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Inhalt

Mein Weg der seelischen Heilung

Wie erweckt man sein inneres Glück

Die Lehre von den fünf Elementen

Psychologie und Spiritualität

 

Die Suche nach dem Sinn

Wie finde ich mein inneres Gleichgewicht

Diskussion in einem Psychologie-Forum 

Erleuchtung und Psychologie

Innere Arbeit muss mit Weisheit erfolgen

Die fünf Grundsätze

 

Das geistige Zentrum

Die tägliche Selbsterforschung

Selbstliebe

Die heilende Beziehung

Der innere Buddha

 

Psychische Erkrankungen in Deutschland

Was hilft bei Angst

Der Weg aus der Depression

Burn-out

Psychotherapie

Meine erste Familienaufstellung

Traumatherapie

 

Positive Psychologie

Positives Denken

Techniken der Gedankenarbeit

Die Methode der Stärkenentwicklung

Glücksforschung

 

Selbstheilung

Die fünf Grundsätze der Gesundheit

Heilung durch Yoga

Spirituelle Therapie

Gesprächstherapie

 

Der Weg der Liebe

Verzeihen

Tonglen 

Meister-Yoga

Ein Buddha des Glücks

 

Erleuchtetes Sein als Heilungsweg

Der Bodhisattwa-Weg

Genau sich selbst leben

Kein Perfektionist

 

Die Tiefgründigkeit des spirituellen Weges

Meditationen 

Hilfreiche Links

Mein Weg der seelischen Heilung

 

Ich war ein ängstliches und sensibles Kind. Meine Mutter hat mich sehr streng erzogen, weil sie vom Nationalsozialismus geprägt war. Sie hatte es in ihrer Jugend gelernt, dass Kinder streng erzogen werden müssen. Und sie versuchte dieses Wissen bei mir umzusetzen. Sie hat nicht gesehen, was ich wirklich brauchte, sondern hat mir ein unpassendes Erziehungsmodell übergestülpt. Das führte zu vielen seelischen Verletzungen in meiner Kindheit.

 

Das größte Problem war es, dass meine Mutter sehr hohe Ansprüche an mich hatte. Ich konnte ihren überhöhten Ansprüchen nie genügen und entwickelte deshalb einen tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex. Ich fühle mich tief in mir ungenügend und letztlich wertlos. Was ich auch tat, es genügte meiner Mutter nicht. Insbesondere sollte ich eine berufliche Karriere machen. Ich machte mein Abitur, studierte und bestand mein Examen. Aber was ich auch tat, meine Mutter war nie zufrieden, weil sie in sich selbst nicht zufrieden war. Sie projizierte ihre eigenen Unzufriedenheit auf mich. Sie dachte, wenn ich erfolgreich bin, dann würde sie damit ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe überwinden. Sie durchschaute nicht, dass das intensive Arbeit an sich selbst bedeutet hätte.

 

Verstärkend für meine Minderwertigkeitskomplexe kam hinzu, dass ich in der Schule im Verhältnis zu meinen Klassenkameraden relativ klein und schwach war. Im Sport und bei körperlichen Rangkämpfen gehörte ich immer zu den schwächeren Jungs. Das führte dazu, dass sich die Mädchen in meiner Klasse nicht für mich interessierten und ich keine Freundin finden konnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Minderwertigkeit aus meiner Kindheit in meiner Jugend bestätigt wurde.

 

Ich suchte einen Weg aus meinen Minderwertigkeitskomplexen und begann mich mit Psychologie zu beschäftigten. Ich las sehr viele psychologische Bücher und besuchte viele Kurse. Ich war begeistert von Sigmund Freud und seinen psychologischen Erkenntnissen. Der Mensch wird sehr stark durch sein Unterbewusstsein geprägt und gesteuert. In meinem Unterbewusstsein saß ein Minderwertigkeitskomplex. Wie konnte ich ihn auflösen?

 

Meine erste Idee war es, an meiner Psyche zu arbeiten. Ich beschäftigte mich intensiv mit meinen Problem und analysierte gründlich meine Psyche. Mir wurde auch bald klar, wie meine Psyche funktionierte. Aber der Minderwertigkeitskomplex blieb. Ich versuchte es mit positiven Suggestionen. Ich versuchte mein Unterbewusstsein in der Meditation umzuprogrammieren. Ich sah mich als stark und erfolgreich an. Aber mein Unterbewusstsein glaubte es mir nicht. Und ich fühlte mich weiterhin minderwertig.

 

Meine zweite Idee war es, dass ich äußerlich erfolgreich sein muss, damit mein Unterbewusstsein mich nicht mehr als minderwertig ansieht. Ich lernte fleißig und war in der Schule, im Studium und in meinem Beruf erfolgreich. Ich ging in die Politik und machte als Student in der Politik Karriere. Ich wurde Vorsitzender des sozialistischen Studentenbundes in Hamburg und Präsident des Studentenparlamentes. Ich hielt viele großartige Reden und schrieb großartige Flugblätter. Meine Mitstudenten jubelten mir zu. 

 

Über viele Jahre hinweg war ich sehr anerkannt. Sogar die Frauen fanden mich jetzt attraktiv. Alles Äußere lief super. Aber der Minderwertigkeitskomplex blieb. Zu einem Teil löste er sich auf. Das konnte ich in meiner Psyche beobachten. Ich fühlte mich befreit und war in meinem Leben glücklich. Aber ganz in der Tiefe blieb die Minderwertigkeit. Es ist schwer unterbewusste Programme aus der frühen Kindheit aufzulösen. 

 

So kam ich zu meiner dritten Idee. Ich verband meinen psychologischen Weg mit dem spirituellen Weg. Und der spirituelle Weg führte in der Tiefe zu einer Heilung meiner Seele. Religionen können sehr dogmatisch sein. Dann sind sie oft nicht sehr heilsam. Das spirituelle Wissen muss mit dem psychologischen Wissen verbunden werden. Wir brauchen ein genaues Gespür für uns selbst. Wir müssen erkennen, was unsere Psyche genau braucht. Wir müssen die spirituellen Techniken sehr sensibel anwenden, damit sie zu einer seelischen Heilung führen.

 

Ich begann regelmäßig zu meditieren, zuerst mit dem Autogenen Training, mit der progressiven Muskelentspannung und dann mit vielfältigen spirituellen Techniken. Ich beobachtete meine Gefühle und arbeitete konsequent an meinen Gedanken. Ich orientierte meinen Geist und mein Leben an den Grundsätzen Frieden, Liebe, Glück, Weisheit und Selbstdisziplin. Ich lebte aus dem Positiven und nicht aus dem Negativen heraus. Ich war mir zwar meiner Probleme bewusst und konnte sie gut analysieren, aber der Schwerpunkt meines Lebens war die Orientierung an positiven spirituellen Vorbildern.

 

Eines Tages stieg bei einer Meditation die Kundalini-Energie in meinem Körper hoch. Mein Körper füllte sich mit Glück und mein Geist gelangte in eine höhere Bewusstseinsdimension. Mein Bewusstsein ruhte in einer egolosen Dimension aus Frieden, Liebe, Glück und Wahrheit. Ich spürte, dass ich mich in einer tiefen Wahrheit befand. Und in dieser Wahrheit löste sich mein Minderwertigkeitskomplex auf einer tiefen Ebene auf.

 

Ich erkannte, dass alles so richtig ist wie es ist. Auch ich bin genau so richtig wie ich bin. Und sogar meine Minderwertigkeitsgefühle waren so richtig wie sie sind. Dadurch konnte ich sie auf einer tiefe Ebene annehmen und loslassen. Durch die Erleuchtungserfahrung trat eine tiefe seelische Heilung ein. Jetzt fühle ich mich manchmal minderwertig und manchmal großartig und meistens bin ich einfach nur so wie ich bin. Es ist egal. Es sind Gedanken. Ich kann damit fließen und sie immer wieder loslassen. Sie beeinträchtigen in der Tiefe nicht meinen inneren Frieden und mein Glück. 

Wie erweckt man sein inneres Glück?

 

Das innere Glück zu erwecken und dauerhaft im inneren Glück zu leben ist eine große Kunst. Wir Menschen sind sehr unterschiedlich. Wir haben unterschiedliche Fähigkeiten, unterschiedliche Charaktere und leben in unterschiedlichen Lebenssituationen. Es kommt darauf an genau in sich hinein zu spüren und die richtige Technik für den richtigen Moment zu finden.

 

Als erstes solltest du genau überlegen, wo du gerade stehst. Was brauchst du im Moment? Welche Gefühle gibt es im Moment in dir? Trauer, Wut, Angst, Sehnsucht, Liebe, Frieden, Glück? Welche Gedanken sind mit deinen Gefühlen verbunden?

 

Nimm dich mit deiner Situation radikal an. Lebe deine Gefühle. Lebe deine Wut, deine Trauer, deine Angst. Meditiere darauf. Spüre dich. Komme zu dir und deinem gegenwärtigen Moment.

 

Und dann überlege, was du vom Leben möchtest. Was sind deine Ziele? Möchtest du dich selbst verwirklichen? Möchtest du ein Buddha werden oder ein äußerlich erfolgreicher Mensch? Oder beides? Und wo liegt dein Schwerpunkt?

 

Das ist die große Entscheidung, die jeder Mensch in seinem Leben treffen muss. Entscheidest du dich ein Buddha, ein Shiva, eine Göttin, ein Mensch des inneren Glücks zu werden, dann musst du den Weg der Ruhe, der Liebe und des inneren Glücks gehen. Du musst so leben, dass sich dein inneres Glück gut entfalten kann. Du musst jeden Tag deine spirituellen Übungen machen. Du musst so viele Übungen in deinen Tag einbauen, dass sich deine Energieblockaden auflösen und du ins Licht wächst. Du musst die Liebe zu allen Wesen pflegen und aus der Ruhe heraus leben.

 

Du solltest dich jeden Tag mit deinem spirituellen Vorbild verbinden und konsequent positiv denken. Du solltest dich immer wieder an deine spirituellen Ziele erinnern, sie visualisieren und daraus die Kraft für deinen spirituellen Weg schöpfen. Du solltest immer wieder genau überlegen, was dich zu deinen Zielen bringt und was dich davon abbringt. Du solltest versuchen ins erleuchtete Sein zu kommen und auf deine Art für das Glück aller Wesen zu leben.

 

Wenn du ein erfolgreiches weltliches Leben führen möchtest, dann solltest du ebenfalls klar deine Ziele definieren und den Weg finden, auf dem du persönlich deine Ziele erreichen kannst. Wenn du eine berufliche Karriere machen möchtest, musst du hart arbeiten und gut mit Stress umgehen können. Wenn du eine gute Beziehung haben möchtest, dann musst du lernen positiv zu denken und eine Meisterin im Umgang mit anderen Menschen zu werden.

 

Auch ein äußerlich erfolgreiches Leben kann glücklich machen. Aber wenn du dich innerlich dabei verbrauchst, wirst du im inneren Unglück enden. Am besten findest du deine persönliche Mischung aus äußerem und inneren Glück. Sorge gut für dich. Achte auf deine Energie. Vermeide zu viel Stress. Lebe immer in gutem Gespür für dich selbst. Dann wirst du den zu dir passenden Lebensweg finden, der dich im Glück wachsen läßt.

 

Mit welchen Techniken können wir unser inneres Glück erwecken? Die wichtigste Technik ist die genaue Selbstbeobachtung. Ich praktiziere das jeden Tag. Dann entwickelst du Weisheit. Dann kannst du dein Leben positiv steuern. Dann weißt du, was du an jedem Tag genau brauchst.

 

Die Hauptglückstechnik ist das positive Denken. Negative Gedanken führen zu negativen Gefühlen. Positive Gedanken machen dich und deine Mitmenschen glücklich. Glückliche Menschen zeichnen sich zu aller erst dadurch aus, dass sie konsequent positiv denken. Sie konzentrieren sich auf das Positive in ihrem Leben und erhalten dadurch ein positives Grundgefühl. Sie sind dankbar für das was sie haben. Sie haben eine positive Vision von ihrem Leben, die ihnen Kraft und Glück gibt.

 

Positives Denken alleine reicht für ein Leben im inneren Glück nicht aus. Es kann zu Dogmatismus und innerer Verhärtung führen. Wir können unsere tiefen Gefühle blockieren und den Kontakt zu uns selbst verlieren. Deshalb ist es wichtig die Arbeit an den Gedanken mit dem Weg der Meditation zu verbinden. Wir setzen uns einfach hin und kommen zur Ruhe. Dann taucht das in uns auf, was da ist. Durch das Sitzen in der Ruhe löst es sich und wir erlangen inneren Frieden. Durch tägliches Meditieren gelingt es uns aus der Ruhe heraus zu leben. Und aus der innere Ruhe entfaltet sich ein glückliches Leben.

 

Neben diesen Grundtechniken gibt es noch spezielle Techniken, mit denen wir die Kundalini-Energie erwecken können. Die Kundalini-Energie ist die Energie der Erleuchtung und des inneren Glücks. Durch Visualisierungen und Mantras können wir die inneren Energiekanäle aktivieren. Wir visualisieren uns als Buddha und werden ein Buddha. Plötzlich spüren wir Frieden, Glück und Liebe in uns.

 

In meinen Yogagruppen gelingt es mir normalerweise innerhalb von 1 1/2 Stunden die Kundalini-Energie der Teilnehmer zu aktivieren und sie ins Glück zu führen. Ich mache zuerst dynamische Übungen wie die Schüttelmeditation, durch die wir unseren inneren Stress und unsere Gefühle ausleben können. Dann kommen Yogaübungen im Liegen, durch die die Energiekanäle befreit werden. Und zum Schluss erfolgen eine Meditation im Liegen und im Sitzen. Und alle Teilnehmer sind innerlich entspannt, friedlich und glücklich.

 

Wenn ich ein Kurzretreat mit psychologisch interessierten Teilnehmern mache, dann verwende ich andere Techniken. Durch lange Spaziergänge im Wald lösen wir unseren inneren Stress und kommen zur Ruhe. Durch Gruppengespräche denken wir über uns selbst nach, lösen unsere Probleme und finden unseren Weg. Und durch geführte Meditationen erwacht dann das Glück in uns. 

 

Wichtige Fragen sind: Was macht dich glücklich? Wie findest du zur Begeisterung über dein Leben? Was ist für dich ein erfülltes Leben? Wie kommst du zur Selbstliebe? Wie kannst du innerlich heilen und dauerhaft im Glück und in der Liebe leben? Entdecke die Glücksquellen in dir und lasse sie sprudeln. Jeder kann in seinem Leben glücklich werden, wenn er die richtigen Techniken kennt und weise lebt. 

Die Lehre von den fünf Elementen

 

Die Lehre von den fünf Elementen ist ein grundlegendes Modell der psychischen Heilung und der spirituellen Entwicklung. Es gibt sie in verschiedener Ausprägung in vielen großen Kulturen der Welt. Sie ist die Grundlage der mittelalterlichen Alchemie und die Basis des Tarot. In China wurde sie vom Taoismus gelehrt und die Grundlage eines energetischen Heilsystem sowie des I Gings. Im Buddhismus gibt es die fünf Meditations-Buddhas, die die wichtigsten Eigenschaften zur Erlangung der Buddhaschaft verkörpern. Im indischen Yoga finden wir die fünf Elemente in den Chakren, die jeweils mit bestimmten Gottheiten verbunden sind.

 

Die fünf Elemente sind Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum. Die dazu gehörigen Eigenschaften sind Frieden, Kraft, Liebe, Freude und Weisheit. Der Begriff Weisheit verweist uns auf das erleuchtete Sein, das Leben in der Einheit des Kosmos, das Leben im Licht. Wenn wir die Weisheit der Erleuchtung erlangen, dann werden wir zu einem Weisen, einem Erleuchteten (Buddha, Gott, Göttin), einem Heiligen. Dann sind wir innerlich geheilt und haben das Ziel des Lebens erreicht.

 

Für den Weg der Heilung brauchen wir die Eigenschaften Weisheit (einen klaren Verstand, inneres Gespür), Selbstdisziplin, inneren Frieden, umfassende Liebe und Lebensfreude (im richtigen Maß). Der indische Meister Sai Baba spricht von den fünf Eigenschaften Prema (Liebe), Shanti (Frieden), Sathya (Wahrheit), Dharma (Richtigkeit, Selbstdisziplin) und Ahimsa (Gewaltlosigkeit, erleuchtetes Sein). 

 

Das Spannende für den Weg der psychischen Heilung und den Weg der Erleuchtung besteht darin, dass egal wo wir sind und wie es uns gerade geht, uns immer mindestens eines der Elemente weiterhilft. Haben wir ein psychisches Problem, dann können wir überlegen, ob wir jetzt Weisheit, Selbstdisziplin, Liebe, Glück oder Ruhe brauchen. 

 

Zu jedem Element gehören bestimmte positive Sätze und Verhaltensweisen. Inneren Frieden können wir erlangen, indem wir meditieren, uns etwas Ruhe gönnen, äußere Wünsche loslassen und die Dinge so annehmen, wie sie sind. Weisheit entwickeln wir, indem wir klar über die Situation nachdenken und einen Lösungsweg finden. Wir sollten in uns hinein spüren, unser Herz und unser Bauchgefühl befragen. Und dann unseren Weg der Richtigkeit finden, der auf der harmonischen Verbindung von Verstand und Gefühl beruht. 

 

Haben wir unseren Weg der Wahrheit gefunden, dann sollten wir ihn mit Ausdauer und Selbstdisziplin bis zum Ziel gehen. Dafür gibt es als Vorbild den Buddha der Kraft und im Tarot das Symbol der Stäbe. Als Chakra gibt es das Solarplexus-Chakra (Kraft-Chakra) mit dem Gott Shiva als Helfer. Tägliche Yogaübungen, Gehen und Sport helfen uns unsere innere Kraft zu entwickeln. 

 

Wenn wir inneren Frieden, Weisheit und Selbstdisziplin besitzen, dann brauchen wir noch den Weg der umfassenden Liebe, um zur Erleuchtung und zur vollständigen inneren Heilung zu kommen. Wir sollten jeden Tag einem anderen Wesen etwas Gutes tun, uns als Bodhisattva (Karma-Yogi, Buddha der Liebe) verstehen und im Schwerpunkt für das Glück aller Wesen leben. Wir sollten allen Wesen auf dem Weg der Erleuchtung helfen und werden dadurch selbst erleuchtet. 

 

Als letztes Element brauchen wir noch etwas Lebensfreude, Lockerheit und Leichtigkeit. Wenn wir zu angespannt unseren Weg der Heilung und Erleuchtung gehen, dann kann gerade diese Angespanntheit unsere Energie blockieren. Buddha lehrte den mittleren Weg aus der klugen Verbindung von Selbstdisziplin und  Lebensgenuß. Damit gelangte er zur Erleuchtung. Es ist also gut auch etwas Freude, Genuß, Spaß und Heiterkeit in unseren Weg einzufügen. Wir können uns auch direkt auf das Glück konzentrieren und uns fragen, was uns jetzt glücklich macht. Ein Erleuchteter lebt im Glück und aus dem spontanen Sein, dem spontanen Glücksimpuls heraus. 

 

Die genaue Zuordung der Eigenschaften zu den fünf Elementen ist in den spirituellen Systemen unterschiedlich. Im Tarot gibt es die Symbole Stab (Kraft), Schwert (Ego opfern), Kelch (Energie, inneres Gespür), Münzen (Glück, Reichtum) und die großen Arkana (Erleuchtung, der heilige Narr). Im Yoga bringt uns das Wurzelchakra zum inneren Frieden (eine gute Erdung), das Unterbauch-Chakra erweckt unsere Lebensenergie (Wasser), das Solarplexus-Chakra gibt uns Feuer (Lebenskraft), das Herz-Chakra bringt uns in die Energie der Liebe und die drei oberen Chakren (Hals, Stirn, Scheitel) verbinden uns mit dem Erleuchtungsbewusstsein.

 

Die fünf Meditations Buddhas (Dhyani Buddhas) sind der blaue Buddha (Kraft), der weiße Buddha (Weisheit), der grüne Buddha (Liebe), der gelbe Buddha (Glück, Fülle) und der rote Buddha (Feuer, im Licht leben, Klarheit, Liebe, positives Denken).

 

Wikipedia: Die Fünf-Elemente-Lehre ist eine daoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Die Fünf-Elemente-Lehre untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden, Wandlung und Vergehen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet. Aus ihren (abstrahierten) Eigenschaften wird auf die Beziehungen zwischen Erde, Mensch und Himmel und innerhalb dieser Sphären geschlossen. Die lange Tradition der Fünf-Elemente-Lehre wirkt in die chinesische Philosophie und ist von Bedeutung im Shiatsu, Feng Shui, Taijiquan, Xingyiquan, Qigong. Weitere Wirkungen hat sie in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der Akupunktur und ganzheitlichen Ansätzen der neueren westlichen Medizin. Der Buddhismus kennt die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Leere als Fünf Elemente. Diese Lehre unterscheidet sich von der daoistischen. Die antike griechische Philosophie entwickelte die Vier-Elemente-Lehre mit den Elementen Luft, Feuer, Wasser und Erde und teilweise dem Äther als Quintessenz und fünftem Element.

Psychologie und Spiritualität

https://hsp-academy.de/was-ist-spirituelle-transpersonale-psychologie/

 

Sylvia Harke: Als ich 1996 anfing Psychologie zu studieren, hatte ich große Erwartungen. Ich beschäftigte mich ja bereits seit meinem 12. Lebensjahr mit Spiritualität, dem Sinn des Lebens und wollte das Mystische, Unsichtbare ergründen. Durch den Verlust meiner Großmutter im Jahr 1991 beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Sterben, Bewusstsein, Leben nach dem Tod und Reinkarnation. Ich kam zu dem Schluss, dass es ein Bewusstsein geben muss, das uns am Leben erhält und bis heute glaube ich persönlich ganz klar an ein Leben nach dem physischen Tod und an Reinkarnation, wie viele andere Milliarden Menschen auch auf diesem Planeten.

 

Nun, um es kurz zu machen: meine Erwartungen an die Universität wurden enttäuscht. Aber das konnte mich nicht davon abhalten, meine tiefe Sinnsuche fortzusetzen. Die akademische Psychologie besteht aus Zahlen, Statistiken und umfangreichen Theorien zum Menschen. Einen großen Teil meines Studiums befasste ich mich mit der Neuropsychologie: der Wissenschaft vom Gehirn. Medizin und Psychologie haben das Modell entwickelt, dass sich Bewusstsein aus der Aktivität des Gehirns entwickelt, also abhängig ist von der Aktivität der Hirnzellen. In der Wissenschaftsarena gibt es keinen Platz für Spiritualität. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die sich auf dieses heiße Terrain heran wagen.

 

Zahlreiche Berichte im Bereich der Nahtoderlebnisse haben ja das ganze Konzept schon widerlegt. Denn es gibt auch Bewusstsein ohne Hirnaktivität. Vielleicht hast Du schon von dem Bestseller „Blick in die Ewigkeit“ von Dr. Eben Alexander gehört? Genau dieser Mann, selbst ein Arzt und Neurochirurg, erkrankte an einer lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung, die ihn für sieben Tage ins Koma versetzte. Was er da erlebte, stellte sein ganzes Weltbild auf den Kopf. Er berichtet, wie viele andere vor ihm, von einer Welt des Bewusstseins jenseits des Körpers. Sein Buch ist weltweit zum Bestseller avanciert und berührt die Menschen in ihrer Seele.

 

Die abstrakte Wissenschaft jedoch will von einer Existenz der Seele nichts wissen. Das solle man doch der Religion überlassen. Doch gerade die Psychologie ist die Schnittstelle zwischen Spiritualität, Medizin und Menschenkenntnis. Andererseits gibt es auf dem Esoterikmarkt auch Anbieter, die tatsächlich Scharlatane sind und ihren Kunden nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Es ist gut, wenn Du skeptisch bist, es ist wichtig, dass Du alles hinterfragst, was sich in diesem bunten Kosmos von Esoterik, Seelsorge, Spiritualität und Heilen so tummelt. Es wird viel Geld verdient mit der Sehnsucht des Menschen nach Sinn, Erleuchtung und Erlösung.

 

Nils: Ich stimme Sylvia grundsätzlich zu. Die Psychotherapie muss sich mit der Spiritualität verbinden, damit sie den Menschen effektiv helfen kann. Aus meiner Sicht geht es vor allem um die Entwicklung des inneren Glücks. Entwickelt sich das innere Glück, heilen der Körper und der Geist. Und die Beziehungen zu den Mitmenschen. Für die Entwicklung des inneren Glücks ist es wichtig, Probleme zu bearbeiten. Wir dürfen aber nicht in der Bearbeitung stehen bleiben. Der Schwerpunkt der Psychotherapie muss auf dem Positiven, auf Eigenschaften wie innerer Frieden, Liebe und Glück liegen.

 

 

Zitat aus: Psychologie der Spiritualität? Grenzen, Anwendungen und eine herausfordernde Gratwanderung. Michael Utsch / Berlin

https://www.ezw-berlin.de/downloads/utsch_psychologie_der_spiritualitaet.pdf

 

Wenn Glaube sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, wofür etliche Studien sprechen, stellt sich die Frage, wie das Heilungspotential der Religionen in eine psychologische Behandlung einbezogen werden kann. Die spannende Diskussion um Ausschluss oder Einbeziehung spiritueller Interventionen in Beratung und Psychotherapie hat endlich auch Deutschland erreicht. Bis vor kurzem war es undenkbar, dass in Therapeutenkreisen ernsthaft darüber diskutiert würde, ob etwa in einer Behandlung auf Wunsch des Patienten mit ihm gebetet werden dürfe.

 

Der klare Trend einer ernsthaften fachlichen Auseinandersetzung mit religiösen und spirituellen Themen beschränkt sich nicht mehr nur auf den amerikanischen Kulturkreis. Das deutsche „Psychotherapeutenjournal“, Hauspostille aller approbierten Psychotherapeuten und damit weit verbreitet und viel gelesen, hat vor einem Jahr das Schwerpunktthema „Psychotherapie und Religion/Spiritualität“ ausführlich behandelt. Die auch im Internet zugänglichen Aufsätze sind vorurteilsfrei und plädieren für einen transparenten und differenzierten Umgang mit dem Glauben der Patienten – von der früheren Religionsfeindlichkeit der Psychotherapie ist fast nichts mehr zu spüren. Der bekannte Religionspsychologe Bernhard Grom belegt dort sogar mit empirischen Studien die Bewältigungskraft positiver Glaubensüberzeugungen.

 

In Großbritannien ist der Diskussionsstand schon weiter gediehen als hierzulande – vermutlich, weil der amerikanische Trend stärker zum Tragen gekommen ist. Außerdem gibt es dort eine aktive, etwa 3000 Mitglieder starke Arbeitsgruppe „Spiritualität und Psychiatrie“ im „Royal College of Psychiatrists“, die kürzlich ein Konsenspapier zum Umgang mit Religiosität und Spiritualität vorgelegt hat. Darin verpflichten sich die Mitglieder, den religiösen oder spirituellen Bindungen ihrer Patienten mit einfühlsamer Achtung und mit Respekt zu begegnen. Klinisch Tätige sollen keine religiösen oder spirituellen Rituale als Ersatz für professionelle Behandlungsmethoden anbieten. Es wird aber auch auf die Bewältigungskraft positiver Spiritualität hingewiesen, durch die Hoffnung und Sinn vermittelt werden könnten.

 

Wie aber kann der Einsatz religiöser oder spiritueller Verfahren wissenschaftlich begründet werden? Die an der renommierten New Yorker Columbia-Universität tätige Psychotherapeutin Lisa Miller hat hierzu weitreichende Überlegungen angestellt. Seit zehn Jahren bietet sie an ihrer Fakultät den fünfteiligen Trainingskurs „Spirituelle Wahrnehmung“ für angehende Psychotherapeuten an, um gemeinsam Spiritualität experimentell zu erkunden.

 

Eine stärkere Aufmerksamkeit für religiöse und spirituelle Fragen in Psychologie und Medizin ist zu begrüßen. Für ein besseres Verständnis ihrer Zusammenhänge aber ist die kritische Vernunft – die um ihre Grenzen weiß – unerlässlich. Das Gespräch der Psychologie mit Theologie und Religionswissenschaft über Konzepte und Methoden der Spiritualitätserforschung ist nötig, um diesen wichtigen Aspekt der Seele besser verstehen zu können. Auf psychologischer und medizinischer Seite stehen heute dafür die Türen weit offen.

 

Nils: Die Vernunft als Basis der Spiritualität und auch der Psychotherapie bejahe ich. Die Vernunft rät uns dazu auch spirituelle Techniken und Wege für die psychische Heilung und Gesunderhaltung zu verwenden, wenn sie sich als hilfreich erwiesen haben. Das gilt nachgewiesenermaßen für die Meditation, den Yoga und die Gedankenarbeit. Es besteht eine Verbindung von Gefühlen und Gedanken, die für den Weg der inneren Heilung genutzt werden kann. Meditation kann inneren Frieden bewirken und Traumata auflösen. Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, dass der Heilungsweg mit der allgemeinen philosophischen und religiösen Haltung eines Menschen zusammenpasst. 

 

 

https://www.spirituelle-psychologie.com/texte-drei-fragen.html

Fragen von Radio Deutsche Welle an Eckhart Wunderle:

 

Was verstehen Sie unter Spiritualität?

 

Unter Spiritualität verstehe ich eine Sichtweise und Lebenseinstellung, die den Menschen als Teil eines größeren Ganzen betrachtet und die in jedem Menschen die Möglichkeit anerkennt, dass er in sich selbst Glück und Erfüllung findet. Diese Erfüllung wird möglich, durch einen Prozess der Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis, der schließlich über das enge Ich oder Ego hinausführt, zum Wesenskern oder Selbst des Menschen.

 

Das SELBST ist kein Konstrukt, keine Theorie, sondern kann von jedem Menschen direkt erlebt werden. Man nennt es auch das Göttliche im Menschen (C.G. Jung.) Dies ist eine tiefere Ebene der Erfahrung von uns Selbst und der Welt, die Fülle und inneren Frieden mit sich bringt. So ist der Kern der Spiritualität die Fähigkeit der SELBST- Erfahrung d.h. die Erfahrung des eigenen Wesens.

 

Diese Erfahrung ist auch eine Erfahrung des Seins, jenseits des Verstandes und bringt mit sich, die erfüllende Erfahrung der Verbundenheit mit dem Ganzen bis hin zur mystischen Erfahrung, der Erfahrung des Göttlichen, der Existenz, der Wahrheit jenseits aller Konfessionen.

 

Der spirituelle Weg und die spirituelle Erfahrung ist immer mit Achtsamkeit, d.h. mit der Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt verbunden. Diese Fähigkeit, immer tiefer im Augenblick, im Gewahrsein des Jetzt anzukommen, ist die wesentliche spirituelle Praxis, ob in der Meditation im Rückzug oder im Alltag.

 

So ist Meditation und Kontemplation in allen ihren vielen Formen, überkonfessionell und überreligiös, der Weg des spirituellen Menschen.

 

Es geht in der Spiritualität um das Interesse oder den Wunsch sich weiter zu entwickeln und Weiterentwicklung als etwas zu sehen, das uns das ganze Leben hindurch begleitet. Diese Entwicklung ist eine Entfaltung des Menschen zu seinen höchsten Potentialen und Möglichkeiten. Es geht letztlich um die innere Befreiung und damit um die Fragen „warum bin ich hier“, „was will ich wirklich“ und “wer bin ich?“

 

 

https://www.herzwandler.net/spiritualitaet-vs-psychologie

 

Zunehmend wenden sich Menschen mit psychischen Problemen der Spiritualität zu. Oftmals finden sich hierunter auch Menschen mit diagnostizierten psychischen Störungen unterschiedlichster Art. Das ist zu erwarten, da Selbsterkenntnis ein wichtiges Mittel zur Auflösung psychischer Probleme darstellt und Spiritualität hier eine fundamentale Schnittmenge bietet.

 

https://www.selbstheilungstraining.de/Therapieangebote/Spirituelle-Psychotherapie

 

Imprint

Publisher: BookRix GmbH & Co. KG

Text: Ich besitze die Rechte an allen Texten.
Images: Bilder von mir oder Wikimedia Commons
Publication Date: 08-03-2020
ISBN: 978-3-7487-5243-1

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Dedication:
Möge alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

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