte im gleichen Moment weg.
Sie hörte noch, das hämische Lachen des Mannes.
Als sie um die nächste Ecke gebogen war, holte
Sie erstmal zitternd Luft, und ein paar Tränen
kullerten über ihre Wangen.

Sie wollte weitergehen, dann spürte sie eine Hand die sie berührte, vor Schreck wie gelähmt, 
schaute Maria aus den Augenwinkeln zur Seite. 
Komm ich gebe Dir 20 Euro wird schön.
Mit weit aufgerissenen Augen, riss Maria sich von dem frechen Kerl los und rannte so schnell sie nur konnte.


Fast wäre sie in ein Auto gelaufen, gerade noch mal gut gegangen.


Der Fahrer des Wagens schimpfte: „Kind pass doch auf „
Maria aber rannte nur noch, zu dem Haus in dem Sie wohnte, endlich war Sie da. Die Fenster waren Dunkel ,also war Mutti noch nicht zu Hause.
Sie setzte sich auf die Treppe und wartete.

Die Straßenlaternen brannten, in den anderen Wohnungen hörte man Musik und es roch nach Essen.
Dann wurde es langsam stiller in dem Haus.


Maria saß immer noch auf der Treppe und wartete.
Sie war irgendwie böse, auf Ihre Mutter aber auch auf sich selbst.
Dann ging irgendwo im Haus eine Tür, auf und Maria bekam Angst.


Sie wusste nicht wohin. Und dann kam auch noch ein Mann heraus, ja was machst du denn hier um diese Zeit?
Maria drückte sich an das Treppengeländer und sah ihn so hasserfüllt an, das der Mann sagte :“Mädchen ich tu dir nichts, warte mal!“
dann ging er wieder und gleich darauf kam seine Frau.

Du bist doch Maria sagte sie, hast du deinen Schlüssel vergessen?
Nein, Maria schüttelte den Kopf aber ich bin nicht gern allein.

Dann weinte sie und versuchte aber trotzdem zu lächeln und erzählte von diesen Männern heute.

Ja, die Stadt kann sehr gefährlich sein, sprach die Nachbarin, das müsste deine Mutter doch wissen.


Die Nachbarin, nahm Maria erstmal mit in ihre Wohnung, gab Ihr etwas zu Essen und zu Trinken.


Maria erzählte viel an diesem Abend, von dieser Stadt die sie nicht mochte, von ihrer Angst allein zu sein, aber auch dass ihre Mutter, das nicht verstehen könnte, denn Sie liebte diese Stadt.

Maria,wartete bis in die frühen Morgenstunden, auf Ihre Mutter.

Maria sehnt sich heute noch manches Mal nach dem kleinen Dorf zurück.

Aber Sie hat sich mit der Stadt arrangiert, denn schließlich hat ja alles, Vor - und auch Nachteile.

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Publication Date: 04-25-2009

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Dedication:
25.04.2009

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