Cover

Prinzessin Goldlöckchen und die Nachtigall




Vor vielen Jahren, weit weg von hier, da lebte in einem kleinen Königreich der König Friedbert der Sanfte mit seiner Königin Kunigunde.
Der König und seine Gemahlin waren im Lande bei allen Bewohnern sehr beliebt, denn sie kümmerten sich auch um die Belange ihrer Untertanen.
Als dem Königspaar eine kleine Prinzessin geboren wurde, feierte das ganze Land ein großes Fest. Drei Tage lang vergnügten sich Alle.
Es gab zu Essen und zu Trinken in Hülle und Fülle.
Immer wieder lies man die kleine Prinzessin, die man Goldlöckchen nannte, weil sie schon bei der Geburt so schöne goldene Locken hatte, hochleben.
Alle waren glücklich und zu frieden.

Nach den Feierlichkeiten zog allmählich der Alltag wieder ein.
Die Bauern arbeiteten wieder auf den Feldern, die Handwerker in ihren Werkstätten.
Und so vergingen die Jahre.

Goldlöckchen war nun bereits 10 Jahre alt.
Ihr fehlte es an nichts. Der König und die Königin erfüllten ihr jeden Wunsch den sie hatte.
Eines Tages begab sich Goldlöckchen zu ihren Vater und sprach:

„Liebes Väterchen, du und auch die Mama sind immer so lieb zu mir. Ich bin aber trotzdem ein wenig traurig, denn ich habe außer meiner Amme keinen Spielkameraden. Ich wünschte mir so sehr ein kleines Tier, damit ich nicht mehr so alleine bin.“

„So soll es geschehen, mein liebes Töchterchen. Habe aber noch etwas Geduld.“

Goldlöckchen war mit der Antwort des Königs zu frieden.

Der König überlegt wie er diesen Wunsch am besten erfüllen konnte.
Da hatte er plötzlich eine Idee. Er rief seinen Forstmeister zu sich und gab ihm den Auftrag eine Nachtigall zu fangen. Eine Nachtigall, die immer so schöne Lieder singt. Er war der Meinung, dass dieser Vogel seiner kleinen Prinzessin großen Spaß bereiten würde.

„Herr König, ich werde mein Bestes tun, um für die Prinzessin eine Nachtigall zu fangen. Es wird nicht leicht sein, man braucht dazu ein wenig Geduld.“

„So sei es Forstmeister, ich vertraue auf Euch. Viel Glück wünsch ich Euch dabei. So nun geht.“

Der Forstmeister verbeugte sich vor dem König, verließ das Schloss und begab sich in den Wald. Nach drei Tagen war es so weit. Der Forstmeister hatte eine Nachtigall ausfindig gemacht. Er wusste nun wo ihr Lieblingsplatz war an dem sie ihre Lieder erklingen ließ.
Am nächsten Tag, fand er sie wieder auf dem gleichen Ast vor. So ging das auch die nächsten Tage weiter.
Der Forstmeister war sich nun sicher, dass er die Nachtigall nun lang genug beobachtet hatte.
Er strich den Ast mit Leim ein und wartete bis die Nachtigall wieder kam um ihr Lied anzustimmen.
Lange sollte der Forstmeister nicht mehr warten müssen. Die Nachtigall kam angeflogen setzte sich nieder und begann zu singen.
>Heute singt sie besonders schön und lange. Ich werde mir ihren Gesang noch eine Weile anhören


„Seht Ihr Eure Majestät und auch Ihr liebe Prinzessin, nur wer in Freiheit lebt, kann Anderen Freude bringen.

„Wie wahr, wie wahr Forstmeister“, entgegnete der König.

Die Nachtigall soll noch so viele Male vor dem Schlossfenster ihr Lied gesungen, und damit viel Freude bereitet haben.

Imprint

Text: Copyright by Ulf Heimann, 2009 Bilder: Copyright by www.Google-Bilder.com
Publication Date: 09-05-2009

All Rights Reserved

Next Page
Page 1 /